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Kundenrezension

am 20. September 2012
Lieber Lesender,

nach ausgiebigem Testen der Demo-Version sowie einem rund 10-stündigem Anspielen der (spielerisch unverändert verbliebenen) „PES-2013"-Finalversion möchte ich mein persönliches Fazit präsentieren:

WAS IST NEU?

Mit „PES FullControl“ kann der Spieler am Ball und vorbei am Gegner zaubern a la „Harlem Globetrotters“:
Spitze, Hacke, Tralalla, mit dem Ball über Gegner‘s Haupt bis hin zu Tunneln oder Vorbeispielen - alles da, alles möglich, alles funktioniert.
Gleiches gilt für das manuelle Schusssystem. Von jetzt an kann man (auf Wunsch) das Paket mit allen Optionen in die Maschen liefern lassen: unten links bis oben rechts, flach wie hoch, mit Schnitt oder Volle-Lotte-Vollspann.
Voraussetzung um beide Neuerungen voll und erfolgreich zu nutzen: stundenlanges Üben und Filigranität an beiden Analog-Sticks.

Mit der neu eingeführten „ProActive AI“ sollen die digitalen Kicker ihren realen Ebenbildern nun ähneln wie nie zuvor.
Zumindest kann man die Behauptung gelten lassen, dass sich viele Bewegungsabläufe der entsprechenden Fussballer wiedererkennen lassen. Allerdings vorausgesetzt, man beäugt einen der gerade einmal 50 Profis, die in den Genuss dieser Sonder-Programmierung gekommen sind. Ein derart dürftiges Ergebnis an Innovation zu preisen ist meiner Meinung nach doch etwas dreist.

Konami verbesserte merklich die Torhüter und schenkte Mit- wie Gegenspieler endlich die Gehirnzellen, um sinnvoll auf die jeweiligen Spielsituationen zu reagieren.
Es wird sich freigelaufen, es wird mitgelaufen, es wird wirklich mitgespielt.
Das merkt man und steigert nach Jahren der Flaute endlich wieder den Realismus der fussballerischen Abläufe wie Ergebnisse. Tatsächlich sah ein „PES“ noch sie so lebendig aus, bot einem offensiv so viele Optionen und Varianten. Bravo!

WAS IST GUT?

Auffallend verbessert sind die Zweikämpfe mit nun deutlich nachvollziehbaren Gewinnern.
Traumhaft (wenn auch manchmal etwas zu gewaltig) fallen die Torschüsse aus.

++Das Verteidigen++
Im Vorgänger bot sich regelmäßig ein Schauspiel der Verzweiflung.
Selbst mittelprächtig aufspielende Gegner (ob aus Fleisch und Blut oder COM) gingen fast körperlos durch die eigenen Reihen und versenkten Tor für Tor, am liebsten und häufigsten nach Wiederanpfiff durch eigenen Torerfolg.
Hinzu kamen dilettantische Programmierfehler, die die Kollisionsabfrage bei Grätschen ad absurdum führten.
Konami märzte diesen Makel vollständig aus. Grätschen wie Tacklings wurden neu überarbeitet, präsentieren sich geschmeidig und am Mann bei Chance zur Balleroberung erfolgreich.

++Das Spiel am Ball++
Wer die PES-Versionen aus seeligen PS1 und PS2 Tagen kennt, wird sich in das Spiel am und mit dem Ball wieder neu verlieben.
Man hat wieder echtes Gefühl als Ballführender und kann sich mit den neu geschaffen Möglichkeiten ab Ballannahme eindrucksvoll in Szene setzen.

++Die Taktiken++
Besonders wirksam erweisen sich nun die taktischen Regeleinstellungen. Durch die gesteigerte KI reagieren die Mitspieler entsprechend der Vorgaben besser und setzen sich in bietenden Freiräumen oder Kontermöglichkeiten in Szene. Man kann nun spielen wie Barca oder die Münchner Bayern - oder auch brutal Beton anrühren und rein in Kontern sein Glück versuchen. Besonders Italiens 3-3-2-2 oder das moderne 4-2-3-1 können besonders markant und mit hohem Wiedererkennenswert vollführt werden.
Auch für Neueinsteiger bieten sich durch taktische Voreinstellungen ('Ballbesitz', 'Langer Ball' etc.) eine Vielzahl von Varianten, ohne Tiefgang in der Materie zu besitzen

WAS IST SCHLECHT?

