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Kundenrezension

am 18. Mai 2009
Im Jahr 1950 sprach der britische Astrophysiker Fred Hoyle in einer Radiosendung in einem verächtlichen Tonfall das Wort "Big Bang" aus. Hoyle hielt nichts von diesem Urknall, den Ralph Alpher, George Gamov und andere Physiker favorisierten. Hoyle vertrat das Steady-State-Modell, nach dem das Universum ewig und unveränderlich ist und neue Galaxien inmitten alter geboren werden.
Welche ist die wahre Schöpfungsgeschichte der Moderne? Jahrzehntelang blieb dies unklar. Erst als Penzias und Wilson 1964 die (von Alpher und Gamov 1948 vorhergesagte) kosmische Hintergrundstrahlung (Radiostrahlung aus der Urzeit des Universums) entdeckten und endgültig als am 23.4.1992 die Ergebnisse der Auswertungen des COBE Satelliten in einer Pressekonferenz verkündet wurden, die besagten, daß die kosmische Hintergrundstrahlung unregelmäßig verteilt ist (was wiederum besagt, daß die Bildung von Galaxien möglich war), erst da waren die Würfel gefallen.
Unsere Welt hatte einen neuen Schöpfungsmythos. Mit dem Logo: Big Bang. Der Schöpfer des Wortes starb 2001. Bis in seinen Tod hinein konnte sich Fred Hoyle nicht mit dem Urknall anfreunden.
Andere wiederum nicht mit seiner Wortschöpfung. 1992 diskutierten Calvin und Hobbes auf MTV über die Häßlichkeit des Wortungetüms >Big Bang<. Calvin schlug stattdessen "Horrendous Space Kablooie" (Schreckliches Weltraumratazong) vor. Tatsächlich gab es Kosmologen die den Big Bang zeitweilig HSK nannten. HahaSK! Wissenschaftsgeschichte kann lustig sein, wenn Simon Singh von ihr schreibt und sie ist in jedem Fall spannend, was jeder zu bestätigen weiß, der "Fermats letzter Satz" gelesen hat. Auch hier gelingt Singh wieder ein großer Wurf. Fesselnd beschreibt er das Ringen der Wissenschaft um die eigene Schöpfungsgeschichte und schön ist auch, daß er im Epilog diese Geschichte noch einbettet und ihr ein Gutenachtlied singt. Dies Lied handelt unter anderem von Calvin und Hobbes, aber auch vom Papst und ebenso vom Buch des britischen Astronomen Martin Rees mit dem Titel "Just Six Numbers". Darin beschreibt Rees, was wäre wenn sechs physikalische Konstanten anders wären als sie sind. Beispielsweise die starke Wechselwirkung, die 0,007 (James Bond läßt grüßen) beträgt. Rees beschreibt, was anders wäre, wenn die Konstanten anders wären und daß alle Lebendigkeit zum Teufel wäre, zum Zahlenteufel, wenn nicht all diese sechs Zahlen genauso sind wie sie sind. Hmm?!
Aber das ist schon wieder ein anderes Buch. Dieses reicht erstmal. Denn es ist wirklich gut.
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