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Kundenrezension

am 21. Juni 2013
Nachdem ich "Erebos" mit großer Begeisterung gelesen und es mit einem "Wow" weggelegt hatte, wollte ich noch mehr von dieser Sorte und entschied mich für "Saeculum". Meine Erwartungen an das Buch waren daher sehr groß.

Besonders hervorheben möchte ich zunächst die unheimlich gelungene Buchgestaltung, eine echte Augenweide. Der Buchschnitt ist komplett schwarz, auch im Inneren des Buches befinden sich schwarze Seiten. Das Cover mit den schwarzen Baumkronen passt perfekt zur enthaltenen Geschichte.

Das Thema mit dem Rollenspiel ist gut gewählt, habe ich davon doch bisher noch nicht wirklich etwas gehört oder gelesen und die Vorstellung fünf Tage im Wald ohne Zivilisation zu verbringen verspricht Spannung.

Im Buch selbst geht es um Bastian, der Anfang 20 ist und Medizin studiert. Sein Vater ist erfolgreicher Arzt und sehr wohlhabend. Bastian ist eigentlich ein eher langweiliger Typ, da er gern lernt und sich nicht auf Abenteuer einlässt. Doch da gibt es Sandra, die ihm den Kopf verdreht hat und darum bittet sie auf eine Convention (Mittelalterrollenspiel) zu begleiten. Was tut man(n) nicht alles für eine hübsche Frau. Der Spielort ist ein Waldstück, weit entfernt von jedweder Ortschaft und angeblich verflucht. Die Gruppe aus einem Duzend Teilnehmern macht sich dennoch auf den Weg ins Mittelalter. Alle neuzeitigen Dinge dürfen nicht mit, so auch Bastians Brille. Angekommen läuft erst einmal alles rund, alle sind zufrieden. Doch plötzlich passieren merkwürdige Dinge, die sich keiner erklären kann und die Mitspieler geraten immer mehr in Gefahr. Ob doch etwas an dem Fluch dran ist?

Mit dem Hauptprotagonisten konnte ich mich sehr gut identifizieren, sitze ich doch auch lieber vor einem guten Buch als mich in Abenteuer zu stürzen und ich weiß auch wie schlecht man zurechtkommt ohne Brille auf der Nase. Bei den anderen Charakteren bin ich eher zwiegespalten, aber diese Wirkung ist glaube ich gewollt. Während ich außer Bastian auch Steinchen, Iris und Warze sehr sympathisch fand, kamen Lisbeth, Sandra, Georg und ganz besonders Doro gar nicht gut bei mir an. Speziell Doro mit ihrem Aberglauben hat mich persönlich sehr genervt. Die Figur Paul wird mir wohl ein Rätsel bleiben, denn seinen Wandel konnte ich als Leser einfach nicht nachvollziehen. Ansonsten blieben viele einfach nur sehr oberflächlich beschrieben und jeder Charakter deckte irgendwie ein Klischee ab.

Die Idee mit dem Mittelalterrollenspiel hat mir sehr gut gefallen, die anfänglich beschriebenen Szenen machten mich auch neugierig und gut fand ich auch, dass mittelalterliche Namen und die Sprache zum Einsatz kamen. Leider wird dies nicht konstant durchgehalten. Des Weiteren hatte ich doch sehr große Schwierigkeiten ins Buch zu finden, die erste Hälfte zog sich für mich ganz schön in die Länge und ich fragte mich: "Wann passiert denn nun endlich mal etwas Spannendes?" Erst ab der Mitte des Buches zieht das Tempo dann sehr stark an und es wird endlich interessant. Nun konnte man sich auch ein wenig gruseln.

Nicht gut fand ich die ständigen Einblendungen der Gedanken der Protagonisten, da ich mich so im Lesefluss gestört fühlte und diese nicht wirklich zur Handlung beigetragen haben.

Schade fand ich, dass die Story um Iris und Simon nur am Rande erwähnt wird. Hier hätte die Autorin viel mehr Möglichkeiten gehabt Spannung aufzubauen und für mein Empfinden hätte das Teil der Haupthandlung sein müssen. Auch die Entwicklungen zwischen Iris und Bastian und Simon als deren Gegenspieler hätte man ausführlicher schildern können.

Das Ende ist zwar durchaus spannend, wirkte für mich aber zu sehr konstruiert und an den Haaren herbei gezogen. Die Handlungen der Akteure kann man einfach nicht nachvollziehen, ich fühlte mich eher an Lemminge erinnert und nicht an denkende Menschen. Vieles war auch leicht zu durchschauen und beim Lesen hat man öfter gedacht, das und das muss jetzt passieren und genau das kam auch. Es fehlte für solch ein Buch einfach ein konstant gehaltener Spannungsbogen.

Fazit: Abschließend betrachtet hat mir das Buch zwar ganz gut gefallen, konnte mich aber nicht so sehr überzeugen wie "Erebos". Daher kann ich es nur bedingt weiterempfehlen. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch.

Bewertung: 3,5/ 5 Sternen
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