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Kundenrezension

16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Schnellschuss, der die richtige Richtung wieder andeutet, 23. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Queensryche (Audio CD)
Das selbstbetitelte neue Album besitzt sicherlich die Trademarks der Alben von Operation Mindcrime(1988) bis Promised Land(1994), ohne allerdings deren Klasse tatsächlich erreichen zu können. Es fehlt den Songs zumeist an genialen Melodien und griffigen Refrains, obwohl das Material wieder erheblich rockiger und metallischer daherkommt als die eher Alternativ- und Modern-Metal anmutenden letzten Alben. Mit Todd la Torre hat man glücklicherweise eine absolut kompetente Lösung am Sänger-Posten gefunden, der eine sehr ähnliche Gesangsstimme hat wie Geoff Tate, und somit auch die alten Songs adäquat umgesetzt werden können - alles andere macht ja in meinen Augen auch keinen Sinn, weil man ja mit anderem Sänger und Stimme das alte Material quasi in die Tonne kippen könnte. Ähnlichkeiten zum metallischen offiziellen grandiosen Erstlingswerk The Warning(1984)kann ich indes keine ausmachen. Da wird in der Presse wiedermal zu viel behauptet und beworben. Aber auch hier finde ich diese vielen 5-Sterne-Wertungen(das Phänomen ist ja bei kultigen Bands wie Motörhead un AC/DC ein ähnliches, dass ein neues Album grundsätzlich 5 Sterne erhält - qualitätsunabhängig) einfach lächerlich, nur weil sich Queensryche wieder mehr auf Ihre kernigeren Trademarks konzentrieren und sich wieder nach vielen Jahren endlich wieder nach Queensryche anhören, ohne dabei aber musikalisch wirklich die grossen Melodien auszupacken und zu brillieren - für mich stellt das Album nur einen ersten Schritt in die richtige Richtung dar, der konsequent weitergeführt werden sollte und der zukünftig auch mal wieder richtig gute Songs zutage bringen sollte.
Trotzdem ein empfehlenswertes neues Album für alle Queensryche-Fans, auch wenn es die ganz grossen Songs vermissen lässt. Ich gehe jetzt aber absichtlich mal nicht auf die einzelnen Songs ein, weil ich mich gerne einem anderen Thema widmen möchte.

Offensichtlich wurde die Band in den letzten 15 Jahren von Geoff Tate gelenkt und dieser gab die musikalische Richtung vor, weswegen es ja auch desöfteren zu Reibereien kam. Geoff Tates Queensryche-Version Frequenzy Unknown(2013) ist ja die unrühmliche unmissverständliche Fortsetzung dieser modernen Metal/Alternativ-Musikrichtung. Ich muss allerdings zugeben, dass mir die übertriebene Theatralik und dieser operettenhafte "künstlerisch hochwertig emotionale" Gesang des Geoff Tate mit der Zeit immer mehr auf die Nerven gingen, da ist mir es lieber wenn von Todd La Torre wieder in eine eher abgespeckte "einfachere" emotionsärmere Metal-Richtung gegangen wird. Wobei ich nichts dagegen habe, dass es genügend Menschen gibt, denen genau das gefällt an Geoff Tate.

Ich möchte hier aber noch auf ein ganz anderes Thema eingehen.
Es ist ja eine grosse Besonderheit, dass es gerichtlich ungeklärt zur Zeit 2 Bands mit dem Namen Queensryche gibt. Und da sich beide Bands als die einzig wahren Queensryche ansehen, hat quasi ein Wettlauf mit der Zeit stattgefunden, um so schnell wie möglich, der erste zu sein, der ein Album auf den Markt bringt - denn damit hat man erst einmal die gesamte Aufmerksamkeit auf seiner Seite. Dieses Wettrennen ist meines Erachtens auch als Hauptgrund anzusehen, warum auf beiden neuen Queensryche-Alben(wobei die Geoff Tate-Version eh nicht meine Musikwelt ist) nicht das Optimum herausgeholt werden konnte. Es lässt sich daher die kurze Spielzeit von nur 35 Minuten und 9 echten Songs ableiten, und die vielen eher undurchdachten Arrangements, wo die zusammengesetzten Einzelstücke nicht 100-prozentig zusammenpassen wollen. Es ist schade, dass man sich hier nicht ein wenig mehr Zeit gelassen hat, allerdings auch total verständlich, dass man Tates Schnellschuss auch schnell etwas entgegen setzen musste, aus besagten Gründen. Ich sehe aber Potential um den neuen Sänger Todd la Torre und vielleicht sollte man auch eine Überlegung daran verschwenden, den früheren Haupt-Songwriter Chris de Garmo wieder zu reaktivieren, der sich ja meines Wissens nach ständig mit Tate in die Haare kam.

