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Kundenrezension

19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Spoartartikelhersteller pushed den nächsten Fitnesstrend, 16. März 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Inside the Box: How Crossfit Shredded the Rules, Stripped Down the Gym, and Rebuilt My Body (Taschenbuch)
Zuerst möchte ich dem Eindruck entgegenwirken, daß ich ein ernsthaftes Problem mit der "Crossfit" Bewegung habe. Habe ich nicht!!! Weder bin ich ein Trainer, der sich durch die neue "Methodik" bedroht sieht, noch ist mir das Training "zu hart" (beides gerne angebrachte Verdächtigungen wenn man sich mit Crossfit etwas kritischer auseinandersetzt).

Von allen "Fitnesstrends" die in den letzten Jahren durch meine Gyms wanderten um dann wieder zu verschwinden, ist Crossfit mein Favoriten (böse Stimmen mögen sagen, dasss es keine Kunst ist sich gegen Zumba durchzusetzen:)).

Ich höre schon die Empörung der begeisterten Crossfit Anhänger. Crossfit ist kein Trend, sondern eine Bewegung etc etc. IMO hat ein US Spoartartikelhersteller da ein Feld entdeckt, dass er noch beackern wird. Es ist anscheinend Zeichen unserer Zeit, daß man aus Allem eine Bewegung macht.

Das Buch repräsentiert vieles, was mich an Cossfit stört. Deshalb, so absurd es sich anhört, empfehle ich das Buch. Man kann sich ein gutes Bild von "der Bewegung" machen und davon wie es "in der Box" so abgeht wie die "CrossFit" Jungs/Mädels so ticken (böse Verallgemeinerung...aber Ausnahmen bestätigen die Regel).

1) Mich verwundert ein wenig der beinahe religiöse Eifer, mit dem "die Bewegung" verteidigt und beworben wird und ihr quasi Allmacht zugesprochen wird. Exemplarisch am Titel des Buches abzulesen. NICHT CROSSFIT hat den Körper des Autors verändert. Wie immer in solchen, war er es selbst!!

Das hätte er gut und ohne Probleme mit mir in meiner alten vergammelten Turnhalle hinbekommen. Hätte dann halt "Zirkeltraing" geheißen, es hätte keine hohen Kniesocken gegeben und wäre natürlich weniger sexy gewesen:)

2) Das Unwissen mancher Trainer und die absurden Halbwahrheiten die da verbreitet werden sind teilweise befremdlich.

Ich halte den Stand der Sportwissenschaften in vielen Fällen sowieso für zweifelhaft. Die "Ostblockschule", die sich in Autoren wie Vladimir M. Zatsiorsky,Henryk Sozanski und Yuri V. Verkhoshansky wiederspiegelt und Training als kybernetisches Optimierungsproblem begreift bildet da für mich IMO eine echte Ausnahme. Ebenso empfehlenswert sind IMO die Konzepte/Research, die aus dem Australian Institue of Sport und einigen Sportwissenschafts-Hochburgen in Skandinavien und den USA stammen. "Crossfit" behauptet auf der eigenen Web Präsenz "empricical driven" zu sein. Von der "Empirie" habe ich bis heute nicht vielgesehen und was ich gesehen habe, war nicht ernst zu nehemen.

Was ist Crossfit? Nach "firmeneigenem" Trainingsmanual "constantly varied, high intensity, functional movement".

Das klingt jetzt abgefahren, aber in der Praxis manifestiert sich das in Workouts (den so genannten Workouts of the Day (WOD)), die aus einem reichhaltigen Übungsgut beinahe willkürlich Übungen aneinandereihen:

Diese Übungen umfassen
- olympic Lifts und der Trainingssderivate (Cleans und Snatches, PushPressses,Hantelkniebeugen und Lunges in allen Variationen)
- Übungen aus dem Turnen
- Klassische "Strong Man Übungen"
- allgemein athletisch "bildende" Übungen aus Leichtathletik ,Zweikampfsportarten etc. Klimmzüge und Kipping Pulls, Bar Dips, Seilhüpfen, Box Jumps, Rudern eund und und.

Das Übungsgut ist umfangreich und IMO ein Punkt, den es an Crossfit NICHT zu kritisieren gibt. Das Problem ist die Auswahl, der Kontext und die Gewichtungen mit denen diese Übungen eingesetzt werden.

