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Kundenrezension

TOP 1000 REZENSENTam 5. Mai 2014
Die Art Rezension, die ich eigentlich schreiben wollte, hat Thomas Knackstedt hier schon so prima vorgelegt, dass ich es lieber gleich - mit einer auf ihn verweisenden Leseempfehlung - bleiben lasse.

Ich möchte also eher ein Plädoyer für einen Film verfassen, durch reichliches Stöbern im Netz allerdings mit der gewonnenen Erkenntnis:
Wenn man in einem Thriller überwiegend Action erwartet, wenn einen Brit Marling ganz speziell und allgemein die schlichte Erwähnung des Wortes Ökologie zu Gähnanfällen verleitet, man auf die bloße Andeutung einer Beziehungsgeschichte allergisch reagiert oder einfach alles schon einmal gesehen hat, sollte man sich 'The East' sicher sparen.

'The East' ist eher etwas für Neugierige, und - so behaupte ich jetzt mal kühn - KEIN Ökothriller.
Eher schon ein Religionsthriller. Wer bereit ist zu suchen, wird mit der Arroganz zwar nur eine der Todsünden vorfinden, aber ansonsten mehr religöse Verweise als in 'Sieben': Alexander Skarsgard ist in einigen Szenen als Jesus inszeniert. Eine bekannte Parabel für Himmel und Hölle wird mit einem Abendmahl visualisiert, die Erkenntnis mit dem Biss in den Apfel, die Aufnahme in die Gemeinschaft mit einer Waschung im Fluss. Und das Leitmotiv der 'östlichen' Terroristen lautet 'Auge um Auge'.

Kontrastierend hierzu die frappierende Aktualität: Was macht man mit seinen Erkenntnissen, wenn diese die Illegalität des Systems aufdecken? Gefährdet man diejenigen, die ihm (gutgläubig) dienen? 'The East' ist also auch ganz wesentlich ein Film zu Wikileaks und (zum Zeitpunkt der Dreharbeiten geradezu prophetisch) Edward Snowden. Und was weiß man überhaupt über kommerzielle Geheimdienste? Erstaunlicherweise wird zwar durchaus oft angemerkt, dass der Film scheinbar mit (linken/ökologischen/anarchistischen) Aktivisten sympathisiere, nirgendwo jedoch, dass dies auf eine sehr konservative Art geschieht. Das mag nicht unbedingt gefallen, äußerst ungewöhnlich ist es allemal; vielleicht erklärt sich die relative Unbekanntheit des Filmes ja auch aus dieser Unbequemlichkeit.

Über den formalen Aufbau von 'The East' bin ich mir noch nicht ganz klar geworden. Von David Lynch und Kim Ki-Duk sensibilisiert, glaubte ich als Motiv eine Möbius-Schleife zu erkennen: Die Dinge kehren zu ihrem Ausgangspunkt zurück, verkehren sich dabei aber. Andererseits sind z.B. Heimkehr, Wiedersehen mit dem Vater oder wiederholte Gebete jetzt nicht so außergewöhnlich. Kaum verwerfe ich meine Theorie als zu verkopft, fallen mir beim wiederholten Anschauen einzelner Szenen die hingetupften Klaviertöne auf, Arvo Pärts 'Spiegel im Spiegel' ...

Nein, 'The East' ist weder Ökothriller noch ein perfekter Film. Aber, wie ich finde, großes Kino, das einen nachhaltig beschäftigt - wenn man es denn zulässt.
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