Das Album Queensryche ist ein erstes Lebenszeichen einer etablierten Band mit neuem vielversprechendem Sänger, das meines erachtens nicht viel Aussagekraft hat, da es ein Schnellschuss ist, um die Konkurrenz nicht davon ziehen zu lassen. Stilistisch schliesst das Album an ältere Queensryche-Werke an, qualitativ fällt alles sehr dürftig bis ärgerlich belanglos aus. Kein Refrain, rein gar nichts bleibt im Ohr hängen - in dieser Form hat die Band jegliche Daseinsberechtigung verwirkt und wird nach den ganzen Querelen und dürftigen Fremdschäm-Alben der letzten Jahre auch nicht wirklich von Jemandem ernsthaft vermisst werden. Dass Desaster dieses aktuellen Albums hätte aber doch auch jemandem von der Plattenfirma auffallen müssen, ich verstehe nicht wie man eine Vielzahl von solch schwachen belanglosen Songs auf die Menschheit loslassen kann.
Beurteilen kann man die neue Besetzung denke ich erst nach dem nächsten Werk, zu dem man sich dann hoffentlich die Zeit lässt, die es braucht.
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.06.2013 18:22:09 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 25.06.2013 17:53:26 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 24.06.2013 12:29:03 GMT+02:00
PureNarcotic meint:
Sehr gute und differenzierte Rezension, mit der ich fast hundertprozentig konform gehe (auch wenn ich, zugegeben, Tate als Sänger und Musiker immer sehr, sehr geschätzt habe)! Besonders was die Arrangements angeht bin ich ganz deiner Meinung. Es bleibt zudem abzuwarten, ob die Stücke live funktionieren. Da habe ich momentan ein wenig Zweifel, da viele Wirkungen nicht durch die Bandinstrumente und Gesang, sondern haufenweise gelayerte Spuren, Synthies, Orchestersamples etc. zustande kommen. Wenn man das im Geist mal runterreduziert wird's songwriterisch etwas dünn. Ich hoffe, dass sie das auf der nächsten Platte (sofern keine Reunion dazwischenkommt...) noch besser in den Griff bekommen und LaTorre noch ein wenig mehr Varianz (und vielleicht auch mal die ganz leisen Töne) zulässt.

Veröffentlicht am 24.06.2013 18:03:25 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 18.06.2015 19:20:33 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 25.06.2013 14:47:21 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.06.2013 14:48:40 GMT+02:00
EmpiresDawn meint:
Mein Eindruck ist recht ähnlich.
Das ist das stärkere der beiden neuen Queensryche-Alben, aber beide leiden darunter, dass auf Biegen und Brechen versucht wurde im Kampf um Namensrechte schnell ein Album auf den Markt zu werfen.

Richtige Hits gibt es hier leider auch keine.

Veröffentlicht am 01.08.2013 13:08:10 GMT+02:00
R. Kettrup meint:
Sehr differenzierte Rezi. Lob dafür von mir. Deinen Gedanken mit dem Veröffentlichungswettrennen teile ich auch, allerdings mit der Einschränkung, dass das Material schon größtenteils zusammengestellt wurde, ehe der Split offiziell wurde (Man traf sich mit Tate - den ich nicht wirklich vermisse - doch nur noch für Konzerte). Ein Todd la Torre war somit sicherlich nur unwesentlich am Songwriting beteiligt. Da sein Gesang quasi übergestülpt wurde, gibts hier bestimmt noch Luft nach oben.
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