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Kundenrezension

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dein Glaube - Mein Glaube: Unterschiedliche Arten zu glauben., 18. August 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Damit ihr mich nicht vergesst: Die wahre Geschichte eines letzten Wunsches (Gebundene Ausgabe)
Der Eine war ein schwieriges Kind, ein straffälliger Jugendlicher, der die Schule ohne Abschluss abgebrochen hatte, der mit Autodiebstahl anfing, und mit bewaffneten Raubüberfällen weitermachte. Ins Gefängnis kam er jedoch, weil er durch seine Lügen, die eigentlich dazu dienen sollten eine Belohnung einzustreichen, die Polizei davon überzeugt, dass er Augezeuge eines Mordes war! Sieben Jahre Knast für eine Tat, die er nicht begangen hat.

Der Andere war ein Rebbe, der singende Rebbe, der immer ein Lied vor sich hin trällerte, der beim ersten Mal auf dem Rabbinerseminar gescheitert war, der dennoch nicht aufgegeben hat, und beim zweiten Mal hervorragende Leistungen brachte. Der mit Kindern umzugehen wußte, und auch im Ruhestand bei seiner Gemeinde blieb, und nicht ins warme Florida zog. Jemand für den der Glaube ausschlaggebend war, um mit sich selbst in Frieden zu leben.

Daneben erfährt der Leser auch so manches aus dem Leben von Mitch Albom selber.

Mitch Albom beschreibt in seinem neuesten Buch wie aus Henry Covington ein Mann Gottes wurde, der sich in der I am My Brother's Keeper Church unter anderem für Obdachlose, ehemalige Drogensüchtige und andere verlorene Gestalten einsetzt, und wie der Rebbe ihn, Mitch Albom, dazu gebracht hat, sich mit dem Glauben zu beschäftigen. Der Rebbe hatte ihn damit beauftragt, nach seinem Tod eine Trauerrede zu halten. Damit Mitch Albom diese Aufgabe erfüllen kann, treffen sich die beiden Männer des Öfteren. Zunächst hat diese Beschäftigung den Charakter einer Pflicht, einer Art Hausarbeit, die man halt so hinter sich bringt. So nach und nach ändert sich jedoch Einstellung des Autors. Bei den Treffen lachen und weinen die beiden Männer, debattieren die großen und kleinen Ideen, und Mitch Albom findet dabei nicht nur den kleinen Bub wieder, der er einst war.

Das Buch setzt sich aus relativ kurzen Kapiteln zusammen. Abwechselnd wird aus dem Leben des Rebbe, des Henry Covington sowie Autobiographisches von Mitch Albom selber erzählt. Locker und leicht geschrieben, allerdings hatte ich manchmal auch das Gefühl, dass es ein bisschen zu viel des Guten ist. Zuviel Friede, Freude, Eierkuchen. Ein Loblied auf den Glauben, egal welchen Glauben. "Man soll an die Richtigkeit der eigenen Überzeugung glauben, aber zugleich bescheiden genug sein, um einzuräumen, dass wir nicht alles wissen. Und da wir nicht alles wissen, müssen wir akzeptieren, dass andere Menschen etwas anderes glauben." Meint der Rebbe. (187) Ein Loblied auch auf die Tolerierung von anderen Glaubensrichtungen.

Kritisches wird häufig nur gestreift. Ein Beispiel: der Leser erfährt zwar, dass Mitch Albom selber eine Christin zur Frau genommen hat, daraus entstehende Differenzen werden jedoch nicht thematisiert. "Und obwohl meine Frau manchmal sagt: 'So anders sind wir doch gar nicht, ich glaube auch an das Alte Testament' haben wir eben doch einen unterschiedlichen Hintergrund." Schreibt Mitch Albom. (171) Genau da fängt es eigentlich an spannend zu werden. Beim unterschiedlichen Hintergrund. Ich würde doch zu gerne sagen WARUM Mitch Alboms Frau dies MANCHMAL sagt. Leider geht der Autor darauf jedoch nicht näher ein. Stattdessen kehrt er zurück zur Wir-haben-uns-lieb-Einstellung des Rebbe. Übertrieben ausgedrückt. Natürlich ist Toleranz wichtig. Persönlich hätte ich lieber etwas mehr über die Diskussionen und Differenzen gehört, die sich aus einem unterschiedlichen religiösen Hintergrund ergeben.

Kurz und gut: ein bisschen weniger Weichspüler, ein bisschen mehr kritischen Inhalt, und das Buch hätte mir besser gefallen. So fand ich es eher trivial und oberflächlich. Fast hatte ich den Eindruck, dass ein Autor seine Popularität nutzen wollte, um noch ein wenig Geld zu verdienen. Insbesondere sein Buch über die Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen hat mir besser gefallen.

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Lesetipp für all diejenigen, die gut Englisch sprechen: The Five Jerks You Meet on Earth: An Unauthorized Parody von Ray Zardetto :)
Und wer sich mehr für das Thema Glauben interessiert, den könnte vielleicht die Auslegung der Zehn Gebote: Anspruch und Herausforderung des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein interessieren.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 14.11.2012 17:47:06 GMT+01:00
Ich schliesse mich gerne den Worten von Andrea Koßmann an:

Es handelt sich bei diesem Roman um eine sehr tiefgehende Geschichte, die man nicht 'mal eben so' lesen kann. Man muss ein wenig zwischen den Zeilen lesen und wie bei allen Albom-Romanen wird man sich auch nach dem Lesen dieser Geschichte am Ende seine eigenen Gedanken dazu machen und sicher noch eine zeitlang darüber nachdenken ...
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