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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 19. Februar 2011
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
... oder sich als Tourist einfach den vorgeschlagenen Routen anvertrauen will. Die Behauptung jedoch, "all the must-see sights" zu präsentieren wird mitnichten eingelöst. Wahrscheinlich ist das bei einem Land wie Italien und nur 424 bebilderten Seiten auch gar nicht möglich, nur sollte man dann ehrlicherweise einen solchen Anspruch auch nicht erheben. Wenn jedoch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vor Ort weder wirklich vollständig erwähnt noch so charakterisiert sind, dass man bei beschränktem Zeitbudget eine sinnvolle Auswahl treffen kann, ist das sehr störend. Hier wäre das Polyglott-Sternesystem bei aller Subjektivität zur Orientierung deutlich hilfreicher.
Während früher der LP ein Begleiter für den sparsamen Individualreisenden war, ist dieses Buch - schon durch seine gewichtssteigernden Hochglanzseiten - eher ein konventioneller Reiseführer. Meist werden nur wenige, in der mittleren Preisklasse angesiedelte Unterkünfte angegeben, eine allgemeine Information über die Übernachtungslage vor Ort fehlt (Dass es hier gewaltige regionale Unterschiede gibt, kann jeder bestätigen, der schon einmal in kritischen Gegenden wie Ravenna oder Süditalien (außer Neapel) unterwegs war.)
Die aus ferner angelsächsischer Sicht vorgenommene neue Regionalgliederung Italiens ist zwar eigenwillig, aber durchaus akzeptabel - im Gegensatz zum kommentarlosen Entfall von Sardinien! Die Behandlung der einzelnen Städte und Regionen ist , wie hier schon angemerkt, von durchaus unterschiedlicher Qualität. Einige Beispiele:

Ravenna: Die reine Aufzählung der mosaikträchtigen Kirchen hilft wenig zur Orientierung - dass dagegen das Grab des Theoderich fehlt, ist unentschuldbar!

Pompeji: Die sehr oberflächliche Beschreibung lässt die wichtigste, etwas abgelegene Sehenswürdigkeit, die ausgemalte Villa dei Misteri, völlig vermissen.

Padua: Diese durchaus sehenswerte Stadt, die sich darüber hinaus hervorragend als Standort zum Besuch Venedigs (unter Vermeidung von dessen überteuerten Hotels) eignet, fehlt ganz. Nur die Scrovegni-Kapelle wird als isolierter Einschub zwischen Vicenca und Verona präsentiert. Wo sie der arglose Ausländer dann suchen mag, ist ihm überlassen.

Sizilien: Hier fehlt skandalöserweise eine der originellsten Attraktionen, die römische Villa von Piazza Armerina mit ihren hantelschwingenden Bikinimädchen. Dass auf S. 330 der Fan griechischer Tempel kommentarlose nach Metaponte in der Basilikata verwiesen wird, dürfte ebenfalls zu heftigem Suchen auf der Landkarte Anlass geben. Warum bei diesen Tipps, wenn man schon geografisch umherspringt, nicht wenigstens die bedeutend interessanteren und näher liegenden Tempel von Paestum aufgeführt sind, bleibt rätselhaft. In Syrakus wurde der griechische Tempel keineswegs durch Missionstätigkeit des Apostel Paulus, sondern erst Mitte des 7. Jh. zur Kirche umgewidmet.

Bari: Hier fehlt jeder Hinweis, dass in der dortigen Nicolo-Kathedrale die 1097 aus Myra (heute Demre, Südtürkei) geraubten Gebeine des Heiligen Nikolaus (Santa Claus) verehrt werden.

Rom: Hier hätten von den vier Hauptkirchen nicht zwei einfach weggelassen werden dürfen: S. Paolo fuori le mura und vor allem nicht S. Maria Maggiore mit den einzigartigen Mosaiken aus dem 5. Jh. Dass die Autoren in europäischer Geschichte nicht wirklich sattelfest sind, verrät die Behauptung, Karl der Große sei 774 in Rom zum Kaiser gekrönt worden. Auch das Foto zweier Radler im Circus Maximus vor den Ruinen des Palatin (S. 66) mit der Ortsangabe "in Domus Augustana" verrät wenig Ortskenntnis.

Genug davon. Gut beschrieben sind z.B. Florenz, Ravello, Orvieto, Lucca und Verona (allerdings unter Verschweigen des sehenswerten römischen Stadttores). Mit den oben gemachten Einschränkungen ist das Buch ein brauchbarer Führer für den oberflächlichen Besucher. Eine klarere Gliederung der Sehenswürdigkeiten würde allerdings die Nutzbarkeit erheblich verbessern!
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