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Kundenrezension

am 7. Januar 2006
Als Joss Whedon gerade mit Buffy Erfolge feierte, meinten ein paar große Tiere eines amerikanischen Fernsehsenders, sich seine nächste Serie sichern zu müssen. Ohne sich das Konzept näher anzusehen, gaben sie seine neue Serie Firefly in Auftrag. In dieser geht es um eine Zukunft, in der sich die Menschheit ins All ausgebreitet und dort Kolonien gebildet hat, zwischen denen sie mit Raumschiffen verkehren. Der Hauptunterschied zu anderen Science Fiction-Serien oder Filmen mit ähnlichem Konzept ist, dass es hier nicht um Außerirdische geht und auch die technischen Fortschritte nicht zum Selbstzweck werden. Stattdessen steht der Mensch mit all seinen Schwächen und Stärken im Mittelpunkt (z. B. organisiertes Verbrechen, Prostitution, Krieg, aber auch Loyalität und Ehre). Wir haben also keine saubere Zukunft in sterilen Raumschiffen, deren größtes Problem darin besteht, friedliche Beziehungen zu Aliens zu knüpfen, sondern es geht um einen Crew, die in einem abgetakelten Raumschiff unterwegs ist und sich mit mehr oder weniger legalen Mitteln ihren Lebensunterhalt verdient. Dabei versuchen sie dem totalitären Regime, das den letzten Bürgerkrieg gewonnen hat, das eine oder andere Schnippchen zu schlagen. Das Ergebnis ist eine Mischung aus SF und Western mit Anlehnungen an den amerikanischen Bürgerkrieg, also ein ungewöhnliches und originelles Konzept. Genau das war wohl auch das Problem: Als die großen Bosse den Pilotfilm zu sehen bekamen, waren sie nicht begeistert. Die Serie wird spannend und intelligent eingeführt. Wir bekommen ein paar Hintergründe zur Welt und den Charakteren, dazu eine tolle 90 min. Geschichte. Die Fernsehbosse wollten aber weniger Anspruch und Hintergrund, dafür mehr Action (sprich: SF für simple Gemüter). Also wurde nicht etwa der Pilotfilm als Erstes ausgestrahlt, sondern man fing mit einer späteren Folge an. Da man sowieso schon nicht zufrieden war, ging man den klassischen Weg, den auch andere gute Serien in Amerika schon durchlaufen mussten: Schlechter Sendeplatz, häufige Unterbrechungen, Ausstrahlung in der falschen Reihenfolge - infolgedessen Unverständlichkeit, Frustration der Zuschauer, schlechte Einschaltquoten... So kann man dann schließlich das Produkt, das einem sowieso nie so recht gefallen wollte, "guten Gewissens" absägen. Genau das ist auch mit Firefly nach nur 11 Folgen geschehen. Was daran besonders ärgert, ist, dass die Serie eigentlich alles hatte, um sich eine ständig wachsende Fangemeinde aufzubauen (was ja auch nach der DVD-Veröffentlichung in Amerika geschah): Ein interessantes Konzept, tolle Charaktere, eine ideale und sehr glaubwürdige Besetzung und tolle Geschichten. Tatsächlich ist Firefly die einzige Serie, die ich kenne, bei der jede einzelne Folge gelungen ist. Sie sind alle perfekt, es ist nicht eine schwache Folge dabei. Das haben wir wahrscheinlich der Tatsache zu verdanken, dass Whedon und seine Crew wussten, wie gefährdet ihre Serie war, und sich deshalb bei jeder Folge größte Mühe gaben. Das Ergebnis ist die wohl beste Serie, die mir bislang untergekommen ist. Insofern ist es ein reines Vergnügen, sich diese Box anzusehen. Das Frustrierende ist zu wissen, dass hieraus in besseren (und halbwegs mit Intelligenz gesegneten) Händen mehrere Staffeln an tollen Geschichten werden hätten können statt der hier veröffentlichten 14 Folgen und einem Kinofilm (Serenity). Insofern 5 Sterne für die Serie, aber es bleibt jedes Mal, wenn ich sie ansehe, ein wehmütiges Gefühl - und Wut auf Produzenten, die sich besser einen anderen Beruf suchen sollten.
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