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Kundenrezension

am 4. Januar 2011
Als Ultra-Langstreckenläufer liebäugelte ich bereits seit Jahren mit der Anschaffung einer GPS-Laufuhr. Auf Grund verschiedenster Kinderkrankheiten früherer Geräte konnte ich mich erst jetzt zum Kauf entschließen. In die nähere Auswahl kam ausschließlich Garmins Forerunner-Linie. Neben dem bereits seit eineinhalb Jahren erhältlichen 310XT wären auch die beiden neuen Modelle Forerunner 410 und Forerunner 210 interessant gewesen, welche im kleineren Gehäuse daherkommen und damit möglicherweise auch (eingeschränkt?) als Uhr alltagstauglich sein könnten.

Ich entschloss mich dann doch für den 310XT und bin sehr zufrieden mit ihm. Hier möchte ich vor allem erwähnen, *warum* ich dieses Modell wählte. Dazu ein kurzer Vergleich mit den anderen Geräten:

Der Forerunner 410 hat grundsätzlich dieselben Features wie der 310XT, ist aber größtenteils nicht über Tasten, sondern per Finger-Gesten (über ein "touch bezel") zu bedienen. Auf Grund des kleineren Displays kann er nur drei Datenfelder gleichzeitig anzeigen (und nicht vier wie der 310XT).

Der Forerunner 210 wird über Tasten bedient und zeigt während des Trainings ebenfalls drei Datenfelder an, allerdings sind diese (im Gegensatz zu den anderen genannten Geräten) nicht frei konfigurierbar. Aus der Bedienungsanleitung entnehme ich folgendes: Oben und unten werden fix Gesamtdistanz und die Geschwindigkeit (wahlweise die momentane oder die durchschnittliche) angezeigt, und die mittlere Zeile ist lediglich zwischen Gesamtzeit und Herzfrequenz umschaltbar. Rundenzeiten werden nur unmittelbar nach dem Drücken der Lap-Taste angezeigt. Man kann also beispielsweise nicht Zeit und Herzfrequenz gleichzeitig anzeigen lassen, und die laufende Rundenzeit lässt sich (ebenso wie die Rundenanzahl) überhaupt nicht abrufen. Wie der 310XT besitzt der 210 eine Intervalltrainings-Funktion, darüber hinaus gehende Zusatzfunktionen (z.B. Navigation) hat er aber nicht.

Für mich als Linux-Benutzer könnte der 210 einen entscheidenden Vorteil haben: Er präsentiert sich (wie übrigens auch der mit noch weniger Funktionen ausgestattete Forerunner 110) dem PC als USB-Massenspeicher; es sollte also ohne speziellen Treiber (und daher auch unter Linux) möglich sein, Datenfiles vom Gerät auf den PC zu bekommen. Ich habe allerdings noch keinen Bericht gefunden, aus dem hervorginge, dass dies tatsächlich schon jemand unter Linux versucht hätte.

Beide kleinen Modelle (410 und 210) sind nicht wasserdicht und haben einen eher schwachen Akku. Dieser reicht laut Herstellerangaben für maximal 8 Stunden GPS-Betrieb - verglichen mit 20 Stunden beim 310XT. Und gerade die Akkulaufzeit ist es, die mir dann doch keine andere Wahl als den 310XT ließ. Von den Funktionen hätte mir wahrscheinlich der 210 gereicht (wenn auch die fehlende Anzeige der laufenden Rundenzeit ein Ärgernis darstellen würde). Aber eine Herstellerangabe von 8 Stunden Akkulaufzeit (welche in der Praxis dann vielleicht 5 Stunden beträgt) ist mir einfach zu kurz, denn ich laufe des öfteren um die 5 Stunden, und solch einen Lauf möchte ich jedenfalls vollständig per GPS aufzeichnen können.

Ich möchte nun noch beispielhaft einige Funktionen erwähnen, bei denen mir Positives oder Negatives aufgefallen ist:

*) Dank der vier völlig frei konfigurierbaren Display-Seiten (mit wahlweise einem bis vier Feldern) kann sich jeder diejenigen Datenfelder zusammenstellen, die er während des Trainings sehen möchte - und mit einem Tastendruck (oder zeitgesteuert) zwischen diesen umschalten. Es gibt hier also keine Kompromisse ;-)

*) Der Intervalltrainingsmodus gefällt mir sehr gut. Damit kann man selbst bei Dunkelheit und ohne Streckenmarkierungen distanz- und zeitbasierte Intervalle laufen (z.B. 15 x 400 Meter mit je 2 Minuten Pause), ohne dass man dabei auf die Uhr sehen müsste - denn Beginn und Ende jedes Intervalles werden akustisch signalisiert - sogar mit einer ca. fünfsekündigen "Vorwarnung". Auf dem Display erscheint eine spezielle Seite, welche immer die Zeit bzw. Distanz zum Beginn des nächsten Intervall-Abschnittes sowie die Anzahl der bereits gelaufenen Abschnitte enthält. Seit einem Firmware-Update (vom April 2011) ist man nicht mehr auf dieser Display-Seite "gefangen", sondern kann auch im Intervalltrainingsmodus die normalen (selbst definierbaren) Display-Seiten abrufen.

