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Kundenrezension

17 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Deterministische Inszenierung von Carpe diem, 9. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Remember Me - Lebe den Augenblick (DVD)
Nutze jeden Tag, denn das Leben kann von dem einen Tag auf den anderen vergehen. Diese Botschaft möchte uns der Film Remember Me vermitteln und zeigt uns eine durchkonstruierte Liebesgeschichte mit all seinen Klischees, Facetten und einem sehr überraschendem Ende.

Der Hauptprotagonist Tyler (Robert Pattinson) hat den Selbstmord seines Bruder nie richtig verkraftet und flüchtet sich in Schlägerein, Poesie und Zigaretten. Nach einer Schlägerei landet er ins Gefängnis, da er die Arbeit eines Polizisten (Chris Cooper) als unfair betitelt und damit dessen wunden Punkt trifft, da dieser Polizist sich wohl vorgenommen hat gegen alle kriminellen Energien vorzugehen, da vor 10 Jahren seine Frau an einem U-Bahn Bahnhof erschossen wurde. Tylers Kumpel ist so clever und ruft Tylers Vater an, ein renommierter und mächtiger Anwalt (Pierce Brosnan), welcher ihn wieder aus dem Gefängnis holt. Tyler wirft diesem vor sich eher auf seine Arbeit als Anwalt zu konzentrieren und damit die Familie zu vernachlässigen. Tylers Kumpel entdeckt, dass der unfaire Polizist Neil eine Tochter, Ally, hat und überredet Tyler dazu, sie als Freundinn zu erobern um sie später fallen zu lassen, um sich so gegenüber Neils Verhalten zu rächen. Zwischen Tyler und Ally bahnt sich eine Liebesbeziehung an, welche die selben Schicksale teilt, beide müssen einen Verlust verkraften. Nach Aufdeckung des eigentlichen Vorhabens von Tyler entsteht eine Krise zwischen beiden, welche allerdings wieder gerettet werden kann. Auch die Familienprobleme scheinen sich zu lösen, wobei das überraschende Ende alles anders werden lässt..

Remember Me vereinigt neben Romantik, Drama auch einige Humor Elemente, dabei sticht gerade Tylers Mitbewohner Aidan heraus, welcher die Situation häufig lustig wirken lässt. Pierce Brosnon spielt seine Rolle als übermächtigen, gefühlskalten Familienvater sehr gut und glaubwürdig. Die Musik passt sich gut ins Bild und die jeweilige Situation an und trägt entscheidend dazu bei die Inszenierung gefühlvoll zu halten.

Woran Remember Me jedoch kränkt ist die fehlende Spannung und das stark konstruierte Drehbuch. Das ausgerechnet Tyler und Ally beide einen wichtigen Menschen verloren haben und damit die, eigentlich als Racheaktion geplante, Liebesbeziehung doch ihren Segen findet, wirkt meiner Meinung nach ein wenig zu sehr aufgesetzt. Darüberhinaus will nicht so recht Spannung auftauchen, zwar erleben wir die Konflikte und Schicksale der Charaktere, allerdings fragte ich mich stellenweise, ob es überhaupt einen gewissen roten Faden gibt. Dabei stellt sich die Frage, was den genau im Mittelpunkt nun stehe, die Liebesbeziehung, die Mobbingattacken gegenüber Tylers jüngere Schwester von ihren Mitschülerinen oder der Kampf zwischen Sohn und Vater.