Von offizieller Seite geht es angeblich darum eine möglichst breite athletische Basis zu legen um in allen Sportarten überdurchschnittliche Leistungen zu erreichen. Ein Crossfit Athlet soll bei einem 6km Stadlauf eine gute Zeit laufen können, dabei trotzdem 30 Kipping Pulls schaffen, mehr als 100% seines Körpergewichts mehrfach Bankdrücken können etc. Also: alle konditioneller Faktoren trainieren (Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit). "Hurt the specialist" etc.

Warum die Crossfit "Methodik" allerdings da hilfreich sein soll, wird an keiner Stelle sinnvoll oder gar empirisch belegt!!

Gerne wird darauf verwiesen, dass eine große Anzahl an Profi- und Eliteathleten jetzt nach der "Crossfit" Methodik trainieren würde. Erstens stimmt das nicht und zweitens selbst wenn? Es gibt viele professionelle Athleten die nach absolut fragwürdigen Methoden und Trainingsplänen trainieren und nur wegen ihres athletischen Talents so erfolgreich sind. Nicht wegen Crossfit....sondern quasi TROTZ ihres kontarproduktiven Trainings. Ebenso absurd finde ich den Verweis auf "militärische Eliteeinheiten"??

Wir wissen wenig über den menschlichen Anpassungsprozess (hormonal, ZNS, Cardio-Vaskulär etc), aber quasi gefestiget Erkenntniss ist: der Körper ist schlecht darin sich an alles gleichzeitig anzupassen. Das führt zu suboptimalemn Entwicklung! Niemand wird "schnell und ausdauern" gleichzeitig. Man kann das eine verbessern und das andere dabei auf einem vernünftigen Niveau halten und auf dieser Basis den Fokus wieder umlegen und in anderen Sektor auf Erhaltungstraining umschwenken. Dieses komplett errratische Training ohne Schwerpunktlegung führt IMO nicht möglichst effizient zu einem Athleten, der in allen Bereichen gut ist.

Das konstante Variation von Trainingsschwerpunkten macht über einen gewissen Zeitraum Sinn. Früher hieß das General Physical Preparation(GPP) und erhöht die allgemeine Fähigkeit des Körpers sich anzupassen. Train to Train quasi. Aber so trainiert man vielleicht 1-2 Monate im Jahr.

Wer z.B. die WODs der letzten Jahre durchgeht gibt es kaum Grundlagenausdauer Einheiten (sit ja nicht "intensive" genug!!) und ich habe NICHT eine echte Sprinteinheit gefunden (Sprints mit vollständiger Erholung!!!!) oder echt Sprungkrafteinheiten (50 Boxjumps sind keine Sprungkraft Einheit. Ab dem 7-8 Sprung sind die Sprünge per Definition SUBMAXIMAL => NICHT INTENSIV GENUG!!) Wie will man so einen "Allround" Athleten trainiern? Nichts gegen Zirkeltraining mit extrem kurzen oder keinen Pausenzeiten, nichts gegen 50 BoxJumps. Alles Trainingsmittel. Aber solche Workouts bei Crossfit klar Übergewicht!

Fazit:
Gibt es gute Crossfit Athleten? Sicher! Sind sie gute Athleten wegen der Crossfit Methodik? IMO nein! Crossfit Training ist gut um Körperfett zu verlieren. Crossfittraining fördert auch das athletische Erscheinungsbild. Es macht halt nur nicht athletischer (überspitzt formuliert)

3) Wie oben aufgeführt halte ich das Training nach der Crossfit Methode für keine "Revolution" (alles schon da gewesen. Ich habe WOD artige Workouts mein ganzes Leben über betrieben (GGP oder um Körperfett zu rteduzieren)und bin jetzt 35...und ich BIN da definitiv NICHT der Einzige der so trainiert hat) und methodisch für fragwürdig. "Hart", im Sinne von anstregend, ist es auf jeden Fall. Trotzdem möchte man dem Autor zurufen: Crossfit Workouts sind NICHT das erste "harte" Training im Leben. Jeder der in seinem Leben mehr als eine Sportart auf hörem Leistungsniveau betrieben hat, weiß das! Der Autor feiert sich und seinen "hard work" approach etwas zu sehr. Früher hat man sich halt nach Intervallläufen übergeben...und musste daraus aber keine Bewegung machen.

