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Kundenrezension

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schrödingers Katze und Blums Eichhörnchen, 22. Oktober 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Kabelsalat: Wie ich einem kaputten Kabel folgte und das Innere des Internets entdeckte (Gebundene Ausgabe)
Zu Schrödingers Katze und Pawlows Hund gesellt sich nun das Eichhörnchen von Andrew Blum als Anstoß für einen Erkenntnisprozess und die Verkörperung eines Erkenntnisgewinns. Vielleicht könnte man noch Newtons Apfel als nicht-animalisches Naturprodukt dazu nehmen.
Gemeint ist damit, dass es häufig nur eines ganz banalen Vorgangs bedarf, um eine außergewöhnliche Einsicht zu gewinnen. Ganz so groß mag der Erkenntnisgewinn hier nicht sein, denn in diesem Fall ist es die Einsicht in die physikalische Körperhaftigkeit des Internets, die durch das Eichhörnchen initiiert wurde, indem es ein Kabel anfraß und den Autor dazu veranlasste, seinem angefressenen Kabel in die Tiefen des Internets zu folgen: „Wirft man einen Blick hinter die Kulissen, so sind die Netzwerke des Internets genauso eng an reale Orte gebunden wie es die Eisenbahn- und Telefonnetze seit jeher waren.“ (S.20)
Jeder, der sich nicht allein damit zufrieden geben will, dass das Internet immer verfügbar ist und einen mit jedem beliebigen Teilnehmer auf der ganzen Welt verbinden kann, sondern sich fragt, warum das wohl so ist, erhält hier Antwort.
„Die vernetzte Welt verspricht reibungslose Kommunikation – die Aufhebung des Raumes. Um die Karte in elektronischer Form nach Milwaukee zu übertragen, genügte es, eine E-Mail zu schicken. Aber die Karte selbst war keine JPEG- oder PDF-Datei und auch keine Google-Maps-Karte mit Zoomfunktion, sondern etwas Greifbares und Dauerhaftes – das auf synthetischem Papier der Firma Yupo gedruckt, jährlich aktualisiert, für 250 Dollar verkauft, in Pappröhren verpackt und in die ganze Welt verschickt wird. Die Karten zur physischen Infrastruktur des Internets von TeleGeography sind selbst Teil der physischen Welt.“ (S. 29)
Diese Karten hängen überall auf der Welt in den Zentren, in denen das Internet funktionstüchtig und am Leben erhalten wird. Diese Karten werden auf Druckmaschinen gedruckt, die aus dem Mutterland der schwarzen Kunst kommen: Deutschland!
Man möchte dieses Buch dringend allen anraten, die das Internet für etwas Abstraktes, für eine rein digitale Angelegenheit halten und in blanker Unkenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten als paradiesisches Utopia (Nicht-Ort) ansehen, in dem unendliche Freiheit herrscht, Gleichheit und Glückseligkeit. Das Buch, eine Art Reisebericht, ist im Übrigen gut verständlich geschrieben und verzichtet auf allzu knifflige Technik-Details. Über eine der Hauptstädte des Internets, Palo Alto, heißt es: „Die Alchemie, die dort vor sich geht, geschieht nicht per Datenfernübertragung – und kann es wahrscheinlich auch gar nicht. Derart intensive Verbindungen sind ein unverschämt physischer Prozess“ (S. 87) - "(...) ein chemischer Prozess mit reichlich Bandbreite und Bier als Katalysator" heißt es auf Seite 142 in einem anderen Zusammenhang.
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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.10.2012 13:53:27 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.10.2012 18:09:04 GMT+02:00
kloy meint:
Man muss es leider festhalten: Der Original-Titel "Tubes: A Journey to the Centre of the Internet" ist wesentlich seriöser und beziehungsreicher: "Röhren: Eine Reise zum Mittelpunkt des Internets". Die Anspielung auf Jules Vernes "Reise zum Mittelpunkt der Erde" geht so leider verloren. Das ist nicht unerheblich, denn Blum zitiert aus einer Reihe von Büchern, u.a. aus Walter Benjamins "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" und Henry David Thoreaus "Walden. Ein Leben mit der Natur".

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.11.2012 19:57:20 GMT+01:00
BST meint:
Sie müssen bedenken, dass es eine Übersetzung für und Adaption durch einen deutschen Verlag ist, deshalb muss der Titel dümmer, das Titelbild reißerischer oder hässlicher und der Text teilweise inhaltlich entstellt sein, so bin ich es von den gegenwärtigen deutschen Verlegern gewohnt. Der Albrecht Knaus Verlag macht da offensichtlich keine Ausnahme; Hauptsache die Kalkulation stimmt einigermaßen, und Fische verkaufen stinkt auch viel mehr als die Papierverarbeitung. Ich verstehe das.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.11.2012 22:50:15 GMT+01:00
kloy meint:
Na gut, aber was ist mit denen, die nicht die Möglichkeit haben, das Original zu lesen? Ich finde es nicht korrekt, das Buch in der deutschen Übersetzung so schlecht zu machen, dh an diesem Titel eine gewissermaßen generelle Misere festzumachen. Ich denke, wir sind in der Sache einer Meinung, aber dem Buch deshalb beim deutschen Publikum keine Chance zu geben, halte ich für falsch, weil das wiederum der Sache und dem Thema schadet.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.11.2012 02:16:44 GMT+01:00
BST meint:
Gut. Von mir aus.

Ich würde mir nur einfach wünschen, dass deutsche Verleger versuchen, die deutsche Ausgabe noch besser zu machen als das Original anstatt - wie in diesem Fall - den Index wegzulassen, um 14 Seiten pro Buch zu sparen. Der Qualitätsehrgeiz der meisten deutschen Großverlage scheint sehr gering zu sein.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.11.2012 05:49:06 GMT+01:00
kloy meint:
Ich frage mich auch immer wieder, warum gerade wir Deutschen, die ja angeblich so viel Wert auf Qualitätsarbeit legen, ausgerechnet in Sachen Kultur und Unterhaltung glauben, schlechte Qualität verkaufe sich besser.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.12.2012 23:16:30 GMT+01:00
Ute Simon meint:
Haben Sie schon mal einen Index für ein ganzes Buch erstellt? Ich schon!
Einen Index für ein übersetztes Buch kann man nicht einfach mitübersetzen. Man kann die Einträge vielleicht übersetzen, muss dann aber sicherstellen, dass der Begriff mit der Übersetzung auf der Seite im Buch übereinstimmt, ob es auch im deutschen Text noch sinnvoll ist, genau diesen Begriff in den Index aufzunehmen, etc. Das sind Aufgaben, die man nicht mal schnell dem Praktikanten überträgt. Dazu braucht man einen Spezialisten, der sowohl von der Technik als auch der Sprache etwas versteht - und das treibt die Kosten in die Höhe. So können 14 Seiten Index teurer werden als 14 "normale"Buchseiten". Und ich kann es gut verstehen, wenn ein Verlag die einsparen will.
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