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Kundenrezension

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Quellwolken über Tython, 6. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star Wars Comics, Bd. 72: Dawn of the Jedi I - Machtsturm (Taschenbuch)
- Der Inhalt -

Jahrtausende vor der Gründung der alten Republik herrschen die machtsensitiven Rakata mit eiserner Faust über weite Gebiete der Galaxis. Keine der großen Spezies der galaktischen Antike war in der Lage ihnen Stand zu halten. Die Gree wurden zurückgedrängt, die Kwa beinahe vernichtet. Hunderte Spezies wurden versklavt und Machtempfängliche werden von den Rakata entführt und in ein Leben als besonders wertvolle Sklaven gezwungen. Nun haben die Rakata auch den Planeten Tatooine eingenommen und rächen sich für die Gegenwehr der rebellischen Bevölkerung mit der Verwandlung des einstmals blühenden Paradieses in eine harsche Wüste aus Sand und Stein. Doch im Tiefkern der Galaxis könnte eine noch deutlich fettere Beute lauern und so bricht ein Scoutschiff der Rakata, mit dem Machthund Xesh und dessen Meister an Bord, genau dorthin auf...

Im Tiefkern liegt auch das Tython-System, mit dem namensgebenden Planeten Tython als zentralen Planeten. Vor Äonen hat eine unbekannte Macht dutzende Mystiker, Philosophen und Krieger hierhergebracht, die alle ein mysteriöses Energiefeld entdeckt hatten, dass alles Lebende miteinander verbindet. Die Entdecker der Macht wurden hier vor den Rakata verborgen. Doch über die Jahrtausende ist die Bevölkerung extrem angewachsen und nicht jeder Sprössling der alten Siedler erwies sich empfänglich für die Macht. Entsprechend wurden auch die restlichen Welten des System besiedelt und schufen ihre eigenen Kulturen. Vor etwa einem Jahrzehnt verbanden sich vieler dieser Welten jedoch unter Königin Hadyia, um der Vormachtstellung der auf Tython residierenden Je'daii ein Ende zu setzen. Der Krieg war verlustreich und hat die Verhältnisse zwischen den Welten deutlich angespannt...

Genau jetzt legt das Schiff der Rakata auf Tython eine Bruchlandung hin und macht die Je'daii mit einer ihrer mächtigsten Waffen bekannt...

- Eine neue Ära -

Als John Ostrander und Jan Duursema die Dawn of the Jedi-Ära schufen betraten sie gänzliches Neuland. Niemand zuvor hatte es gewagt in diesen unbekannten Raum der alten Kontinuität vorzustoßen. Zwar war man über Vergangenheitsbezüge wie aus den Knights of the Old Republic-Videospielen über die Existenz der Rakata unterrichtet und Gree wie Kwa stießen über die Jahre als große Völker hinzu, doch eine Geschichte aus der Zeit als Hyperraumantriebe noch eine Seltenheit waren hatte niemand je gewagt. Ausgerechnet in einer Zeit als The Old Republic ein Schlaglicht auf die Relikte der Gree und das Vermächtnis der Rakata warf, entschied man sich in unbekanntes Terrain vorzustoßen.

Die Gründung des Jedi-Ordens ist eine Geschichte, die selbst in der Vielzahl an Guides immer nur gestriffen wurde. Philosophen und Mystiker galten jahrelang als Ahnherrn des späteren Jedi-Ordens und auf eine gewisse Weise fängt Dawn of the Jedi diese Vorstellung auch ein. Doch wie in vielen Werken der späten Jahre des alten Erweiterten Universums bzw. der Nach-Mortis Epoche im alten EU sieht auch Dawn of the Jedi eine quasigöttliche Intervention vor, die zur Formierung der ersten organisierten Hüter des Gleichgewichts der Macht führte. Man könnte spekulieren, ob es nicht die Celestials (Vater, Sohn und Tochter) waren, deren Geschichte im Roman Apokalypse sogar noch weiter ausgeführt wurde, welche die Tho Yors (jene fliegenden Pyramidenschiffe, in denen sich auch Mortis verstecken könnte) entsandten, um die künftigen Je'daii vor den Rakata zu retten.

