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Kundenrezension

165 von 172 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 7 Gründe für David Finchers Meisterwerk:, 30. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Sieben (Platinum Edition) (DVD)
1.) Der brillante Vorspann von Kyle Cooper mit der Musik von den Nine Inch Nails ist bis heute unerreicht in seiner Wirkung und Machart. Stil und Technik haben die Intros vieler Filme danach geprägt, aber selbst Kyle Cooper (weitere Arbeiten von ihm: Mimics, Mission Impossible, Arlington Road u.a.) war nie wieder so gut wie hier.
2.) Das Team William Somerset (Morgan Freeman) und David Mills (Brad Pitt) ist durch diese beiden Schauspieler begnadet gut besetzt. Der Antagonismus zwischen den Protagonisten ist hier überzeugend dargestellt. Auf der einen Seite Somerset, der ordnungsliebende und korrekte Mentor, auf der anderen Mills als ungestümer und hitzköpfiger Rookie. Freeman zeigt hier als kurz vor der Pensionierung stehender und desillusionierter Cop eine seiner besten Leistungen überhaupt. Aber auch Brad Pitt und der dämonische Kevin Spacey als John Doe sind fabelhaft.
3.) Selten war ein Film so konsequent in der Umsetzung seiner Grundidee. Fast könnte man ihn als Ode an den Nihilismus bezeichnen. Die Stadt in der er spielt ist namenlos und wird nie so gezeigt, als das man sie erkennen könnte. Eigentlich regnet es ständig und die Gespräche zwischen Somerset und Mills geben ein Bild von der Menschheit wieder, in der es nicht gutes mehr gibt. Die düstere Musik von Howard Shore unterstreicht diesen Eindruck. Die fantastische Kameraführung von Darius Kondji und Harris Savides und das gothic-hafte Setdesign ergänzen das abgrundtief schwarze Bild eines verlorenen Paradieses.
4.) Obwohl die Morde nie gezeigt werden, sondern nur Bilder von den Opfern und vom Tatort ist Sieben einer der schaurigsten und bösesten Filme überhaupt. Man kann sich kaum wehren gegen die Horrorvisionen die durch das Betrachten ausgelöst werden. Ein Mord ist perfider geplant wie der nächste und der Killer der die Opfer nach den sieben Todsünden auswählt, legt einen erstaunlichen Einfallsreichtum an den Tag. Hinzu kommt eine der fiesesten Schockszenen der Filmgeschichte
5.) Meine Lieblingsszene: Der Besuch einer Bibliothek durch Somerset. Auf der Suche nach Anhaltspunkten recherchiert er in Klassikern der Literatur. Wie diese Szene wirkt, könnte ich mir immer wieder anschauen. Die über Buchrücken gleitenden Bilder, die wunderschöne Musik von Bach und der Eindruck den Somerset erweckt: als wäre dies seine wahre Welt. Das ganze wirkt wie eine Oase der Ruhe im Meer aus Blut und Chaos.
6.) Das Drehbuch von Andrew Kevin Walker ist so wendungsreich und unvorhersehbar das man zu keiner Zeit sagen oder denken könnte: kenne ich schon, weiss ich schon. Viele Filme haben Elemente aus diesem Meisterwerk kopiert; dies ist der Prototyp, das einzige und wahre Original. Dieser Film wird ewig der Gradmesser sein für alle kommenden Serienkillermovies.Und kaum einer dürfte diese Klasse je wieder erreichen.
7.) Ein Film Ende, das einem den Atem raubt. Untypisch für Hollywood, vergleichbar mit fast nichts was bislang zu sehen war. Mutig von Fincher (und wohl schwer genug) dies beim Studio durchzusetzen. Als ich den Film seinerzeit im Kino gesehen habe und der Abspann lief, war ich erstaunt über die Wirkung: Niemand stand auf, keiner sagte ein Wort - der Rest war schweigen.
Fazit: Die Sammlung eines Cineasten ist nicht vollständig ohne diesen Klassiker. Die Umsetzung auf dieser Doppel-DVD ist dazu noch grandios gelungen mit extrem scharfen Bild, tollem Sound und einem umfangreichen und beispielhaften Bonusmaterial.
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1-10 von 14 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.12.2009 22:13:59 GMT+01:00
Kann ich nur zustimmen, zusammen mit "Das Schweigen der Lämmer", der Überthriller schlechthin, wahrscheinlich auf Ewigkeiten unerreichbar und warscheinlich das genialste Ende der Filmgeschichte.

Veröffentlicht am 15.04.2010 01:40:11 GMT+02:00
Thomas B. meint:
Schöne Reszension...danke...
Ist wirklich ein beeindruckendes Meisterwerk..das Ende ist wirklich starke Kost..

Veröffentlicht am 23.04.2011 00:25:00 GMT+02:00
Monty Burns meint:
Also als "Ode an den Nihilismus" würde ich den Film nun wirklich nicht bezeichnen. Eher als resignative Anklage des vorherrschenden real existierenden Nihilismus und Zynismus.

