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Kundenrezension

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für JEDEN Arzt und JEDEN Vormundschaftsrichter!, 6. März 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wie wollen wir sterben?: Ein ärztliches Plädoyer für eine neue Sterbekultur in Zeiten der Hochleistungsmedizin (Gebundene Ausgabe)
Michael de Ridder; Humanist und Arzt (Internist), Chefarzt der Rettungsstelle eines Berliner Krankenhauses und Vorsitzender einer Stiftung für Palliativmedizin, sagt: "Die Würde des Menschen, sein Recht auf Selbstbestimmung muss auch und gerade bei unheilbar kranken und alten Menschen respektiert und gewahrt bleiben. .... Alles andere ist Körperverletzung!"

Auf Michael de Ridder bin ich in einem STERN- oder SPIEGEL-Artikel im Jahr 2006 oder 2008 aufmerksam geworden. Leider stehen Menschen wie Michael de Ridder nicht unbedingt im medialen Vordergrund. Auf solche Veröffentlichungen (wie dieses Buch) stößt man aber oftmals erst, wenn Ratlosigkeit herrscht und eigentlich die Zeit drängt. Ich rate aber jedem, der in naher Zukunft einen sterbenden Angehörigen zu begleiten hat oder für die Zukunft (eventuell auch die eigene) gewappnet sein will, Interesse am Thema, Zitat "Sterbekultur in Zeiten der Höchstleistungsmedizin" zu entwickeln.
Unwissenheit bei Ärzten, Unsicherheiten bezüglichen der rechtlichen Lage und Arroganz der sogenannten Götter in Weiß in Verbindung mit den Möglichkeiten des medizinisch Machbaren (aber der nicht immer sinnvollen oder gar selbst gewollten Möglichkeiten der Hochleistungsmedizin) lassen angehörige oft hilflos zurück. Dazu kommt eine ebensolche Profilierungssucht und Eitelkeit in Verbindung mit Unwissen bei den Vormundschaftsrichtern. Der Prozentsatz der Unwissenden ist erschreckend hoch! Wenn die Angehörigen nicht sattelfest, wissend und ihrer Sache sicher sind, haben sie verloren. Und der Patient oder der zu betreuende Sterbende gleich mit! Nichts zu tun und nichts zu wissen und stattdessen nur geschehen zu lassen ist in diesen Momenten für Angehörige und Betroffene das Falscheste und Schädlichste, was ihnen passieren kann.

Der Autor gibt dem Leser einen Einblick in seinen beruflichen Werdegang, der immer wieder mit Fällen der Sterbebetreuung einhergeht. Er zeigt dabei ungewollte Fehler und bewusst sinnlose Maßnahmen durch Kollegen seines Berufsstandes anhand zahlreicher authentischer Fälle auf und erläutert dabei auch die medizinische Seite und den rechtlichen Hintergrund. Nicht zuletzt wird dem Leser bewusst gemacht, daß die Pflege schwerstkranker Patienten, alter Menschen und Sterbender ein höchst profitables Geschäft ist. Es gipfelt in der Aussage anhand eines Fallbeispiels: "...die Pflege von Wachkomapatienten - eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme?"
Jeder, der einen schwerstkranken und/oder sterbenden Patienten oder einen alten Menschen während der Pflege und im Sterben begleiten will oder seine Leiden lindern möchte, kommt an Sachbüchern wie diesem nicht vorbei. Man muss in das höchstprofitable Geschäft einer unmenschlichen Sterbebegleitung nicht einsteigen. Mit Wissen und Selbstbewusstsein kann man sich dagegen zumindest als Angehöriger wehren.

Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre für Ärzte, Pflegemitarbeiter und Vormundschaftsrichter werden. Aber was will man verlangen, wenn schon Notärzte mit Typ 1-Diabetikern/Insulin-Pumpenträgern überfordert sind? Und was will man schon verlangen, wenn Ärzte sich nicht einmal eingestehen, daß auch sie nicht alles wissen können und den Rat eines oder die Mit- oder Weiterbehandlung durch einen Kollegen benötigen? Das eigene Ego steht oftmals fatal im Vordergrund. Leider. Und nicht zu vergessen: Egal ob niedergelassener oder Krankenhausarzt, der Arzt ist mit allem was er tut, ein Wirtschaftsfaktor. Dazu braucht er am Leben gehaltene Sterbende und chronisch Kranke, denen man im Vorfeld entgegen jeder Logik Maßnahmen zum Vermeiden von Folgekrankheiten vorenthalten hat. Menschen die nicht sterben dürfen und chronisch Kranke, die am besten in jedem Quartal wiederkommen (müssen), sind sichere Einnahmequellen

"Die Fortschritte der Medizin sind ungeheuer; man ist sich seines Todes nicht mehr sicher" (Hermann Kesten)
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