Um hier den Kontext zu formulieren. Nach Apocalypse lebten die großen Völker der galaktischen Urzeit (Rakata, Gree, Kwa und Killiks) friedlich zusammen, ehe die Rakata gegen die Celestials rebellierten und den Göttern der Macht praktisch das Feuer stahlen. Doch anstatt es zu verbreiten, nutzten sie es, um selbst zu den Herren der Galaxis zu werden. Die Killiks wurden vertrieben, die Kwa beinahe abgeschlachtet und die Gree in ihre Kernsysteme zurückgedrängt. Und die Celestials? Verzogen sich nach Mortis. Dass die in Apocalypse so formulierten Ereignisse natürlich gelogen sein könnten bzw. vom Standpunkt des Betrachters abhängen (dem viel benutzten Obi-Wan-Zitat) ist möglich, schließlich stammen die Schilderungen von den Killiks und sind auch für diese eine Legende. Braucht die Macht gottähnliche Wesen? Mortis ist mit dem Rest von TCW zwar im April 2014 Kanon geworden, doch die Schilderungen zur wahren Natur der mysteriösen Machtwesen nicht. Das neue EU bietet demnach ab 2015 die Chance andere Erklärungen zu finden.

Neben diesen geschichtlichen Aspekten war jedoch vor allem die Urgeschichte des Jedi-Ordens, das wirklich interessante am Projekt Dawn of the Jedi. Eine Geschichte, die allerdings wie der Rest des EU und sein direkter Umfeld viel mit Retcons und allerlei Widersprüchen zu kämpfen hatte. Auch ein Grund, warum sich durchaus freundliche Worte für eine künftige Top-Down-Verwaltung des EUs durch die Story Group finden lassen. Immerhin erwähnt auch das MMO The Old Republic die Gründung des Jedi-Ordens und verwendet dabei Charaktere, von denen nur ein einziger im Verlauf von Dawn of the Jedi vorkommt und das ist ausgerechnet der vermutlich älteste aller Beteiligten.

Einen Proto-Jedi Orden zu erschaffen kam auch mit der Aufgabe, diesen möglichst anders als seinen Nachfolger zu gestalten. Dabei dürfte sich auch die Auflage eingeschlichen haben den Je'daii Orden als Ausgangspunkt für den Sith- UND Jedi-Orden zu etablieren. Beide Ordensphilosophien sollten also bei den Je'daii ihren Ausgang finden. Auch wieder ein Aspekt des alten EUs, der mit Irrungen und Verwirrungen für heilloses Chaos sorgen konnte und Retcons immer wieder nötig machte. Neben gefühlten 10 Schismen trieben sich in Jahrtausenden alter SW-Geschichte Legionen von Lettow, Ajunta Palls dunkle Jedi, Sith-Könige und noch andere mir entfallende Gruppierungen herum, die fast alle kein einziges Mal in einem Roman oder Comic verwendet wurden. Dennoch waren alle EU-Macher vor 2014 daran gebunden auch diese komplett chaotisch anmutende Chronologie zu berücksichtigen und vielleicht auch noch zu verwenden. Die Schuld daran lag imho auch daran, dass praktisch jeder RPG-Guide und jeder Essential Guide seit Anbeginn der Zeit versucht dem Universum etwas hinzuzufügen und hier eine Ebene schuf, die selbst aktivsten Roman- und Comiclesern völlig entgangen sein könnte. Inquisitoren wie sie in Rebels künftig Verwendung finden dürften waren auch eine kuriose Erscheinung der Guides, die dann durchaus in einigen Jugendbüchern (Last of the Jedi) und Coruscant Nights Verwendung fanden. Doch dann gab es auch Gruppen wie Palpatines dunkle Jedi, COMPNOR, Propheten der dunklen Seite und mehr. Der Versuch eine Reihe zu erschaffen, die fernab ausgetretener Pfade, einerseits die alte Ordnung respektieren und zugleich etwas völlig neu erschaffen sollte, das zu einer neuen Kontinuität hätte beitragen können wäre jedenfalls als gescheitert anzusehen, sollte es überhaupt je ein solcher gewesen sein.

Was von Dawn of the Jedi bleibt sind Ideen und Konzepte, die es vielleicht sogar irgendwann in ein neues kohärenteres Erweitertes Star Wars-Universum schaffen könnten.

- Der Inhalt, die Reihe, die Charaktere -

'Machtsturm' erzählt die Geschichte der Ankunft des Machthundes Xesh auf Tython und die Ereignisse die darauf folgten. Xeshs Mission ist jedoch nur der Vorbote einer drohenden Rakata-Invasion und eines Kataklysmus, der den Je'daii Orden auf immer verändern wird. Viele Rätsel werden im Laufe der folgenden beiden Sonderbände gelöst, andere leider nicht. Die Reihe endet dann schlussendlich wohl einige Jahre vor den aus Old Republic bekannten Machtkriegen, welche der Gründung des echten Jedi Ordens folgten.