Auch dass "Sieben" ewig der Gradmesser für alle kommenden Serienkiller-Movies sein wird bezweifle ich, denn da ist immernoch "Das Schweigen der Lämmer" ohne den es "Sieben" vielleicht gar nicht gegeben hätte. Aber ich verstehe die Begeisterung. Ich halte "Sieben" auch nur bedingt für eine Serienkiller-Streifen. Das ist nur der Rahmen für philosophische Betrachtungen über unsere und natürlich mehr noch die us-amerikanische gesellschaftliche Wirklichkeit.

Bei der Gelegenheit möchte ich mal darauf hinweisen wie bemerkenswert es doch ist, dass dieses Serienmörder-Phänomen in den USA so ausgeprägt ist. So sehr, dass die kranken Killer quasi schon zur Pop-Kultur gehören. Ich habe mal gehört, dass ca. 70% aller Serienmorde in den USA stattfinden sollen. Ob das stimmt weiß ich natürlich nicht. Aber es sind schon auffallend viele. Was läuft da falsch?

Aber um zum Schluss zu kommen, trotz meines notorischen Gemeckers: sehr schöne, informative Rezension. Nur weiter so!

Veröffentlicht am 20.12.2012 18:12:13 GMT+01:00
10Roxx11 meint:
Werde mir den Film nun wegen dieser Rezension zulegen. Bin gespannt, ob der Film hält, was Sie hier versprechen.

Veröffentlicht am 03.03.2013 12:32:04 GMT+01:00
han1911 meint:
Die treffendste und beste Rezension, die ich zu diesem genialsten Film aller Zeiten je gesehen habe. Respekt.

Veröffentlicht am 29.12.2013 03:38:27 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.12.2013 03:39:28 GMT+01:00
Freddy D meint:
Eine Rezi, die Finchers Meisterwerk zweifelsohne hinsichtlich seiner Klasse in nichts nachsteht.
Diese wundersamen Methapern, einfach himmlisch, ganz zu schweigen von dem simplen, aber dafür umso genialerem Titel Ihrer Rezension.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.12.2013 03:40:34 GMT+01:00
Freddy D meint:
@ Monty Burns :

An Ihnen scheint wahrlich ein Philosoph verloren gegangen zu sein :-)

Veröffentlicht am 23.08.2014 13:35:15 GMT+02:00
Ich habe mir den Film vor ein paar Tagen erst wieder angesehen und kann nur zustimmen. Die BluRay-Fassung ist übrigens mit Blick auf Bild und Ton wirklich sagenhaft gut gelungen und bietet zum Glück auch das vorbildliche Bonusmaterial, das die Zwei-Disc-Edition seinerzeit zum Vorzeigestück gemacht hat.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.03.2015 14:42:09 GMT+01:00
Hallo Thomas Kerstens,
habe den Film erst vor wenigen Tagen gesehen, und er war besser als erwartet.
Man wird ja überschwemmt von Pseudohorrot mit mitierten Riesenechsen, Zombies, Vampiren und bösen Geistern, für mich sind das mit wenigen Ausnahmen (Alien, Carrie) Märchenfilme für Jugendliche, gegraust hat esw mich da nie.
Dieser Streifen ist aber wirklich genial. Morgan Freeman ist ja schon eine Legende, aber hier hat Brad Pitt gezeigt, daß er mehr kann als in "Troja" in Gestalt des Achill imSalto über einen nubischen Riesenkerl zu hüpfen und ihm dabei noch präzise das Schwert senkrecht durch den Rumpf zu bohren. Interessant auch die junge Gwyneth Paltrow (die mit den Jahren eher noch schöner geworden ist).
Und ganz untypisch für viele amerikanische Filme das Ende, das subtile Grausen, wir sehen nicht, aber wissen, was Pitt in dem Karton sieht und warum er die Fassung verliert. Vergleichbar gute spätere Filme dieser Art dürften Raritäten sein.
Auch am Klang hatte ich nichts zu meckern, habe keine Surround-Anlage , den Player aber an Marantz-Verstärker und Dali-Boxen mit Subwoofer angeschlossen, jetzt weis ich wieder, was über die TV-Lautsprecher allein schon beim Klang einer zuschlagenden Autotür alles verloren geht.
Gelungene Rezension!
Doc Halliday

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.06.2015 21:05:01 GMT+02:00
rockie meint:
@Monty Burns:

Alles richtig, was Sie schreiben, aber Ihren Zweifeln daran, ob denn "Sieben" auf ewig der Gradmesser für kommende Serienkiller Movies sein werde, möchte dann doch kurz etwas hinzufügen.

Nun, "Das Schweigen Der Lämmer" ist ebenfalls ein Thriller der Extraklasse, aber ich stimme dann doch eher dem Thomas zu: So gut der Film auch ist, so wenig erreicht er diese düstere, permanent vorhandene, subtile Bösartigkeit von "Sieben". Die bedrückende Stimmung, diese permanent vorhandene Anspannung, die beim Zuschauer erzeugt wird, ist auch meiner Meinung nach absolut einmalig und bis heute unerreicht. Ich denke sogar, dass es kaum jemals einem Film gelingen wird/kann, dies zu toppen.

Alle anderen Eigenschaften dieses Meisterwerks der Filmgeschichte hat Thomas schon wunderbar beschrieben, weshalb dem nichts mehr hinzuzufügen ist.
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