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Kundenrezension

am 1. April 2008
Miami boomt in Sachen Rap zur Zeit gewaltig. Nachdem jahrelang nur Trina, Pitbull und Trick Daddy als einzige für Aufsehen sorgten, kamen ab 2005 immer mehr Künstler ins Rampenlicht. Mittlerweile ist der größte Star der Stadt Mafiosi-Rapper Rick Ross, dessen Poe Boy Ent. Kollege Flo Rida nun sein Debüt präsentiert. Was bei ihm sofort auffällt, ist sein schneller und sich wirklich gut anhörender Flow, dafür gibt es aber Defizite, was den Inhalt der Lyrics betrifft. Die Beats zu "Mail On Sunday" stammen aus den Händen der wohl angesagtesten Produzenten zur Zeit und zwar von keinen Geringeren als Timbaland, J.R. Rothem, Kane Beatz, Cool & Dre oder will.i.am.
"Mail On Sunday" beginnt ohne unnötiges Intro, sondern gleich mit einem echten Hammer. "American Superstar" featured Lil Wayne und besticht durch seine tief hämmernden Bässe, die mit einigem an elektrischen Sounds ausgestattet sind. Sehr ähnlich, jedoch etwas langsamer wäre "Ack Like You Know", bei dem Flo Rida allein am Mic steht und seinen Job sehr gut macht. Da zur Zeit jedes größere Album einen Song von Timbaland beinhaltet, musste natürlich auch Flo Rida das Schwergewicht aus Virginia verpflichten. Heraus kam dabei der Smash "Elevator". Bei diesem Song ist eindeutig das Instrumental der Star. Wie man es von Timbo aus den letzten 2 Jahren kennt, bekommt man hier tanzbare Rhythmen und eine genial emotionale Synthesizer-Melodie, die sofort ins Gehör geht und zusammen mit Timbaland's einfachem Refrain zum echten Ohrwurm wird. Dass Flo Rida hier wieder sehr gut rappt, ist (leider) nur Nebensache. Lead-Single des Albums war ja bekanntlich "Low" zusammen mit T-Pain, der den Song auch gleich produziert hat. Man muss ehrlich zugeben: es ist ein reiner Pop-Chart-Song, einfach sehr kommerziell. DOCH er macht irgendwie Spaß. Im Club brennt hier einfach die Tanzfläche, da der Beat schon gut abgeht. Besonders gefällt mir hier, dass T-Pain auf den Vocoder verzichtet hat und mit seiner Originalstimme performt, was sich doch sehr viel besser anhört. Zur Mitte des Albums werden etwas ruhigere Töne angeschlagen. Erstes Highlight wäre das schöne, R'n'B angehauchte "Ms. Hangover". Chillige und sehr elektrische Hintergrundmelodie, Midtempo-Beat und ein Flo Rida, der sich als Ladies Love auszeichnet und besonders mit seinem gesungenen Refrain überrascht. Traurig und emotional klingt "Still Missin'". Hier wurde auf ein langsames Klavierspiel gesetzt, das mit diversen, leider Computer erstellten, Gesängen unterlegt wird. Wirklich ein toller Song, v.a. weil Flo Rida hier sein Können aufzeigt und sowohl etwas schneller rappt, als auch etwas schmerzvoller und langsamer. Auch einen Lovesong liefert uns der 28 jährige Flo Rida und zwar mit "Me & U". Der Song hat eigentlich ein sehr gelungenes R'n'B-Instrumental, das reingeht wie warme Butter, doch irgendwie hätte es besser zu einem Sänger gepasst, als zu Flo Rida und auch der verzerrte Hook ist nicht besonders toll, sodass dies nur ein Durchschnittslied geworden ist. Das Ende von "Mail On Sunday" ist qualitativ wieder sehr hochwertig. Eingeleitet wird es mit dem Hammer "Don't Know How To Act". Harte Bässe, dazu einiges an fantastischen Crunk-Elementen, über die Flo Rida und sein Gast Yung Joc, der mit seiner einmaligen Stimme hier perfekt auftritt, gekonnt das Mic rocken. Bevor man den letzten Track des Albums erreicht, gibt es mit "Freaky Deaky" noch eine schöne und ruhige R'n'B-Nummer zusammen mit Shootingstar Trey Songz, der traumhaft singt und Flo Rida etwas in den Schatten stellt. Ganz zum Schluss wird mit "Money Right" noch ein richtiges Feuerwerk gezündet. Hier schlägt es wieder hart und penetrant aus dem Subwoofer, dazu Synthie ohne Ende während des Hooks, der von Flo Rida vorgetragen wird. Während der Strophen ist es etwas ruhiger, dennoch nicht minder aufregend, denn hier kicken neben Flo Rida auch seine Miami Homies Brisco und Rick Ross, der das Highlight des Songs ist, ihre Reime. Besser als mit dem mit Abstand besten Song hätte "Mail On Sunday" gar nicht ausklingen können.
Flo Rida's Debüt ist wirklich gut und weißt eigentlich keinen Track auf, der nicht gelungen ist und so können neben den oben genannten auch das chillige "Roll" (feat. Sean Kingston), das härtere "Priceless" (feat. Birdman), Partybombe "In The Ayer" (feat. will.i.am & Tiffany Villarel) und das melodische "All My Life" überzeugen. Vom Flow her kann Flo Rida, wie gesagt, immer punkten, wer deepe Lyrics sucht, ist hier an der falschen Adresse. Die Produktionen sind recht abwechslungsreich und bewegen sich zwischen Party, R'n'B und etwas härter und schaffen dabei die Gradwanderung zwischen hoher Qualität und kommerziell bzw. poppig. Alle Miami-Fans bzw. die, denen "Low" und "Elevator" gefallen hat, können hier bedenkenlos zugreifen, alle die etwas härtere und schmutzigere Musik aus Vice City suchen, sollten vielleicht mal bei Rick Ross oder Plies vorbeischauen.
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