Der erste Band führt uns erst einmal in die Geschichte des Tython-Systems und die etwas ungewohnten Praktikten der Je'daii ein. Ein mit freien Oberkörper trainierender Frauenschwarm, der mit einem Macht-Kugelblitz experimentiert? Hallo Sek'nos Rath, Angehöriger der Sith-Spezies und jüngster Abkömmling einer Reihe legendärer Je'daii. Ja Dawn of the Jedi ist anders und hat neben den voluminösen Oberweiten, welche zu Jan Duursemas Zeichenstil gehören zu scheinen, diesmal auch männliches Eye Candy zu bieten. Neben dem strahlenden Ritter mit freien Oberkörper gehören dann auch zwei Damen zur Kerngruppe von Je'daii Anwärtern, um die es zu gehen scheint. Die von Dathomir stammende Shae Koda steht Sek'nos ist eine der aussichtsreichsten jungen Alchemistinnen des Ordens und ebenfalls sehr kampfstark. Die dritte im Bunde ist allerdings Tasha Ryo, Tochter einer Je'daii Meisterin und eines Verbrecherfürsten, die sich nicht nur weigert in die Fußstapfen des ansonsten erbenlosen Vaters zu treten, sondern auch auf den Gebrauch eines Schwertes verzichtet. Alle drei werden zur ersten Begegnung des Machthundes auf Tython.

Natürlich, Machtsturm ist der erste Band der Reihe und Duursema und Ostrander haben alle Hände voll zu tun ihre drei Helden einzuführen und einen umfangreichen Cast an Nebendarstellern aufzustellen. Doch manchmal wirken diese Nebendarsteller interessanter als die eigentlichen Helden der Geschichte. So zum Beispiel der in seiner Karriere als Ranger stecken gebliebene Hawk Ryo, Bruder des Verbrecherfürsten Baron Volnos Ryo und Onkel Tasha Ryos. Der Je'daii wird sich im Laufe der Serie sogar zunehmend in Richtung eines der Hauptcharaktere entwickeln und einer der wohl wichtigsten Je'daii wird einem in Machtsturm auch nur kursorisch vorgestellt.

Zwischen meiner ersten Lektüre und dem Datum dieser Rezension liegen zwar bereits über 2 Jahre, doch mein ursprünglicher Eindruck der Geschichte hat sich eigentlich nur verfestigt. 'Machtsturm' schafft sich einen Ensemble-Cast in welchem oft nicht mehr zu unterscheiden ist, wer nun in der ersten Reihe spielt und wer nicht. Das Gewicht welches die Reihe immer wieder auch schon derart früh auf Nebendarsteller liegt trägt vorwiegend zur Irritation des Lesers bei, der sich fragt, wer nun überhaupt wichtig ist? Ein ähnliches Problem hatten Ostrander und Duursema zuletzt gegen Ende von Star Wars Legacy, als die Zahl der Nebenhandlungen sich regelrecht überschlug und am Ende nicht mehr alle losen Fäden aufgegriffen werden konnten. Zuviel Zeit mit Nebencharakteren zu verbringen, mag in Serien mit höheren Heftzahlen ein netter Fan-Service sein, doch bereits zu Beginn damit anzufangen hat der Reihe in meinen Augen eher geschadet.

Bei der Einführung der Charaktere hat man sich zwar auf die aus Legacy bekannten Graubereiche verlassen, was durchaus zur Je'daii-Philosophie passt, aber angesichts der schieren Menge an Charakteren die in die erste Reihe drängen eine Menge loser Fäden geschaffen, welcher das Autoren-Duo kaum noch habhaft werden konnte. Was eine Serie wie Game of Thrones bewältigen vermag, in einem Comic fehlt der Raum dafür.

- Resümee -

Was die Feinheiten der Je'daii Philosophie und die Eigenheiten des Ordens anbelangt ist der Dawn of the Jedi-Roman Tim Lebbons ('Into the Void') eindeutig empfehlenswerter. Trotzdem ist Lebbons Roman eher ein Begleitwerk, das über die Verknüpfung zum Comic, durch eine dem Buch angefügte Kurzgeschichte, zu einer lose angehängten Vorgeschichte wurde. Die wirklich wichtige Geschichte erzählen eben die Comics, doch diese sind zugleich jenes Werk, das sich weniger mit dem Je'daii Orden und mehr mit Politik und Geschichte des Tython-Systems (Stichwort Despotenkrieg) beschäftigen, ist ja auch der bevorstehende Konflikt mit den Rakata in der Rubrik Politik und Geschichte zu verorten. Entsprechend ist der Comic zugleich jene Form der Geschichte, die geringere Chancen hat Einfluss auf das neue Erweiterte Universum zu haben, zumindest aus meiner heutigen Perspektive.

An sich bin ich als Freund der Je'daii ja begeisterungsfähig was diese Ära betrifft, empfand den ersten Band der Comicreihe allerdings als mein Interesse weniger zufriedenstellend.
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Rezensentin / Rezensent

Mario Pf.
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 1000 REZENSENT)   

Ort: Oberösterreich

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