--Alles abseits des Rasens--
Ein hartes Pauschalurteil. Aber wer die Serie länger kennt und beobachtet bemerkt hier die massivsten Einschnitte.
Sämtliche Offline-Modi wurden entweder beschnitten oder einfach aus dem Vorgänger kopiert.
Der Online-Modus wiederum wird erst mit dem zweiten DLC ab Ende Oktober voll zur Geltung kommen und ist erneut...sagen wir unausgegoren.
Konami hat derart Kahlschlag betrieben, dass es nicht einmal mehr Spieler-Avatare gibt - oder Mitspieler-Statistiken für Leute, die daheim vor dem Fernseher in vertrauter Runde zocken wollen.
Auch das lt. Konami wieder eingeführte "Trainings-Tutorial" zeigt lediglich einen Teil der neuen Tricks.
Ein echtes Training mit Wettbewerben wie zu Playstation 1 Veröffentlichungen fehlt nach wie vor.

--La-La-La-Lizenzen--
Man ist wieder und wieder erstaunt, was die Japaner sich Jahr für Jahr lizensieren lassen - oder auch eben gerade nicht. Warum fehlen Manschaften, die letztes Jahr noch lizensiert waren (z.B. Rubin Kasan oder Standard Lüttich)? Oder warum verzichtet man auf positive Überraschungen des letzten Jahres wie z.B. Apoel Nicosia?
Reagiert Konami nicht endlich offensiv wird EA alle Ligen gleich der Bundesliga sich sichern - und dann gibt es wieder die „Siekes" oder „Schindlers" auf dem Platz zu bestaunen.

--Präsentation--
Die musikalische Untermalung der Menüs ist per se nicht mehr zum Weglaufen schlimm - trotzdem sehr schnell sehr eintönig und sehr nervig.
An den Animationen vorab hat man sich ab dem dritten Mal sattgesehen, die Zuschauer gehen mit, aber eine echte Verbesserung der Stimmungslage bleibt nach wie vor aus

--Innovativer Murcks--
Und wenn Konami sich dann doch seine Gedanken macht, dann staunt man auf welche Innovationen man da so kommt im fernen Japan. Als aktuelles Gimmick ist es nun möglich (gleich einem Pokemon-Trainer) seine Fussballer per zugeteiltem Schuh zu boosten.
Das klingt auf erste Sicht vielleicht sogar nachvollziehbar - allerdings sind die daraus resultierenden Leistungssteigerungen (10% plus X) völlig unbedacht und geradezu wettbewerbsverzerrend.

++Fazit--
Wie bei jedem „PES" gibt es Licht und Schatten.
Zum ersten Mal auf der aktuellen Konsolen-Generation aber dominiert das Licht - zumindest auf dem grünen Rasen.
Seit „PES 6“ war das Spielgefühl nicht mehr so direkt, konnte man mit Ball und Gegenspieler soviel veranstalten und durfte sich derart effektvoll in Szene setzen mit seinem Können am Pad.

Auf Wunsch fordert „PES 2013“ den Profi gleich einem Extrem-Sportwagen - ohne Netz und jegliche Hilfe.
Doch auch Laien am Pad finden durch die einstellbaren Unterstützungsoptionen schnell hinein und können direkt schön kombinieren.
Die große Show am Ball, die die Videos und Präsentationen vorab versprachen brauchen aber Zeit, Mühe und Übung. Wer diese Ochsentour allerdings hinter sich hat, der genießt wirklich die volle Freiheit - vom Pass über Ballannahme bis Torabschluss.
Das gab es so in noch keiner Form einer Fussball-Simulation.

Trotzdem: Dieses „PES“ macht aus meiner Sicht lediglich die Fehler seiner Vorgängerversionen gut - und will Innovationen und Entwicklungen als bahnbrechend verkaufen, die man bereits vor 4 Jahren hätte präsentieren können.

Gut ist PES nur auf dem Platz - daneben ist alles hanebüchen und lieblos programmiert wie präsentiert, meist sogar schlicht direkt aus dem Vorgänger kopiert.

Für ein Videospiel, dass sich Jahr um Jahr auf's Neue zu beweisen hat, ist das einfach nur amateurhaft - zumal Konami mit 60 Euro plus einen Top-Preis aufruft.

Der aktuelle „FIFA"-Konkurrent lässt zudem nicht minder seine Muskeln spielen und bietet ein spielerisch im Zweikampf und Abwehrverhalten nach wie vor marktdominierendes Produkt - auf einem Jahr für Jahr sich steigerndem Niveau. Lediglich in der Bewegung nach vorne hat das aktuelle „PES“ die Nase gegenüber EA vorne.
Und EA sieht abseits des Rasens souverän aus und klingt sogar angenehm.

Der Direktvorgänger „PES 2012" war für mich der Tiefpunkt der gesamten Serie.
Mit dem Nachfolger hat Konami das Flaggschiff wieder auf den richtigen Kurs gebracht.

Trotzdem ist eine Topwertung nicht in Sicht.
So gut die Schritte im spielerischen Bereich sind - sie merzen lediglich die Fehler der alten Version aus.
Und abseits des grünen Rasens verspielt man mit Mager-Menüs und Präsentationen von vorgestern fast gänzlich jeden neu dazugewonnenen Kredit.
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