Get real:)

Wie geasagt: als Sozialstudie ist das Buch durhaus lesenwert.

Now flame me:)
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1-10 von 15 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 27.04.2013, 18:05:44 GMT+2
godknowsme meint:
Hallo CorMag,
bitte kontaktieren Sie mich über die folgende E-Mail: godknowsme@gmx.de.
Würde mich freuen, da ich ihre Rezensionen sehr gut finde und sie sprechen mir oft aus der Seele.
LG
godknowsme

Veröffentlicht am 10.10.2013, 11:54:37 GMT+2
Ich habe von CrossFit noch nie gehört und bin nur darauf gestossen, weil ich mir deine Rezensionen angeschaut habe. Kann man sich als altmodischer Mensch der hinter den sieben Bergen wohnt darunter ein Zirkeltraining vorstellen?
Oder wird am Montag Hanteltraining, am Dienstag Geschicklichkeit ... trainiert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.10.2013, 16:40:38 GMT+2
CorMag meint:
Hi Christian.

Sowohl als auch.

Du findest das "offizielle" Workout Of the Day hier.
http://www.crossfit.com/
Selbstverständlich ist das nur als Vorschlag an die CrossFit Community gemeint. In der Regel kann dann jeder sein eigenes Workout programmieren. Wenn du dir da mal 2-3 Wochen ansiehst, ahnst du in welche Richtung es geht => random stuff!

Ziel soll wohl sein alle Konditionellen Eigenschaften zu trainieren. IMO ist das aber der falsche Weg. Ich habe 4 Jahre mit erfolgreichen Zehnkämpfern trainiert, mit olympischen Ringern und erfolgreichen Boxern. Alle diese Sportarten müssen ebenfalls unterschiedliche konditionelle Eigenschaften trainieren. Und da ist der Weg in der Regel ein anderer: Fokussierung auf eine konditionelle Eigenschaft, die dann mit Progression trainiert wird. Alle anderen konditionellen Eigenschaften werden auf ein Erhaltungstraining reduziert.

Organismen sind wohl aber ziemlich ärmlich darin sich an alles gleichzeitig anzupassen.
http://www.verkhoshansky.com/Portals/0/Presentations/GAS2.pdf

Ich wills aber echt nicht schlechter machen als es ist. Es macht Spaß, die Leute pushen sich an ihr Limit und die Übungsauswahl ist wenigstens Vielfältig. Es gibt sicher wesentlich grösseren Schwachsinn aus der Fitnessindustrie...!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.01.2014, 12:23:33 GMT+1
Jouvancourt meint:
Prima!

