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Kundenrezension

am 22. Dezember 2013
Im Januar 2013 hatten Majesty erst das letzte Studio-Album Thunder Rider veröffentlicht, da kommt nun quasi gerade noch rechtzeitig für den weihnachtlichen Gabentisch, mit Banners High das erste Konzeptabum der Band um ein unterdrücktes geknechtetes Volk, dass ein würdiges ehrbares freies Leben führen möchte und seinem vorherbestimmten Schicksal zu entfliehen versucht. Eben eigentlich auch dass gleiche Themengebiet worüber Majesty eigentlich schon immer singen, nur dass es diesmal eben eine zusammenhängende musikalische Story gibt, die aber glücklicherweise nicht durch musikalische Zwischenspiele oder Erzählpassagen inmitten des Albums störend dargebracht wird. Viel mehr gibt es nach dem etwas faden Intro mit der die Fantasy-Story umreissenden, etwas nüchternen Stimme eines Erzählers, 10 typische vollwertige True-Metal-Hymnen, die auch ohne Hintergrundgeschichte für sich alleine stehend gut funktionieren. Ein wenig seltsam mutet es aber schon an wenn man bedenkt dass seit 2003 Majesty immer 3 Jahre für ein neues Album(inklusiv MetalForce) benötigt wurde, und nun haut man im Jahre 2013 gleich 2 Alben raus. Vermutlich war auf der Suche nach einer neuen Plattenfirma der Vorgänger Thunder Rider schon seit einiger Zeit in den Startlöchern gelegen.

Das äusserst eingängige, mitsingbare hymnische Material von Banners High bedient natürlich wieder alle bekannten Steel-Sword-Fire-Blood-Klischees, was ja gewissermassen aber ein Markenzeichen von Majesty ist und auf keinen Fall fehlen darf, Sozialkritische Texte erwartet auch niemand ernsthaft von Majesty. Um es kurz zu machen, die Genialität und epische Tiefe ihrer beiden Vorzeige-Alben Sword and Sorcery(2002) und Reign in Glory(2003)(und auch von Keep it true) erreicht Banners High zu keiner Zeit, das Niveau der seither erschienenen 3 Majesty/MetalForce-Studio-Alben wird allerdings locker gehalten und eine gewisse Steigerung zum etwas überambitionierten Thunder Rider ist erkennbar.

Den Anfang macht der ungeheuer dynamisch nach vorn treibende furiose Up-Tempo-Kracher "We want his Head"5/5, eine Heavy Metal-Hymne der Güteklasse 1A, danach folgt der im midtempo-vewurzelte überaus klassisch-hymnische Titelsong "Banners High"5/5 mit einem tollen äusserst melodischem Ohrwurm-Refrain. Mit der etwas gewöhnlichen True-Metal-Hymne "Time for Revolution"3/5 geht es zwar voller Elan schmissig, aber auch etwas zu beliebig weiter. Das gefällige rockigere epischere "United by Freedom"4/5 kann mit seinem getragenen netten Mitsing-Refrain dagegen voll überzeugen. Beim lava-artig schleppenden, ungeheuer schwermütigem "Pray for Thunder"3/5 wird es dann allerdings arg pathetisch und vorhersehbar, diese ständigen nervenden Glocken tun ihr übriges, der Song soll stimmungsvoll daherkommen, tut er aber gerade wegen dieses kitschigen doofen Glockengeläuts nicht. Auch die recht düstere hektische Up-Tempo-Hymne "Bloodshed and Steel"2/5 kann mich nicht überzeugen, mieser Refrain, trashige Gitarren, dämliche Oh-Oh-Oooooh-Chöre - erinnert mich übrigens nicht im positiven am ehesten an das letzte Manowar-Album, für mich der Tiefpunkt des Albums. Das schmissige überaus flotte Radio-geeignete "All we want, all we need"5/5 mit seinem fast Schlagerhaften Refrain ist ein richtig potentieller Mainstream-Ohrwurm geworden, damit könnte man auch für den Grand-Prix-Eurovisions-Entscheid antreten - ein wirklich kraftvoller gelungener Pop-Rock-Song. Die nur so vor Schmalz und Kitsch triefende, um Tiefgang bemühte Ballade "Take me Home"2/5 ist dann für mich einer der Tiefpunkte des Albums, das fängt beim nervenden Pathos-verströmenden Refrain mit den viel zu lang gezogenen Oh-Oh-Ooooooooooooohs an, und hört mit der biederen musikalischen Untermalung an, für mich die schlechteste Ballade, die ich von Majesty je gehört habe, da schmerzen einem echt die Ohren, dann auch noch dieses total verunglückte versuchte Tremolo in der krumm aufjaulenden Stimme des Sängers - grausig, einfach nur nervig und ganz schlimm. Akustisch balladesk beginnt dann auch schon wieder der nächste Song "On a Mountain High"4/5, der sich dann aber dann doch schnell in einen treibenden formidablen Rocker steigert mit einem mitreissendem Refrain. Zum Schluss mit "The Day when the Battle is won"3/5 nochmal eine ansprechende gefällige Up-Tempo-Hymne mit dem üblichen gewohnten Pathos im getragenen hymnischen Refrain. Darüber hinaus gibt es noch eine Karaoke-Version der Titeltracks "Banners High" und eine Akustische Lagerfeuer-Version der Ballade "Take me Home".

