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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 12. Januar 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Lieber ein anderes Buch genommen.
Irgendwie hatte ich anderes erwartet. Die Begegnungen mit den Sterbenden werden überwiegend sehr kurz und finde ich, oberflächlich beschrieben. Oftmals gibt’s Passagen wo ich mich frage, was haben sie mit dem Thema zu tun.
Frau Tropper beginnt mit ihrer Sterbebegleitung so scheint es mir, oft schon sehr lange vor dem Tod, für mich zu einem Zeitpunkt da ich es niemals als Sterbebegleitung bezeichnen würde und in dem Moment des Sterbens ist sie nicht da. Es kommt mir so vor als wenn sie nur an den Lebensgeschichten interessiert ist, es Recherche fürs Buch ist aber das sieht sicher auch jeder anders.
Ich für meinen Teil bin in den letzten Wochen und Tagen, Stunden da und vorallem wenn wirklich der Tot vor der Tür steht und leiste Beistand, halte die Hand und rede mit den Sterbenden falls sie es mögen und vorallem als Wunscherfüller.
Großer Raum wird für die Gedanken der Verfasserin gelassen und die Schlüsse die sie aus den Begegnungen zieht.
Frau Tropper macht Sterbebegleitung aber die meisten ihrer im Buch angeführten Schützlinge starben allein im Krankenhaus oder Heim und sie hat sich damit getröstet und zufrieden gegeben, dass das Personal ihr sagte „sie /er ist friedlich entschlafen“ Was soll das Personal anderes sagen ?z.B. „Ihre Mutter ist elendich erstickt?“ Will das jemand hören?
Das sind Standartfloskeln die trösten sollen, sagen aber nichts über das wirkliche Sterben aus, das der Tote entspannt schaut, liegt doch oft daran das im Moment des Sterbens losgelassen wird, die Schmerzen aufhören, aber ist er deswegen leicht gestorben?
Aber war jemand dabei als sie / er starb? Wahrscheinlich nicht, Sterbende klingeln nicht wenn es zu Ende geht und das Personal zieht sich zurück, natürlich mit der Begründung „ er/sie soll in Ruhe sterben können“, eher aber doch unausgesprochen aus Angst vor der Situation und der Unfähigkeit damit um zu gehen, was durchaus verständlich ist.
Der Titel des Buches ließ mich erwarten dass die Betroffenen ihr Leben reflektieren, Geschehenes bedauern oder traurig darüber sind vieles nicht gemacht zu haben. Aber irgendwie sagte keiner „ hätte ich doch“ sie machten alle so weiter wie bisher, ok, die junge Mutter hat nach ihrer Krebsdiagnose und Therapie ihr Leben völlig um gekrempelt und lebte ab sofort „ gesund“ so gesund, das die Kinder zu Bekannten flüchteten um mal was Leckeres zu essen. Da frage ich mich doch, ist das der Sinn, lebt man länger wenn man gesund lebt oder ist es besser glücklich zu leben und vielleicht kürzer. Das sind Fragen die ich in dem Buch gern gesehen hätte.
Ich selbst wurde meist nur mit den Fragen „warum ich, warum jetzt“ konfrontiert und das zu meist von Kindern oder Jugendlichen und diese Fragen sind in der Tat sehr schwer zu beantworten.
Dann war natürlich auch zu erwarten das der ziemlich abgedroschene Satz kam und das mehrfach „ Lebe den Tag als sei er dein letzter“ Hinterfragt wurde er nicht. Mir nimmt dieser Satz mein Recht auf Hoffnung, meine Träume und meine Zuversicht, es ist ein Leben in ständiger Angst morgen nicht mehr zu sein. Er verleitet u.U. dazu Dinge zu tun, die man den nächsten Tag und vielleicht sein Leben lang bereut, da man ja doch noch lebt.
Dazu dann noch der Hinweis sein Leben „intensiver“ zu leben, was heißt heute intensiver? Ich denke, schneller, besser, mehr! Aber das kann es doch auch nicht sein.
Wie schrecklich muss es sein wenn man den Ratschlag befolgt und sich abends eine „to do“ Liste für den nächsten Tag erstellt, die man dann auch noch abhaken soll. Der Stress alles ab zu arbeiten und der Stress wenn man es nicht geschafft hat und das Selbstwertgefühl dann…nie schaffe ich was ich mir vorgenommen habe. So eine Liste ist für mich ein absoluter Killer.
Etwas ungläubig habe ich geschaut als ich las dass ein 85 Jahre alter dementer Mann zum Schluss alles bereute!!
Unsensibel fand ich es einen Bauern zu fragen wo er seine Urlaube verbrachte. Der Mann war offensichtlich glücklich und zufrieden und freute sich sein Leben lang darüber das er einmal im Leben im Nachbarort war, da glänzten seine Augen wenn er daran dachte. Nun kommt diese Frage nach dem Urlaub und erzeugt ein Defizit, macht unglücklich und nicht nur das, wäre er tatsächlich in Urlaub gefahren, wäre es alltäglich geworden und sein Besuch im Nachbarort wäre total verblasst. Ich musste an „neues aus Büttenwarder“ denken. Atsche und Brakelmann wollen auch mal Urlaub machen, sie fahren weg und dann sitzen sie da und wissen nicht was sie damit machen sollen, sind unglücklich. So kann man mit einer unbedachten Frage viel zerstören.
Frau Tropper sagt selbst man muss sensibel sein im Umgang mit Sterbenden und das ist immens wichtig.
Gut fand ich das Gedicht auf Seite 190 und das sollte man sich bei einer Sterbebegleitung immer vor Augen führen, das macht das Begleiten leichter.
Die 10 Gebote für den Alltag und das Resümee sind in Ordnung aber für mich schon seit vielen Jahren selbstverständlich. Zusammengefasst kann man einfach sagen „lebe“ und zwar das eigene Leben ohne sich zu verbiegen aber auch das muss man lernen und dazu können die letzten Seiten des Buches sicher beitragen.
Ein Buch, das sicher Menschen die mit dem Sterben nicht so konfrontiert sind was geben kann und mit Sicherheit zum Nachdenken anregt und Möglicherweise zu Veränderungen führt, die man aber wohldosiert vornehmen sollte und immer so dass man „sein „ Leben nicht aus den Augen verliert.
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