Veröffentlicht am 21.01.2014, 12:06:01 GMT+1
FlopRezensent meint:
die Rezension ist interessant und zeigt, dass sich der Rezensent mit Sportwissenschaften auseinandersetzt.
Nun möchte ich aber ein wenig (subjektive) Empirie beisteuern: ich betreibe seit 26 Jahren Sport: Schwimmen, joggen, Fitnessstudio usw., also alles, was anstrengend ist, mit sehr langsam verlaufenden Anpassungen aufs athletische Erscheinungsbild. Seitdem ich cross fit betreibe (ca. 7 Monate) bemerke ich Monat für Monat deutliche Verbesserungen hinsichtlich meines (vorher schon guten) Muskel-und Fettanteils. Soll heißen, ich baue Fett ab bei gleichzeitiger muskelmasse-Erhaltung bzw. - Aufbaus. Also genau das, was 95 % der Fitnessstudio-Besucher erreichen wollen!
Was will man mehr?
Was ist das besondere an Cross Fit (abgesehen davon, dass es von Reebok stark vermarktet wird und sich einige fanatische Anhänger gefunden haben)?
=> es ist ein kurzes, aber sehr intensives (1) Ganzkörper-Workout mit funktionellen Übungen (2) aus allen Bereichen des Sports (Gewichtheben, gymnastik, turnen etc).
zu (1): Es gibt mehr und mehr Studien, die belegen, dass kurze, aber sehr intensive Einheiten einen sehr guten Effekt auf die Fitess haben. Man weiß noch nicht genau, warum, es ist aber so, ich kann es aus eigener Erfahrung bestätigen und es passt gestressten Berufstätigen sehr gut, nicht mehr 10 h/Woche durch den Wald laufen zu müssen, um zu hoffen, ihren Bierbauch abzutrainieren.
zu (2): durch die funktionellen ganzkörper-Übungen werden alle Bereiche des körpers trainiert und nicht mehr nur der bizeps. dafür aber insbesondere der Rücken und der Bauch, typische Problemzonen eines modernen Büromenschen. Außerdem ist es durch die vielen Übungen sehr abwechslungsreich. Der Rezensent schreibt:
"der Körper ist schlecht darin sich an alles gleichzeitig anzupassen. Das führt zu suboptimalemn Entwicklung! Niemand wird "schnell und ausdauern" gleichzeitig"
=> dies ist gerade ein Vorteil des Cross fit! gerade weil der körper keine chance hat, sich auf eine Belastung und eine Bewegung schnell anzupassen und dann sofort an der Grenze des Wachstums sein (jeder weiß, wie aufwendig eine weitere Verbesserung von 15 min beim Marathon ist), wird der körper immer wieder aufs neue gereizt und gefordert. die meisten menschen laufen nicht deswegen ständig stundenlang im Wald, weil sie ihre Grundlagenausdauer I verbessern möchten (hierfür sind Waldläufe in der tat hilfreich), sondern weil sie ihren Bierbauch loswerden möchten. und hier hat cross fit gezeigt, dass durch abwechslungsreiche, intensive Ganzkörperübungen der Stand der Wissenschaft weiter ist als zu Zeiten des "trimm-dich-130" in den 70er-Jahren.
Fazit: Die zentrale Aussage von Cross fit ist: wenn du insgesamt fitter werden möchtest und deinen Bierbauch loswerden möchtest, mach kurze, intensive, abwechlungsreiche, funktionelle Ganzkörper-Übungen!
Dies kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen und kann der Rezensent oben nicht falsifizieren.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.01.2014, 12:51:50 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 25.01.2014, 12:54:59 GMT+1
CorMag meint:
"Also genau das, was 95 % der Fitnessstudio-Besucher erreichen wollen! "

Eben. Ich komme aus einem Umfeld aus dem man aus anderen Gründen trainiert. Ich trainiere und habe trainiert um schneller zu Rennen, höher und weiter zu Springen, härter zu Schlagen, weiter zu Werfen, schneller die Richtung wechseln zu können, besser mit "Feindkontakt" umgehen zu können und ausdauernder zu werden! Das sind unterschiedliche Zielsetzungen.

CrossFit ist im wesentlichen Intervallarbeit. Paart man das mit "großen" Gesamtkörperübungen (Squats, Olympic Lifts, Kreuzheben, Klimmzüge....) wird daraus ein athletisches Erscheinungsbild. Simpel. Ich sage es nochmal: früher hieß CrossFit artiges Training General Physical Preparation (GGP). Da macht sogar kurzfristig eine Randomisierung des Trainings einen Sinn! (Kurzfristig!!!)

Lassen Sie uns doch mal ein paar Missverständnisse ausräumen:
"es ist ein kurzes, aber sehr intensives (1) Ganzkörper-Workout mit funktionellen Übungen (2)"
Kurz ja. Intensiv? Klassisches Missverständiss aus der Cross Fitter Szene. NEIN!!! Hier wird "Max Effort" mit "Max" verwechselt. 1x400 in klar unter einer Minute ist "hoch intensiv"! 8x400 + 15 OverheadSquats ist nicht Intensiv!!!! Es ist anstrengend (max effort), aber nicht intensiv (der 8 Lauf ist ewig weit weg von der Bestzeit!). Wer 8 x 400 ohne Pausen laufen kann ist kein super fittes Tier....er ist nur den ersten 400 nicht schnell genug gelaufen!!!

"funktionellen Übungen" ist ein Buzzword! Ich zitiere Zatorsky "by it's very definition, every training is functional".

