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Kundenrezension

am 25. Juni 2014
‚96 Hours (Taken)’, ist eine Mischung aus ‚Phantom-Kommando (Commando)’, ‚Death Wish’ und ‚Frantic’ sowie der ersten Staffel von ‚24’ und einem Hauch ‚Taxi Driver’.
Liam Neeson spielt hier den ehemaligen Agenten Bryan Mills, dessen Tochter Kim in Paris von einem osteuropäischen Mädchen- und Drogenhändlerring entführt wird. Er hat 96 Stunden (Deutscher Titel) Zeit, seine Tochter wieder zu finden, bevor sich ihre Spur verlieren wird.
Am Anfang des Films wird auch ordentlich Stimmung erzeugt, wenn seine Ex-Frau, gespielt von Famke Janssen, und seine Tochter, ihn gegen sein besseres Wissen, dazu überreden, seine Einwilligung zu geben, damit das Gör nach Paris pilgern darf. Mutter und Tochter sind nicht klüger als das Trio in ‚Hostel’, denn kaum in Paris angekommen, wird die Tochter und ihre Freundin schon entführt, und Papa muss hin, um die Sache zu richten, denn seine Ex-Frau und ihr neuer vermögender Macker, sind dazu nicht in der Lage, also reaktiviert der Agent seine alten Kontakte und auch seine Fähigkeiten kommen endlich wieder zum Einsatz …

Es ist etwas schwierig, zu ‚96 Hours’ etwas zu schreiben, wenn einem der Film gefällt, ohne sich den Zorn diverser Gutmenschen zuzuziehen, denn ‚96 Hours’ ist wahrlich kein Film für die Völkerverständigung, sondern erfreut mit altmodischen Helden und Schurken und einer modernen, diskussionsfähigen Handlung. Diese Elemente hat man leider lange nicht mehr in einem solchen Film gesehen, weshalb ‚96 Hours’ trotz all dieser bekannten Elemente frisch, unangepasst und originell wirkt!

Viele Vorurteile, die man gegenüber Osteuropäern haben kann, werden in ‚96 Hours’ bedient, denn diese werden in ‚96 Hours’ als brutale, gewalttätige Kriminelle ohne Skrupel portraitiert. Einige mögen sich an dieser simplen Schwarzweiß-Zeichnung stören, aber dann könnte man sich auch darüber aufregen, dass in WWII-Kriegsfilmen die Deutschen die Nazis und stets als Schurken dargestellt werden oder dass in klassischen Western die Indianer oft die Bösen sind. Auch in diversen Krimireihen war die Darstellung diverser Gruppen, Minderheiten und Kulturen noch nicht so glattgebügelt wie heute, und doch gelten diese Reihen („Charlie Chan“) heute als Klassiker – kann es sein, dass sich die Menschen damals weniger daran gestört haben als heute? Dass damals die Menschen etwas selbstverständlicher mit solchen Vorurteilen umgegangen sind?

Aber auch die sog. bessere Gesellschaft kommt in ‚96 Hours’ keinen Deut besser weg, sondern stellt sich als Nutznießer der kriminellen Machenschaften heraus, von denen ganz offensichtlich auch die Polizei und andere Behörden Kenntnis haben und daran mitverdienen. Willkommen in der EU! Und wie Charakterdarsteller Liam Neeson als Brian Mills mit diesem Pack den Boden aufwischt und die Leichenhalle füllt, ist einfach eine Wucht:Keine unglaubwürdige Bigger-Than-Life-Action Marke 007, keine überstrapazierte Selbstironie, sondern eine bodenständige Realität beherrscht den Film, wenn Liam Neeson Mitwisser eine Hauptverkehrsstrasse entlang jagt, in Räuberhöhlen eindringt und alles platt macht und mit einfachen Mitteln Schurken foltert und die Vorzüge einer modernen Stromversorgung erklärt, als wäre er Jack Bauer – tatsächlich sieht Liam Neeson aus wie eine dunkelhaarige Version des CTU-Agenten. Die Actionszenen werden nicht von gezwungen coolen Sprüchen begleitet wie dies aus ‚Lethal Weapon’, ‚Bad Boys’ oder ‚Die Hard’ vertraut ist, sind auch weniger Action-, sondern mehr nüchterne und effektive Kampf- und Gewaltszenen, bei denen man sich verwundert die Augen reibt und sich fragt, warum auf diese Weise nicht auch andere Filmemacher ihre Filme inszenieren können …
Dabei ist auch interessant, was zwischen den Zeilen rüber kommt:Die lokalen Behörden und die örtlichen Politik sind offenbar völlig unnütz, haben in ihrem MultiKulti-Wahn zugelassen, dass sich solch eine kriminelle Menschenhändlerszene dort breit machen konnte. Da muss erst der Ami auf der Suche nach dem holden Töchterlein in Paris einfallen, und mit dem eisernen Besen ordentlich durchfegen, damit sich was bewegt!
Nicht erst durch die Publikationen eines Thilo Sarrazin hat ‚96 Hours’ eine in diesen Filmen eher ungewohnte Aktualität und Ernsthaftigkeit erhalten.
Schmutziges Ambiente wechselt sich ab mit trister Szenerie und es verwundert nicht, dass auch hohe Regierungskreise und Finanzgrößen in die Machenschaften verwickelt sind. Die Verfolgungsjagen erinnern an Klassiker wie ‚Bullitt’ oder ‚French Connection – Brennpunkt Brooklyn’, in denen sich der Held darauf beschränkte, sein Auto zu lenken, anstatt wie moderne Actionhelden, zu fahren und gleichzeitig zu schießen. Die Handlung ist geradlinig und in einigen Szenen blitzt der Suspense eines Alfred Hitchcock durch, etwa bei der Küchenszene. Stimmung und Atmosphäre werden durch die Handlungen der Charaktere erzeugt und nicht durch eine Addition möglichst vieler Spezialeffekte.
‚96 Hours (Taken)’ ist ähnlich wie ‚Shooter’ oder ‚Death Sentence’ ein Werk der Gegenbewegung zur etablierten, sterilen Familienunterhaltung im Actiongenre wie die Bourne-Reihe oder die modernen ‚James-Bond’-Filme.
‚96 Hours’ beweist eindrucksvoll, dass man einen überzeugend-harten Actionkrimi drehen kann, ohne dabei ein dreistelliges Millionenbudget zu verballern, das dann im fertigen Film kaum zu sehen ist (Siehe die modernen ‚James Bond’-Filme …)

Neben der Krimiserie ‚24’ zählt ‚96 Hours’ zu meinen Favoriten bei den (Action-)Krimis des neuen Jahrtausends, ein Hammer, der auch bei wiederholtem Ansehen nichts von seinem Reiz verliert!

Etwas mehr Bonusmaterial hätt’s aber schon sein dürfen, ich meine, zu jedem öden Superhelden-Spektakel wird ja auch was produziert …
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