*) Die Funktion "Auto-Lap" erlaubt das automatische Nehmen von Zwischenzeiten - entweder alle x Meter (x ist frei einstellbar), oder bei jedem Passieren definierter Orte. Es sind dies all diejenigen Orte, an denen man während des aktuellen Trainings bereits einmal die Start- und/oder die Lap-Taste gedrückt hat; zusätzlich lassen sich vor dem Training weitere Orte explizit festlegen.

*) Nett sind auch die Navigationsfunktionen: Man kann sich, wenn man sich verirrt hat, entlang der soeben gelaufenen Strecke wieder zurück zum Start schicken lassen. Außerdem kann man Orte abspeichern und sich während des Trainings die Richtung (Luftlinie) zu einem dieser Orte anzeigen lassen. Die Richtungsanzeige erfolgt in beiden Fällen über einen stilisierten Kompass, neben dem auch die noch zurückzulegende Entfernung sowie die zu erwartende verbleibende Zeit angezeigt wird.

*) Das Finden der Satelliten dauert bei meinem Gerät selbst bei freier Sicht auf den Himmel ca. 1-3 Minuten, und bis zu diesem Zeitpunkt kennt das Gerät auch nicht das aktuelle Datum und die Uhrzeit (es enthält im Gegensatz zu den anderen oben erwähnten Modellen keine Echtzeituhr, welche im ausgeschalteten Zustand weiterläuft). Wenn man noch vor dem Finden der Satelliten auf die Start-Taste drückt und damit das Training beginnt, ist die resultierende Trainingsdatei nicht auf Garmin Connect hochladbar, da Garmin Connect mit dem dann abgespeicherten Startdatum (1. April 2007) nicht zurecht kommt. Andere Programme (z.B. Sporttracks) kommen damit aber sehr wohl zurecht; zudem kann man "defekte" Trainingsdateien auch manuell nachbearbeiten, sodass Garmin Connect sie schluckt (z.B. durch Korrektur das abgespeicherten Startdatums). Update: Das Datums- und Uhrzeitproblem war offenbar auf einen Fehler meines Gerätes zurückzuführen, siehe ganz unten.

*) Wenn zu Beginn des Trainings die Elektroden des Herzfrequenzgurtes nicht feucht genug sind, werden viel zu hohe Pulswerte gemessen (jenseits der 200). Trainingsdateien mit solch hohen Pulswerten sind nicht auf Garmin Connect hochladbar (und müssten, wenn man dieses Service nutzen möchte, zuerst händisch korrigiert werden).

*) Seit dem letzten Firmware-Update (September 2011) funktioniert der automatische Transfer zu Garmin Connect endlich zuverlässig.

*) Die per GPS gemessenen Höhenwerte schwanken selbst auf ebenen Strecken sehr stark. Das führt oft zu astronomischen Werten für den Gesamt-Anstieg einer Trainingseinheit. Dadurch ist auch der ebenfalls abrufbare Momentanwert der Steigung (in %) ziemlich unbrauchbar. Auch das nachträgliche Anwenden der auf Garmin Connect angebotenen Höhenkorrektur bringt keine besondere Verbesserung. Ob es das für Sporttracks erhältliche Plugin besser kann, habe ich noch nicht getestet.

Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Gerät jedenfalls sehr zufrieden. Wenn sich neue Erkenntnisse ergeben, werde ich diese Rezension aktualisieren.

Update vom November 2011: Knapp ein Jahr nach dem Kauf zeigte sich folgender Fehler: Längere Trainingseinheiten konnten nicht mehr korrekt beendet (und damit in der "History" gespeichert) werden. Somit war kein Upload auf den PC mehr möglich. Außerdem funktionierte das Aktualisieren der Firmware nicht mehr (es wurde immer nach 10% bis 50% der Übertragung abgebrochen). Nach einer Anfrage im Garmin-Supportforum (deren Ergebnis meine Vermutung des Vorliegens eines Defektes bestätigte), sandte ich das Gerät im Rahmen der Gewährleistung an Amazon ein. Obwohl ich ausdrücklich um Reparatur oder Austausch ersuchte, erstattete mir Amazon stattdessen kommentarlos den gesamten ehemaligen Kaufpreis zurück! Dafür gibt es großes Lob von mir.

Da mir die einzige in Frage kommende Alternative, der Forerunner 910XT (mit barometrischem Höhenmesser und vielen tollen Schwimm-Funktionen), zu teuer ist, habe ich mir nun wieder einen 310XT besorgt. Dabei stellte ich gleich einmal fest, dass mein alter 310XT offenbar bereits von Anfang an einen Schaden hatte. Denn im Gegensatz zum alten Gerät bleiben Datum und Uhrzeit nun auch im ausgeschalteten Zustand erhalten (die Uhr geht dabei weiter).
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