Nochmal. In meiner Rezension schreibe ich NICHTS gegen Intervalltraining. Da gibt es viele Studien und ist gängige Praxis. Kein Thema. Das sind wir einer Meinung. Geht aber halt auch ohne Kniesocken und "this is cross fit, the hardest workout ever" Mentalität:)

"dies ist gerade ein Vorteil des Cross fit! gerade weil der Körper keine chance hat, sich auf eine Belastung und eine Bewegung schnell anzupassen und dann sofort an der Grenze des Wachstums sein (jeder weiß, wie aufwendig eine weitere Verbesserung von 15 min beim Marathon ist)"

Adaption ist das ZIEL jeden Trainings! Um Stagnation zu verhindern benützt man:
- Progression (mehr Gewicht, kürzere Paiusen, längere Strecken, höhere Intensitöät (ergo längere Pausen)
- Variation (andere Übungen, andere Trainingsformen)

Den Körper durch ständige Randomisierung und fehlende Progression daran zu hindern sei Potential zur Anpassung auszuschöpfen ist vollkommener humbug! Zeigen sie mir eine sinnvole Studie oder ernstzunehmende Spitzenathleten die auf echte Progression und Planung verzichten

Es gibt gute Athleten die CrossFit praktizieren. Weil sie hart trainieren (sehr hart), genetische Disposition vorhanden ist (Talent)! Aber NICHT wegen der CrossFit Methodik! Sonder trotzdem!

CrossFIt ist deshalb so beliebt, weil es zu einem athletischen Erscheinungsbild führt. Das ist aber mit einem ausgewogenen Zirkeltraining und etwas zusätzlicher Intervallarbeit bei vernünftiger Ernährung auch ohne CrossFit kein Problem (aber natürlich auch anstrengend). Dies deswegen als tolle Methodik darzustellen um "fit" zu werden, kann ich einfach nicht nachvollziehen. Es ist wie in jeder Optimierung! Wenn Sie die Zielfunktion (fitness Criterion) nicht klar definieren, bleibt die Diskussion sinnlos.

Ein kleines exemplarisches Beispiel aus einer anderen Rezension
Ein kleines Beispiel zur Illustration (natütlich kein Beweis):
Nate Schraeder gewann in den CrossFit Games 2012 das "Broad Jump Event", den beidbeinigen Sprung auf Distanz aus dem Stand. Der Broad Jump ist Bestandteil vieler Athletiktests in vielen Sportarten. Shraeder sprang beachtliche 117 inches (2m97cm). Dies ist wohlgemerkt das beste Ergebnis aus einem Pool von 50 Leuten, die sich bescheiden als die "Fittest men on earth" bezeichnen.

Wenn man das aber mit den Messergebnissen des "NFL Combines" 2013 vergleicht, dem Athletiktest der Neulinge in der amerikanischen Football Liga, dann reicht dieses beste Ergebnis nicht mal unter die top 100!!!! Sicher, der Broad Jump ist Bestandteil jedes NFL Combines und die Athleten bereiten sich darauf vor. Trotzdem. Zehnkämpfer trainieren den Sprung aus dem Stand auch nicht gezielt und erzielen bessere Resultate."

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.01.2014, 18:06:54 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 26.01.2014, 18:17:16 GMT+1
FlopRezensent meint:
Interessante Diskussion hier! Zu Ihren Argumenten:
1) Trainingsziele: Wenn man schneller rennen möchte, muss man sprints üben. Wenn man weiter springen möchte, muss man Springen üben usw. Der Durchschnitts-Fitnessstudio-Besucher möchte jedoch einfach fit werden/fit bleiben und die Optik verbessern, so auch sicherlich der durchschnittliche Cross fit - Besucher.
ich habe nicht behauptet, dass man mit CrossFit-Training danach weiter springen kann als bei Weitsprung-Training. stört aber auch keinen.
2) "max" vs. "max effort": Hier haben Sie recht, ist aber auch nur eine Frage der Begrifflichkeiten. was ich meine, ist, dass CF auf der "perceived rate of exhaustion" scala weit oben anzusiedeln ist. mit dementsprechenden Auswirkungen auf Organismus und Nachbrenn-Effekt.
3) zu den Knie-Socken und dem hype um Cross fit ("gabs doch schon vor 30 jahren, nannte sich damals Zirkeltraining"): Auch hier haben Sie recht. aber lassen Sie den Menschen aus gruppenpsychologischen Gründen doch ihren Spaß. zudem hats den Vorteil, dass sich genügend menschen finden, die die hohen kursgebühren bezahlen wollen und dadurch ermöglichen, abseits des Fitness-Studios neue Institutionen zu schaffen.

