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Customer Review

on August 6, 2007
Conor Oberst, das Songschreiberwunderkind aus Nebraska, liefert mit seiner Doppelveröffentlichung "I'm wide awake it's morning" und "Digital ash in a digital urn" eine enorm beeindruckende Demonstration seiner herausragenden songschreiberischen Fähigkeiten ab und glänzt dabei sowohl in akustischem als auch in elektronischem Gewand nicht nur als einfühlsam-emotionaler Folk-Barde im vielzitierten Sinne eines modernen Bob Dylan, sondern auch als Interpret perfekt durcharrangierter und -produzierter Studiomeisterwerke. Auf "I'm wide awake it's morning" behält er seinen typischen akustisch geprägten, organischen Sound bei und begeistert mit zehn ausnahmslos grandiosen Kompositionen, die zusammen mit dem sehr gelungenen Artwork des Albums ein geschlossenes Ganzes voller Melancholie und Nachdenklichkeit, aber auch voller Hoffnung und Liebe bilden.
Sehr originell wirkt dabei der Opener "At the bottom of everything", der mit einer von Conor in seinem unwiderstehlich zurückhaltend-charismatischem Tonfall erzählten Geschichte über einen skurrilen Flugzeugabsturz beginnt, welche nach und nach in den sehr schwungvollen und eingängigen Song überleitet. Es folgt die wunderschöne 3/4-Takt-Ballade "We are nowhere and it's now", auf der Conor Oberst neben einem wohl dosiert eingesetzten Bläsersatz auch von Gaststar Emmylou Harris gesanglich begleitet wird - Highlight des Albums, gemeinsam mit dem "Old soul song", einer trügerisch ruhig beginnenden, enorm kraftvollen Nummer, mit einem leidenschaftlichen Conor Oberst zum Ende des Songs. Deutlich zurückhaltender präsentiert sich der Mann, der sich hinter dem Projekttitel "Bright Eyes" verbirgt, als Solist im Singer-Songwriter-Stil, nur mit Gitarre und zerbrechlicher Stimme auf den wunderschönen Liebes- (oder doch eher Anti-Liebes-???) -liedern "Lua" und "First day of my life". Diese werden von den beiden wohl als etwas unspektakulärer zu bezeichnenden Songs "Train under water" und "Another travelling song" flankiert, bevor mit dem "Land locked blues", auf dem erneut Emmylou Harris als starke Gesangspartnerin Conors Glanzlichter setzt, eine hymnisch anmutende Songperle präsentiert wird, wie man sie in der heutigen Musikszene nicht allzu oft vorfinden wird. Ein Song von bestechender musikalischer Einfachheit, mit klarer Melodieführung und nachdenklich machenden Textfragmenten, aus denen sich nach und nach eine interessante Reihe von Bildern im Kopf des Zuhörers formt. Zum Abschluss der Scheibe präsentiert sich Oberst dann noch einmal wie entfesselt: "Poison oak" ist ein Song voller Dramatik und voller positiver Energie, packend und mitreißend ohne Ende. Den furiosen Abschluss der Scheibe bildet dann der Titelsong, mit deutlichen melodischen Anleihen aus dem Finalsatz der 9. Sinfonie von Beethoven, auf dem Conor Oberst und seine Mitstreiter es nochmal so richtig krachen lassen. Ein würdiger Abschluss einer vor Qualität und Kreativität nur so übersprudelnden Platte, wie man sie immer seltener zu Gehör bekommt.
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