Gerade die Entwicklung am Ende des Films lässt mich über die Charaktere schmunzeln, zwar war Ally für eine kurze Dauer sauer auf Tyler, nach dem sie erfahren hat, dass sie eigentlich nur für eine Racheaktion gedacht war, verzeiht ihm aber nach kurzer Dauer wieder. Auch der Vater-Sohn-Konflikt entwickelt sich rapide, nach dem Auftreten von Tyler in einer Besprechung des Vaters scheint dieser wohl von dessen Worten überrumpelt zu sein und möchte sich wohl mehr Zeit für die Familie nehmen. Dadurch verliert der Film an Glaubwürdigkeit und Realismus, weil er zu viele Konflikte auf einmal verarbeiten möchte, wodurch einige Handlungselemente zu wenig Tiefe besitzen. Dass der Vater Neil nach seiner Tochter Ally so bestrebend suchen würde, weil er sie mit allen Mitteln beschützen will, wird ebenfalls nicht glaubwürdig inszeniert, stellenweise habe ich dessen Suche sogar vergessen, wenn dieser nicht plötzlich in Tylers Haus auftrat und ihn für sein Geständnis ein wenig verprügelt hat.

Durch die vielen Konflikte erscheint mir es so, dass der Film unbedingt Tylers schwierige Lebenslage zeigen möchte, was allerdings dadurch stellenweise unglaubwürdig, klischeehaft und teilweise komisch wirkt. Dass Tyler das Mobbing der Schülerinnen nicht durch Worte regeln konnte, sondern stattdessen Aggressionen ausüben musste, wirkte für mich schon sehr fragwürdig. Der Film möchte die heile Botschaft verkündigen, wenn wir Nächstenliebe praktifizieren, wären all die Konflikte erst gar nicht da. Das Konflikte allerdings auch anders gelöst werden können wird hier nicht ersichtlich, sondern zeigt eine stark deterministisch geprägte Weltansicht (das Schicksal ist sowieso schon in diesem starken konstruierten Drehbuch bestimmt ;)), in der die Konflikte nur durch besondere Ereignisse (Übermächtiger Vater kümmert sich um die Mitschülerinnen, holt Tyler aus schwierigen Lagen heraus), durch den plötzlichen (klischeehaften) Charakterwandel (Vater kümmert sich um die Familie, Polizistenvater erkennt die Liebe nach Aggressionen gegenüber Tyler an, erwartetes Happy-End am Ende) oder durch den Tod des Hauptprotagonisten (Lösung aller Konflikte) erreicht werden. Dadurch wird das Motto des Filmes, jeden Tag und Augenblick nutzen zu sollen, suggeriert, was meiner Meinung keine schlechte Botschaft ist, aber vom Film nicht gut wiedergegeben wird.

Um dieser Botschaft eine gewisse Note zu verleihen wurde auch das inszenierte Ende gewählt um nochmals zu unterstreichen, dass der Tod schneller kommen kann als man denken kann. Gerade wo es doch so aussieht, als wenn sich alles zum Guten gewendet hätte. Ich war sehr vom Ende überrascht, ärgerte mich aber später darüber, da diese Katastrophe gewählt wurde um diesen Film hochzupushen, andersfalls hätte der Film keinen Wiederkennungseffekt. Viele Rezensionen berichten, dass sie zunächst nur an eine einfache Liebesgeschichte dachten, aber durch das Ende desillusioniert wurden. Interessant wäre es zu sehen, wie denn der Film ohne das Ende und Robert Pattinson bewertet werden würde. Das Ende fügt sich ebenfalls wieder an das festgesiegelte Schicksalsdrehbuch an.

Fazit: Überladene konstruierte dramatische Liebesgeschichte mit einem stark inszenierten Ende. Dabei fehlte die Tiefe gerade in den Konflikten sowie in der Charakterentwicklung. Dadurch ist vieles vorhersehbar und das Ende, welches zunächst an ein peinliches Happy-End denken lässt, wird durch einen Twist überrascht um dem Film ein anderes Image und "Tiefe" zu verleihen, wobei dadurch die meisten abgelenkt werden und über die Fehler hinweg sehen. Dennoch sind die humorvollen Elemente, die Musik, die Botschaft des Films sowie Brosnans Darstellung zu loben.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 21.11.2010 22:02:14 GMT+01:00
Kundin meint:
Danke fuer diese Rezension. Habe den Film gestern gesehen und mich danach auch gefragt, was mich eigentlich stoert. Ich finde auch zu viel konstruierte Dramatik, ganz besonders fuer das Ende.
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