4) nun zum wichtigsten Punkt:
Sie schrieben:
"Adaption ist das ZIEL jeden Trainings! Um Stagnation zu verhindern benützt man:
- Progression (mehr Gewicht, kürzere Paiusen, längere Strecken, höhere Intensitöät (ergo längere Pausen)
- Variation (andere Übungen, andere Trainingsformen)
Den Körper durch ständige Randomisierung und fehlende Progression daran zu hindern sei Potential zur Anpassung auszuschöpfen ist vollkommener humbug! Zeigen sie mir eine sinnvole Studie oder ernstzunehmende Spitzenathleten die auf echte Progression und Planung verzichten."

a) natürlich wollen auch Cross-Fitter Adaption! nur möglichst in ALLEN bereichen! daher cross!
b) wie kommen Sie zu der Annahme, es gäbe bei CF keine Progression? natürlich wird mehr gewicht genommen, werden anspruchsvollere Work-outs absolviert, wird schneller gearbeitet!
c) Variation: ja, wo gibt es davon mehr als bei Cross fit?
d) Randomisierung: Sie fordern erst Variation und kritisieren dann Randomisierung? nochmal: eins der Ziele von CF: prepare for the unknown! daher auch der Einsatz in der US-Armee: keiner weiß, ob der Soldat 10 km rennen muss und sich dann noch irgendwo hochziehen muss oder andersrum oder nur einen Berg besteigen muss usw.
e) Planung: ja, es gibt keine massephase, keine Definitionsphase, keine GLA-Phase, keine taper-Phase usw. Braucht der normale Cross-Fitter aber auch nicht, weil es darum geht, generell fitter zu werden und nicht, genau am 14.07.2020 bei Olympia im Weitsprung 9 m weit zu springen. hierfür wären planung und periodisierung tatsächlich hilfreich, nicht jedoch für den Büro-Athleten (nebenbei sind letztere eine riesige zielgruppe und daher noch ein enormes Wachstumspotential!)

5) Ihr Beispiel mit dem Broad jump finde ich etwas manipulativ: Schnellkraft/Schnelligkeit/Explosivität wird tatsächlich nicht so sehr beim Cross fit trainiert. ist aber auch nicht zielsetzung. Schnelligkeitstraining wäre für mich PERSÖNLICH Zeitverschwendung: meine weißen Muskelfasern werden nicht mehr, und ich will mich vor allem beim Training austoben.
Sie können ja mal eine Studie machen, wie sich Marathonläufer und Crossfitter so bei einem allgemeinen Fitnesstest (bspw. bei einer Aufnahmeprüfung zu einem Sportstudium) schlagen. Da sähe das Bild ganz anders aus.

Insgesamt tragen Sie interessante punkte vor; ich kann mich jedoch nicht gegen den Eindruck erwehren, dass Sie aus emotionalen Gründen etwas gegen crossfit haben (nur so als Denkanregung... war da etwas in Ihrer Kindheit? ;-) nichts für ungut.
wie sagte doch das Orakel von Delphi: Erkenne dich selbst!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.01.2014, 21:31:01 GMT+1
CorMag meint:
Hi,

freut mich, dass man hier so ausgelassen diskutieren kann.

Ich denke wir sind uns in vielen Fällen einig. Das man mit dem CrossFit Methodik nicht weiter springt als nach einem spezifischen Training ist klar. Das liegt eben an der erhöhten Spezialisierung.

Das ist aber nicht mein Punkt: lassen wir einmal einen Haufen Zehnkämpfer gegen CrossFitter beim Sportstudium Einstellungstest antreten, bin ich mir nicht so sicher, das die CrossFitter überlegen sind. Warum den hoch spezialisierten Marathonläufer? Ebenfalls ein manipulatives Beispiel?:)

Sie führen die angestrebte "Omnipotenz" ins Feld. Alles ein bisschen Können. Hurt the specialist. Etc.

