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Kundenrezension

am 13. Juli 2007
Basierend auf Lyman Frank Baums Kinderbuchklassiker "The Wizard of Oz" schuf Alexander Wolkow seine Nacherzählung "Der Zauberer der Smaragdenstadt". Die deutsche Erstausgabe erschien 1964. Seitdem begeisterte das Buch Generationen von Kindern und Erwachsenen. Einen großen Anteil daran hatte die liebevolle Übersetzung von L. Steinmetz: Sie übertrug den russischen Text kongenial ins Deutsche. Mit der 11. Auflage des Leipziger Kinderbuchverlages (LEIV), die im November 2005 erschien, wurde das Buch in einer lieblos zusammengekürzten Fassung neu herausgebracht. (Das Wort editieren möchte ich hier nicht benutzen!) Von 216 Seiten des ursprünglichen Textes blieben nur noch 188 Seiten übrig. Dabei wurden zwar nicht ganze Kapitel ersatzlos gestrichen, wie in der Neuauflage der Nachfolgebände geschehen (am stärksten betroffen ist der 3. Band "Die sieben unterirdischen Könige"), aber der Text wurde in sich stark verstümmelt. Beispiel: In der alten Übersetzung hieß es nach der gelungenen Rettung des Scheuchs durch einen Storch: "Er hielt ihnen, höflich wie er war, sein rotes runzliges Storchbein hin, das sie gefühlvoll drückten. Der Scheuch schüttelte es so kräftig, dass er es fast ausriß. Dann flog der Storch davon, und die Wanderer setzten ihren Weg am Ufer fort. Der Scheuch strahlte vor Freude, hüpfte und sang: "Oho-oho-oho! Ich bin wieder bei Elli!" Und dann, nach drei Schritten: Oho-oho-oho! Ich bin wieder beim Eisernen Holzfäller!" Und so zählte er alle der Reihe nach auf, Totoschka nicht ausgenommen, um dann wieder von vorn zu beginnen. Es war ein ungereimtes, aber fröhliches Lied, das von Herzen kam." In der neuen Auflage erfährt man nur kurz und bündig: "Dann flog der Storch davon, und die Wanderer setzten ihren Weg am Ufer fort." Dieses traurige Beispiel steht stellvertretend für viele weitere Kürzungen, die die besonders liebevolle Schilderung der Figuren einfach auslöscht.
Seit dem Erscheinen dieser traurig zusammengestrichenen Neuauflage ist die Nachfrage nach alten Auflagen sprunghaft gestiegen. Eine vollständige Übersetzung ist antiquarisch nur noch schwer und für vergleichsweise viel Geld zu bekommen. Trotzdem ist vom Kauf dieser Neuauflage dringend abzuraten. Und an die verantwortlichen Lektoren vom LEIV-Verlag möchte ich appellieren, eine derartige Veröffentlichungspraxis endlich zu beenden. So kann man nicht mit einem Kinderbuchklassiker umgehen!
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