Anspieltipps sind: "We want his Head","Banners High","All we want, all we need" und "On a Mountain High"

Das Album "Banners High" beginnt beachtlich stark mit 2 starken Gassenhauern, danach baut das Album allerdings qualitativ stark ab. Es gibt auch auf diesem Album, wie schon zuletzt, einige Füller("Bloodshed and Steel","Take me Home - obwohl auch nicht total mies und immerhin jeweils 2 Sterne wert) zu ertragen, die es auf Ihren ersten glorreichen Alben in dieser Art nicht gab, und das ist dann auch der Grund weswegen die Höchstnote vermessen wäre zu zücken. Ich bin der Meinung dass man sich im Vergleich zu Thunder Rider wieder etwas gesteigert hat, gerade was den wirklich starken Beginn des Albums betrifft, dann werden die Riffs und Refrains allerdings recht austauschbar. Dass der sogenannte Kitschfaktor auf Banners High wieder etwas zurückgefahren wurde, kann ich jetzt so nicht bestätigen, wobei ja gerade dieser zu den übergeordneten Trademarks von Majesty zählt. Trotzdem handelt es sich bei Banners High um ein starkes True-Heavy-Metal-Album, dass seine Daseins-Berechtigung sicherlich zu 100% rechtfertigt und dem man einen würdevollen, noch besseren baldigen Nachfolger wünscht - jetzt wo Majesty mit verschiedenen Touren und mehr Aufmerksamkeit in der Presse anscheinend doch noch die Chance erhalten so richtig durchzustarten, muss man am Ball bleiben und die Fans nicht zu lange auf neues Material warten lassen. Irgendwann gelingt dann vielleicht doch mal der ganz grosse Wurf, wenn auch noch nicht ganz mit Banners High.

Banners High - für True-Metal-Fans ein Muss, für alle anderen ein kann, Majesty sind schon eine Band, die durchaus Massenkompatibel ist, und mit Ihren bisherigen melodischen Stadion-Hymnen und Prachtalben haben Majesty auch schon einen ganzen Haufen saustarkes Material in der Hinterhand, mit dem man jedes Konzert oder Festival zum Siedepunkt bringen kann.
Die Band Majesty mit Ihrem äusserst eingängigen hymnenhaften True-Heavy Metal sind durchaus massenkompatibel und hätten das Zeug dazu den ganz grossen Wurf zu landen, ob dies Banners High schon ist, wird sich weisen - eher nicht.
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