Meine Aussage ist eben diese: selbst wenn man sich dieses Ziel setzt, ist CrossFit NICHT die beste Methodik. Schauen Sie, unterschiedliche und widersprüchliche konditionelle Eigenschaften (Ausdauer vs Schnellkraft) trainieren zu müssen, ist doch keine Erfindung der CF Bewegung! Jeder ernsthafte Zehnkämpfer, Kampfsportler und Mannschaftssportler steht vor der selben Problematik Schnelligkeit, Schnellkraft, technische Elemente, Kraft und unterschiedliche Ausdaueranforderungen gegeneinander optimieren zu müssen.

Die Antwort der guten alten Ostblockschule und eigentlich aller Olympioniken ist, neben dem Doping:), das Block Training/die Block Periodisierung. Die Tatsache, dass ich nicht genau weiß wie meine Wettkampfdiszplin aussieht, oder wann der Wettkampf stattfindet hat doch NICHTS mit der wissenschaftlich erwiesenen Tatsache zu tun, dass man um eine ernsthafte Verbesserung zu erzielen will, einen Fokus setzen muss!!! Auch wenn nur für kurze Zeit (bei Spitzensportlern sind die Blöcke teilweise nur 2 oder 3 Wochen lang).

Ich sehe auch einen Unterschied zwischen Variation und kompletter Randomisierung. Lassen Sie es mich so sagen: CF bricht (in den meisten Boxen) bei den Anfängern im Techniktraining mit seiner eigenen Methodik! Ein Olympic Lift wird mehrfach in aufeinanderfolgenden Trainingseinheiten wiederholt, bis das Movement Pattern sitzt. Weil es Sinn macht:).

Sie sind in der "Selbsterkenntnis" ja auch wesentlich weiter als die meisten Crossfitter (wenn auch nicht ganz widerspruchsfrei). CrossFoit ist eine super Methode um besser auszusehen. KCal Verbrauch + Wachstumsreiz. Aber CF verkauft sich anders.

Ich behaupte, gemessen an dem Aufwand und der Trainingshärte verläuft die Entwicklung eines CF Praktikers auf athletischer Ebene suboptimal.

Vielleicht denken Sie auch noch einmal über die Schnellkraft nach. Wenn sie auf einer glatten Fläche ausrutschen und den Sturz abfangen oder einem Fahrradfahrer ausweichen ist dass die konditionelle Eigenschaft, die zählt. Auch hängt die Schnellkraft nicht nur von den FT Phasern ab (die zwar nicht mehr werden, aber wachsen können), sondern ist mindestens im gleichen Maße eine motorische Eigenschaft. Das kann man trainieren. Schneller Laufen,härter schlagen, höher springen, schneller die Richtung wechseln, ausweichen, ein Hindernis überqueren, einen Gegenstand werfen + eine gute Ausdauer sind für mich Ausdruck echter Athletik. Schön UAssehen können Unterhosenmodels. Die dürfen dann auch gerne CF Praktizieren:)

Ich sags nochmal. Unter CF gibt es hervorragende Athleten. Die Hart und dDiszipliniert trainieren. IMO könnten sie nur noch besser sein:)

Regards

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.01.2014, 09:52:11 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 29.01.2014, 09:59:59 GMT+1
FlopRezensent meint:
Hallo,
also ich gehe mit den meisten Behauptungen von Ihnen d'accord.
so ist es richtig, dass Zehnkämpfer sicherlich auch sehr umfassend "gebildet" sind. mein beispiel mit dem marathon-Läufer war vielleicht etwas manipulativ, aber der wirklichkeit geschuldet, da die meisten Menschen in deutschland joggen und dadurch den marathon-Läufer als Ideal vor Augen haben.

richtig ist auch, dass periodisiertes (block-) training die effektivste Methode ist. dass dies beim Cross fit nicht angewandt wird, hat wohl einfach mit praktischen erwägungen zu tun.
als professioneller Spitzenathlet braucht man einen Trainingsplan, der ein ganzes Jahr betrachtet und durchtaktet.
als nebenberuflicher Hobbysportler würde so eine Durchtaktung wohl an organisatorischen Problemen (urlaub, job, heterogene Trainingsgruppe etc.) scheitern. für mich als Hobbysportler wäre ein Blocktraining also ungünstig, auch schon alleine deswegen, weil ich die tägliche Abwechslung als sehr motivierend empfinde.

das extreme Gegenteil zum Blocktraining ist in der tat die randomisierung, die zwar
psychologisch abwechlsungsreich ist, jedoch physiologisch tatsächlich nachteilhaft sein kann, wenn bspw. an zwei tagen nacheinander die schulter intensiv beansprucht wird. hier kann es schnell zu übertraining und verletzungsgefahr kommen.

abschließend können wir festhalten, dass wir beide recht haben, jedoch die Methodik aus unterschiedlichen Perspektiven sehen.

