flip flip flip Hier klicken Jetzt informieren PR Evergreen Cloud Drive Photos Learn More HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited AmazonMusicUnlimited BundesligaLive

Kundenrezension

am 8. Mai 2007
Das beste Laufbuch, dass ich je gelesen habe. Sehr gut, von sehr fundierten Trainingsempfehlungen für jeden Läufertyp über Kräftigungs- und Dehnungsübungen bis zur Ernährung und auch Hintergrundwissen (Ausräumen zahlreicher klassischer Mythen) und moralische Motivation zum Laufen (z.B. Liste der klassischen Ausreden). Danke für diese hervorragende Trainingshilfe.

Aber:

Das Kapitel über Hunde und Laufen hat bei mir blankes Entsetzen hervorgerufen, vor allem weil es von einem diplomierten Biologen verfasst wurde :(

Man muss dazu sagen, dass wir 5 Hunde haben und ich auf einige Jahre aktive Hundearbeit und auch auf zahlreiche Erfahrungen mit Problemfällen zurückblicken darf.

Die Aussage des Buches "Angriff ist die beste Verteidigung" sollte man lieber nicht in die Praxis umsetzen.

Dazu ein Beispiel:

Neulich traf ich kurz vor Mitternacht in dunkelster Dunkelheit auf einer einsamen Straße auf einen Mann mit einem jungen Boxerrüden. Klar ist: es war dunkel und ich lief schnurtracks auf sein Herrchen zu. Da das auch noch ziemlich zum Ende meiner Trainingseinheit war, roch ich entsprechend intensiv nach Schweiß.

Alles in allem eine für den Hund äußerst schwer einzustufende Situation.

Also ging ich in Schrittgeschwindigkeit über und ging ohne weitere Massnahmen munter weiter. Der Hund blieb einige Meter vor seinem Herrchen stehen und wartete. Ich ging ruhig weiter, bis ich auf seiner Höhe war. Dann blieb ich stehen, hielt ihm langsam meinen Handrücken entgegen und sprach langsam und mit leiser Stimme. Dabei habe ich ihn nicht fixiert, sondern an ihm vorbeigesehen. Der Hund hat schnell bemerkt, dass ich keine Bedrohung bin und ist weitergelaufen.

Das Buch empfiehlt: Da der Hund ein Rudeltier ist sollte man ihm zeigen, wer die Hosen anhat. Ihn also fixieren, die Jacke aufreißen, sich groß machen und ihn anbrüllen.

Das hätte wohl bei diesem Hund unweigerlich dazu geführt, dass er eine äußerst schlechte Erfahrung mit Joggern gemacht hätte, die ihn für sein Leben geprägt hätte. Ich wäre mit verantwortlich dafür gewesen, dass es einen Hund mehr gibt, der Jogger nicht mag. Mein Verhalten hat ihm jedoch gezeigt, dass Jogger uninteressant sind. Das beste Ergebnis, für beide Seiten!

Der Hund ist ein Rudeltier, ja, aber wird ganz bestimmt nicht jeden beliebigen Fremden als Alphatier akzeptieren, nur weil der ihn dumm anmacht. im Gegenteil könnte das ganz beunruhigende Reaktionen provozieren.

Also: bitte dieses Buch kaufen, und dieses Kapitel ignorieren :-)
78 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|22 Kommentare|Missbrauch melden| Permalink

Produktdetails

4,5 von 5 Sternen
83
24,99 €+ 3,00 € Versandkosten