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Kundenrezension

5 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein "perfekter Film" ist anders!, 8. Oktober 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Carnival of Souls - Special Edition [2 DVDs] (DVD)
Ich bin ein Freund alter Filme, daher nicht abgeneigt mal einen Film noir anzugucken. Habe mir vorher auch die Hintergründe und Rezensionen zu "Carnival of Souls" durchgelesen und versprach mir von dem Film doch ein Quäntchen Professionalität und Unterhaltung. Leider wurde ich enttäuscht. Warum? Dies möchte ich hier etwas genauer erläutern.

Positiv:
- es gibt einige schöne Kameraeinstellungen
- Schnitt und Beleuchtung sind für die damalige Zeit recht interessant
- Platzierung von Schriften in Vor- und Abspann ist sehr gelungen
- Toller Horroreffekt, als die Protagonistin plötzlich nichts mehr hört und sämtliche Umweltgeräusche verschwinden und sie von ihren Mitmenschen nicht wahrgenommen wird

Negativ:
- schrecklich monotone, grelle und eintönige Musikuntermalung die einem nach kürzester Zeit auf die Nerven geht
- kein Spannungsbogen im Aufbau der Handlung
- schlechte Schauspieler (auch für die damalige Zeit)
- dümmliche und unrealistische Dialoge, Menschen, die sich bei Gesprächen nicht anblicken oder von einander wegdrehen
- Atmosphäre will nicht zünden, kein Grusel
- Schlecht gezeichnete Charakterbilder, oberflächlich und unsympathisch
- Schlecht geschminkte Geister, hier auch wieder kein Gruseleffekt

Manche mögen diesen Streifen als "perfekten Film" anpreisen, ich kann mich da leider nicht anschließen. Die Story wird mehr als dürftig erzählt und verliert durch misslungenen Schnitt (zum Ende hin) und grauenvolle musikalische, wie auch sprachliche Vertonung schnell ihren sowieso schon dürftigen Reiz. Die Darsteller spielen hölzern, sprechen merkwürdig gezwungen und unglaubwürdig und die Inhalte der Dialoge lassen noch mehr zu wünschen übrig. Dadurch wird die gesamte Stimmung und Atmosphäre, die den Film offenbar tragen sollte, in den Wind geschossen. Leider wird dem Zuschauer auch schnell klar, wie der Film wohl enden wird, und so kann man getrost nach der Hälfte ausschalten. Selbst in den letzten 10 Minuten des Films, wenn man endlich einen kleinen Anstieg der Spannung erwartet, passiert nichts. Orgelmusik (der Soundtrack ist übrigens zu 99% NUR mit einer Orgel eingespielt worden, was wohl auf den Beruf der Hauptfigur - Organistin - zurück zu führen ist, jedoch keinen Sinn für mich ergibt) krächzt dermaßen eintönig und grell durch die Lautsprecher des Fernsehapparats, dass man die Lautstärke herunterdrehen möchte. Die Hauptdarstellerin, taumelt (wohl schon benommen vom Soundtrack) durch die letzten Einstellungen und versucht durch willkürliche Angstschreie dem Betrachter Gänsehaut über den Rücken zu jagen. Dies hat vielleicht vor 50 Jahren bei einem geringen Teil der Audienz funktioniert, verliert sich heute jedoch zunehmends in Lächerlichkeit.

Mir ist bewusst, dass "Carnival of Souls" ein no-budget-Film ist und in sehr kurzer Zeit nach den Regeln der 60er Jahre gedreht wurde, aber das ist noch lange kein Grund ihn in Schutz zu nehmen. Ich habe mir Mühe gegeben ihn mit den Augen eines damaligen Zuschauers zu sehen, doch dies war nur bedingt möglich. An den Stellen, an denen er glänzen möchte, oder sollte, versagt der Streifen und hinterlässt leider nur einen sehr laienhaften Eindruck. Ich rate allen lieber zu guten alten Hitchcock-Streifen (oder ähnlichem) zu greifen. Diese kann man zwar wegen des Budgets und der längeren Dreh- und Bearbeitungszeit des Films nicht richtig miteinander vergleichen, jedoch sind sie genau deswegen um Längen besser und hinterlassen keinen fahlen Nachgeschmack wie dieser beim Zuschauer.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.05.2014 15:59:56 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.05.2014 16:01:07 GMT+02:00
Jens W. meint:
Hey Max, kann deiner Kritik leider Null zustimmen.

1. Wer hat gesagt, dies sei ein perfekter Film?
2. Das alle Akteure Laienschauspieler sind dürfte für einen Low Budget ja wohl keine Überraschung sein, oder??
3. Schlecht geschminkt, naja wenn du 1962, in 2 Wochen einen Horrorfilm drehst, will ich dein Ergebnis mal sehen
4. Die sogenannte nervige Musik ist ja der Spannungsträger im Film ??!
5. Der Film hat irgendwas, eine angestaubte, aber auch wohlige Gruselatmosphäre, und dieses Gefühl habe ich nicht allein

Also, man kann auch alles schlechtreden, für seine Zeit und Machart ist er wirklich sehr gut !!

Veröffentlicht am 22.05.2014 11:37:39 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 21.06.2014 11:50:27 GMT+02:00]
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