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Kundenrezension

Der erste Eindruck: düstere Atmosphäre, hoher Gruselfaktor
Bereits auf den ersten Blick wirkt "Silent Hill Downpour" sehr düster und etwas gruselig. Glücklicherweise kann die Bildschirmhelligkeit noch etwas reguliert werden. Und nach einer Minute Spielzeit wird dann auch die Einstufung als FSK 18 klar. Danach verflacht das Spiel etwas, was aber der Eingewöhnung geschuldet ist.

Videosequenzen: die Seele des Spiels
Schnell fallen auch die für das Genre der Survival-Horror-Videospiele typischen Videosequenzen auf. Die Umsetzung dieser kurzen Ausschnitte ist rundum gelungen. Dabei sind sowohl die gewählten Zeitpunkte, die entsprechenden Überraschungsmomente als auch die atmosphärische Wirkung besonders positiv zu erwähnen

Abwechslung durch unterschiedlich aufgebaute Rätsel
Ebenfalls positiv fallen die sehr unterschiedlichen Anforderungen an den Spieler auf, die eine große Vielschichtigkeit im weiteren Verlauf erkennen lassen. Dabei müssen unterschiedlich aufgebaute Rätsel gelöst und diverse Tasten und Tastenkombinationen genutzt werden. Mit vielen unterschiedlichen Gegenständen kann interagiert werden.

Eine scheinbar offene Welt
Die große Linearität im Spiel, ohne die diese Survival-Horror-Spiele gar nicht auskommen können, wird sehr gelungen verschleiert. Auf den ersten Blick erscheint die "Spielwelt" sehr groß, umfangreich und weitläufig. Wurde aber der richtige Weg eingeschlagen, gibt es kein Zurück mehr ' Barrieren versperren den Weg. Dadurch wird ein ständiges Verlaufen und Umherirren erfolgreich verhindert. Trotzdem laufen mehrere Aufgaben parallel und es fällt im Prinzip gar nicht auf, dass Mason in eine bestimme Richtung gelenkt wird. Viele aufgedeckte Details lassen sich im ersten Moment gar nicht zuordnen, eine klare Linie ist nicht direkt zu erkennen. Die zu erledigenden Aufgaben und Anforderungen können im Tagebuch nachgeschlagen werden, detaillierte Hilfestellungen durch auffällige Markierungen oder Wegweiser sucht man allerdings vergeblich. Der Spieler bekommt dadurch die Einsamkeit in fremdem Gebiet und die Unklarheit über das eigene Schicksal, welche der Protagonist Mason durchleben muss, eindrucksvoll vermittelt.

Wenig Contra, viel Pro
Sehr angenehm ist das automatische Speichern im Spiel, das ohne zeitliche Verzögerung und in kurzen Abständen erfolgt. Dadurch wird einerseits verhindert, dass zu lange Passagen oder Rätsel erneut gelöst werden müssen. Andererseits bekommt der Spieler indirekt den Hinweis, auf dem richtigen Weg zu sein.

Graphisch macht "Silent Hill Downpour" vieles richtig. Die bereits erwähnten Zwischensequenzen schaffen eine außergewöhnliche Atmosphäre, geprägt von Unsicherheit, Furcht und Neugier. Die dargestellten Charaktere, Gegner und Landschaften sind wirklich gelungen, die natürliche Barrieren sind hervorragend in das Spiel integriert. Leider sind aber auch einige Ruckler im Spiel und in den Videosequenzen zu vermerken.
Auch der Sound liefert einen nicht zu vernachlässigen Beitrag zur insgesamt gelungen Umsetzung des Spiels. Die Schockmomente verfehlen ihre Wirkung nicht, auch die musikalische Umsetzung passt. Teilweise ist diese düstere Atmosphäre nahezu greifbar, so dass dunkle Gegenden und Räume am liebsten umgangen werden möchten. An diesen Stellen möchte man wirklich nicht im Masons Schuhen stecken!

Die Wartezeit nach dem unerwünschten Ableben, was allerdings auf dem Einsteiger-Level zum Glück nicht so häufig passiert, ist etwas zu lang. Da das Spiel häufig speichert, muss der Spieler sich gegebenenfalls in sehr kurzen Abständen mit dem gleichen Problem auseinandersetzen, unterbrochen von den langen Wartezeiten. Das birgt Frust-Potenzial. Die Bewegungen sind etwas unrund, speziell was die Kameraführung beim Laufen angeht. Die Kämpfe wirken etwas hölzern und eintönig, besonders im Nahkampf hat die Beschränkung auf lediglich zwei Knöpfe Luft nach oben. Auch das Handling mit herumliegenden Gegenständen hat so seine Tücken, besonders wenn mehrere Utensilien in unmittelbarer Nähe liegen.

Fazit
Insgesamt kann "Silent Hill - Downpour" durchaus als gelungen bezeichnet werden. Speziell die gelungene Atmosphäre im Spiel sowie die Geschichte machen Lust auf mehr. Abzüge bekommt Silent Hill aber für die graphischen Aussetzer und die etwas eintönigen Kampfszenen.
Für den hoffentlich erscheinenden Nachfolger heißt es dann wieder das gespannte Warten in den Wochen und Monaten zuvor irgendwie zu überbrücken, bevor es wieder in die düstere Welt von Silent Hill gehen kann.
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