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Kundenrezension

am 5. August 2012
Merklich ist dieser Film ein Hammer-Film nach dem jenes Produktionstudio in den 30er Jahren für einige Innovationen im Horrorgenre sorgte und seinen Ruf als Horrorspezialist vorallem in den 50er Jahren mit Christopher Lee prägte. Wie in diesem Film wird dabei traditionell auf ausschweifende Splatter-Szenen verzichtet. Nachdem das Studio lange keine Filme mehr produzierte da man finanzielle Schwierigkeiten hatte sind mit "Let Me In" und "Die Frau in Schwarz" wieder Hammer-Filme auf die Kinoleinwand zurückgekehrt.

"Die Frau in Schwarz" sorgt im Verlauf des Filmes für einige unbehagliche Gänsehautmomente. Dabei wird der gesamte Film thematisch klasse in der Gothic-Welt angesiedelt. Alleine der Anblick der im Nebel liegenden Hausfassade als auch die schwer einsehbaren und dunklen Gänge im inneren des Hauses lassen die ersten Schauer entstehen. Dabei werden vorallem die Themen Tod und Vergänglichkeit in den Vordergrund gestellt. Insgesamt verfügt dieser Film über ein klasse Setting denn wie schon erwähnt ist dieses Haus der perfekt Ort für solch einen Film. Ebenso überzeugent ist die Setausstattung. Hier wird mit unheimlich aussehnden Puppen und allerhand anderem gespenstisch wirkenden Kinderspielzeug die ohnehin schon angespannte Atmosphäre aufgeladen (alleine der aufziebare Clown der gegen Ende mehrfach eingeblendet wird besitzt eine makabere Ausstrahlung). Insgesamt gehört der Film in Sachen Atmospähre und Optik zu den Besten Genrevertretern der Neuzeit.

Bei den Darstellern war bei Ciarán Hindns einem irischen und Blockbuster erprobten Schauspieler schon im Vorfeld klar das er seine Rolle ohne große Probleme verkörpern würde. So agiert er auch hier anfänglich als scheinbar einziger Realist in dem kleinen Ort der für spirituelle Anflüge nichts übrig hat. Sicherlich verlangt diese Rolle nicht sein gesamtes können doch hat er hier einen guten Auftritt. Bei Daniel Radcliffe standen die Vorzeichen anders. Schließlich hatte er zuvor schon in skurillen Theaterstücken versucht der Last eines Schauspielers der auf eine ganz bestimmte Rolle festgelegt zu sein scheint zu entkommen. Doch bedenken obwohl Radcliffe die meisten Szenen im Film alleine tragen muss zerschlagen sich schnell. Der von ihm dargestellte gebrochene Mann gehört zwar nicht zu den absoluten Topleistungen des abgelaufenen Kinojahres doch schafft er es einige Male mit seiner Darstellung zu überraschen. Wirkte er in den Potter Filmen manchmal etwas hölzern und emotionslos ist hier eine deutliche Weiterentwicklung erkennbar.

Fazit

Ein wirklich gelungener altmodischer Grusel der sich lohnt gesehen zu werden. Allerdings sollte man keine blutige und actiongeladen Geisterhatz erwarten denn dann wäre dieser Film nicht der richtige. Der Film schafft es anfänglich mit einem ruhigen aber stimmungsvollen Handlungsverlauf den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Abzüge könnte man für das Ende geben was allerdings aus meiner Sicht eine Geschmacksfrage ist. Ich jedenfalls empfand das Ende als passend für den Grundton des Films weshalb ich für meine Wertung das Ende weder positiv noch negativ miteinbeziehe. Den einen Stern ziehe ich für die 1-2 Gruselmomente im Film ab die im Vergleich zu den anderen abfallen. Ein verstopfter Hahn oder ein Raabe der plötzlich in das Bild springt hätte der Film wirklch nicht nötig gehabt. Auch wenn der Film nicht in allen Belangen an die Besten Horrorbeiträge der Hammer-Studios heranreicht wurde hier wieder ein gelungener und atmospärhisch dichter Gruselfilm herausgebracht.
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4,1 von 5 Sternen
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