Shop now Shop now Shop now Shop now Shop now Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Hier Klicken Jetzt bestellen Unlimited Fußball longss17

Kundenrezension

am 19. August 2007
Ich bin kein Fan von Fantasy-Literatur und "Herr der Ringe" habe ich erst nach den Filmen gelesen. "Die Kinder Húrins" haben mich in der attraktiven Aufmachung in der Buchhandlung angelacht. Túrin mit dem Drachenhelm und dem schwarzen Schwert blickt wie ein griechischer Held vom Cover herab. Die Erzählung selbst ist gerade einmal 235 Seiten lang, der Rest besteht aus einem mehr oder weniger interessanten Vorwort, einer Einführung und einer Anmerkung zur Aussprache. Von den Anhängen sind die Namensliste, die Stammbäume und die eingeklebte Karte nützlich, die zwei Texte über die Genese der Saga sind für Fachleute. Die Sprache der Erzählung ist, wie schon von einigen bemerkt, getragen und erinnert mich an meine Lektüre im Lateinunterricht. Am Anfang habe ich die Namensliste und die Stammbäume oft konsultiert, aber schon im zweiten Kapitel waren Túrin und seine Sippe dermassen zentral und individualisiert, dass ich immer weniger in die Hilfsmittel gesehen habe. Die Geschichte ist tragisch und nimmt kein gutes Ende. Morgoth, der abgefallene dunkle Herrscher, verflucht Húrin (Túrins Vater) nach der verlorenen grossen Schlacht der ungezählten Tränen. Von einem Steinthron aus muss dieser mit ansehen, wie Túrin sein ganzes Leben strampelt und nicht aus dem Bann herauskommt, ganz egal, ob er bei den Elben als Ziehsohn aufwächst oder den Geächteten als Führer vorausgeht. Doch bis zum Ende ist es noch lange. Auf dem Weg durch die immer stärker unterjochen Reiche der Elben und Menschen, gerät Túrin zu den Zwergen, verliert Beleg, seinen Elbenfreund, besiegt den Drachen Glaurung und ehelicht wider besseres Wissen seine Schwester Nienor. Am Schluss richtet das schwarze Schwert den Helden selbst. Húrin wird von Morgoth entlassen. Dieser irrt umher und findet seine Gattin Morwen, zu einem Skelett abgemagert, sterbend am Grab- und Gedenkstein von Túrin und Nienor. Wer Hoffnung braucht, der halte sich am Elben Elrond fest, ein entfernter Nachkomme von Huor, Túrins Onkel. Elrond muss man ja nach "Herr der Ringe" nicht mehr vorstellen. - Bliebt nur noch anzumerken, dass ich es keinesfalls daneben finde, dass man diese schöne Sage aus Vorbestehendem kompiliert und nun als eigenes Buch veröffentlicht hat. Immerhin sind es Sohn und Enkel, die in der Lage sind, die Würde des Autors zu wahren. Wenn ich mir vorstelle, was Goethe und wenige bekannte Autoren an ihren Geburts- und Todestagen und zu jeder anderen erdenklichen (geldbringenden) Gelegenheit von den Verlagen über sich ergehen lassen müssen, dann unterstütze ich "Tolkiens Kinder" mit dem Kauf von "Die Kinder Húrins" gerne.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden| Permalink
Was ist das?

Was sind Produktlinks?

Im Text Ihrer Bewertung können Sie mit einem Link direkt zu einem beliebigen auf Amazon.com angebotenen Produkt leiten. Befolgen Sie diese Schritte, um einen Produktlink einzufügen:
1. Das Produkt, zu dem der Link führen soll, auf Amazon.com suchen
2. Internetadresse des Produkts kopieren
3. Klicken Produktlink einfügen
4. Die Internetadresse in das Kästchen einfügen
5. Klicken Auswählen
6. Wenn Sie den angezeigten Artikel auswählen, erscheint ein Text wie dieser: [[ASIN:014312854XHamlet (The Pelican Shakespeare)]]
7. Sobald Ihre Bewertung auf Amazon.com erscheint, wird dieser Text in einen solchen Hyperlink umgewandelt:Hamlet (The Pelican Shakespeare)

Ihre Bewertung ist auf 10 Produktlinks beschränkt, und der Linktext darf maximal 256 Zeichen betragen.