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Kundenrezension

am 6. Februar 2011
"Freude, schöner Götterfunken - jeder kennt den Schlußchor von Beethovens neunter Symphonie. Doch wer kennt seine Geschichte?" Diese Worte stehen auf dem Umschlag und versprechen eine intensive Beschäftigung mit einem weitbekannten und doch eigentlich unbekannten musikalischen Werk.

Also beginnen wir gespannt zu lesen, und folgen gleich zu Beginn dem jungen Beethoven, der das von ihm verehrte schillersche Gedicht vertonen möchte und dies doch nicht gleich tun darf - denn Schillers Gedichte, die Worte des Aufrührers, sind verboten und verbannt. Erst Jahrzehnte später dann - im Rahmen seiner letzten Symphonie - darf Beethoven den Jugendwunsch umsetzen und erschafft damit ein großes Werk, in dem Instrumentierung und Chor in gänzlich neuer Weise zusammengreifen und die Zeitgenossen überfordern. Es wird wieder Jahrzehnte dauern, bis das Werk als 'angenehm' oder 'bewegend' empfunden und auch in den Konzerthäusern aufgeführt wird (anstatt, wie zuvor, den letzten Satz der Neunten einfach auszulassen).

Dann lesen wir über Schiller - und spüren den Worten des Freudengedichtes nach. War Freude gemeint - oder sollte doch eher 'Freiheit' an der Stelle im Gedicht stehen? War es ein Trinklied oder das Lied eines versteckten Freimaurers? Dieter Hildebrandt deckt allerlei Bekanntes auf aber auch viele unbekannten Details, es ist eine Freude, Schiller hier noch einmal zu begegnen.

Die Rezeptionsgeschichte und Gedanken zu einzelnen Partien des Schlußsatzes, das alles war herrlich zu lesen, gebildet, gut recherchiert. Ich persönlich finde Dieter Hildebrandts Stil manchmal etwas zu vollmundig oder gezwungen: da schwankt Schiller 'zwischen Hunger und Herzog, zwischen Schuldturm und Schikane'... oder Beethoven ist Feuersbrunst, Dämon, Himmelssturm... solche Worte unterstreichen für mich nicht das Gesagte, sondern lenken meinen Blick aus dem Inhalt auf die Worte - etwas, das ich als künstlich empfinde. Das ist aber bitteschön als Kritik auf einem hohen Niveau zu verstehen - will sagen: dies kann eigentlich gar nicht als wirkliche Kritik aufgefasst werden, da das Gesamtwerk wirklich ein wunderbares Niveau besitzt.

Einen Stern Abzug gab es von mir nur für die Schlusskapitel, in denen ein Feldzug gegen Furtwängler veranstaltet wird und 'Clockwork Orange' und die darin auftauchende Rolle der Neunten als Folterwerkzeug ausdrücklich gelobt wird. Beides kann ich in dieser Ausschließlichkeit nicht nachvollziehen und empfand ich geradezu als Bruch - denn die vorangehenden Kapitel hatten dem Leser stets beide Seiten der Medaillen gezeigt.

Insgesamt also von mir ein großes Lob auf ein wunderbar anregendes Buch - mit einem kleinen Abzug für die letzten beiden Kapitel.
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