Aus der Perspektive eines spitzensportlers ist geplantes Blocktraining unter Optimierung der einzelnen Konditionsbestandteile unbedingt erforderlich.
Aus der Perspektive eines Bürostuhlakrobaten (und auch eines Soldaten) hat Cross fit aufgrund der motivierenden Abwechslung und dem Fokus auf mehrgelenkige Übungen, die insbesondere die problemzonen rücken und Bauch trainieren, unschätzbare Vorteile.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.08.2014, 21:15:29 GMT+2
CorMag meint:
Hi,

für den Fall, dass Sie das noch lesen.

Ich habe meine Meinung einer Prüfung unterzogen und bin zu dem Ergebniss gekommen: so einfach und einleuchtend wie ich es gerne hätte, ists wohl doch nicht! Die Vorteile der Block Training Peridosierung sind wohl doch nicht so gut belegt, wie ich das gedacht habe. Ich habe mich da von meinem "Common Sense" Argument und meinem selbst erdachten Modell/Vergleich zu Feldern Kybernetik/Signalverarbeitung blenden lassen.

Hier eine schöne Zusammenfassung "pro" Block Periodisierung:
http://esthermorencos.files.wordpress.com/2013/03/new-horizons-periodization.pdf

Hier eine IMO sehr Vernünftige Antwort und Stellungnahme zu dem obigen Artikel.

http://clok.uclan.ac.uk/5139/1/ADIS-S-10-00899.pdf

Es gibt wohl doch mehr research die keine negativen Effekte von gleichzeitiger Progression in unterschiedliche konditionellen Faktoren finden oder gar von positiven Effekten berichtet.

Das würde für die CrossFit Methodik sprechen (Zum Nutzen von Randomisierung hab ich aber noch nix gefunden). Wenn ich schlauer bin, passe ich auch meine Rezension an.

Im Anhang ein paar dieser Artikel.
Gruß

15. Balabinis CP, Psarakis CH, Moukas M, Vassiliou MP, Behrakis PK. Early phase changes by
concurrent endurance and strength training. Journal of Strength & Conditioning Research
2003: May;17(2):393-401.
16. Davis WJ, Wood DT, Andrews RG, Elkind LM, Davis WB. Concurrent training enhances
athletes' strength, muscle endurance, and other measures. Journal of Strength &
Conditioning Research 2008: Sep;22(5):1487-502.
17. Hickson RC, Dvorak BA, Gorostiaga EM, Kurowski TT, Foster C. Potential for strength and
endurance training to amplify endurance performance. J Appl Physiol. 1988: Nov;65(5):2285-
90.
18. Mikkola JS, Rusko HK, Nummela AT, Paavolainen LM, Häkkinen K. Concurrent endurance
and explosive type strength training increases activation and fast force production of leg
extensor muscles in endurance athletes. Journal of Strength & Conditioning Research 2007:
May;21(2):613-20.
19. Mikkola J, Rusko H, Nummela A, Pollari T, Häkkinen K. Concurrent endurance and explosive
type strength training improves neuromuscular and anaerobic characteristics in young
distance runners. Int J Sports Med 2007: Jul;28(7):602-11
20. Paavolainen L, Häkkinen K, Hämäläinen I, Nummela A, Rusko H. Explosive-strength training
improves 5-km running time by improving running economy and muscle power. J Appl
Physiol 1999: May;86(5):1527-33.
21. Millet GP, Jaouen B, Borrani F, Candau R. Effects of concurrent endurance and strength
training on running economy and VO2 kinetics. Med Sci Sports Exerc 2002: 34: 1351–1359.
22. Hickson RC, Dvorak BA, Gorostiaga EM, Kurowski TT, Foster C. Potential for strength and
endurance training to amplify endurance performance. J Appl Physiol 1988: 65: 2285–2290.
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