Amazon-Fashion Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Anki Bestseller 2016 Cloud Drive Photos Learn More led Hier klicken Mehr dazu Fire Mehr dazu AmazonMusicUnlimited GC HW16
Kundenrezension

1.718 von 1.829 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Telefonie nicht parallel zu WLAN-Transfer möglich, 23. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: AVM FRITZ!Box 7390 Wlan Router (VDSL/ADSL, 300 Mbit/s, DECT-Basis, Media Server) (Personal Computers)
Ich war stolzer Besitzer einer FritzBox 7390 samt FritzFon MT-F. Ich war glücklich. Meine Frau war glücklich. Alle unsere vernetzten Geräte waren glücklich. Und das wiederum machte mich umso glücklicher.

Nach wenigen Tagen stellte ich jedoch fest, dass es sporadisch zu Aussetzern beim Telefonieren kam: die Verbindung schien für einige Sekunden in beide Richtungen stumm zu sein, war dann für einen kurzen Moment wieder da, aber ebenso schnell wieder sekundenlang weg. Dieses Problem bestand nicht nur mit dem FritzFon MT-F, sondern auch mit meinem Gigaset A400. Dabei war die Anschlussart des Telefons irrelevant, denn das Symptom trat unabhängig davon auf, ob die FritzBox als DECT-Basis genutzt wurde oder die Gigaset-Basis über TAE-Kabel an die FritzBox angeschlossen und verwendet wurde.

Diese abgehackten Telefongespräche führte ich daher zunächst auf einen VoIP-Fehler am VDSL50-Anschluss der Telekom zurück und verständigte den Telekom-Kundenservice. Dieser konnte jedoch keine Störung feststellen, empfahl mir bei dieser Gelegenheit jedoch lieber einen Telekom-Router zu nutzen. Diesen könne ich direkt bei der Hotline bestellen und entweder käuflich erwerben oder günstig mieten. Dankend lehnte ich das Angebot ab und habe mir stattdessen von meinen Nachbarn einen ungenutzten Speedport W723V ausgeliehen. Ich traute meinen Ohren kaum, aber das Problem war tatsächlich nicht mehr da! Selbstverständlich konnte und wollte ich diese Schmach nicht auf der FritzBox sitzen lassen, schließlich war es ja das Vorzeige-Prestige-Modell 7390. Doch nach der erneuten Installation der FritzBox wurde die Befürchtung zur Gewissheit: die Telefongespräche waren wieder abgehackt und das Problem lag ganz offensichtlich bei der FritzBox. Selbst der Wechsel vom FritzOS 5.50 auf die Labor-Firmware, sowie das kurz darauf erschienene offizielle Update auf FritzOS 5.52 oder der daraufhin erneuerten Labor-Firmware brachten keinerlei Verbesserung.

Der Anruf beim AVM-Support war nicht mehr als ein interaktiver Leitfaden durch die Support- und FAQ-Webseiten, die ich natürlich im Sinne des "Customer Self Service" bereits gelesen und berücksichtigt hatte. Letztlich bat man mich um Übersendung von speziellen Support-Diagnose-Daten, die erstellt werden sollten, während das Symptom auftritt. Doch dies war leichter gesagt als getan, denn ein weiterer Fehler trat nun auf, der die FritzBox-Anamnese zusätzlich erschwerte. Die FritzBox ist nämlich durch den WLAN-Datentransfer bei gleichzeitiger Telefonverbindung (von "Telefongespräch" kann aufgrund der extrem abgehackten Verbindung keine Rede sein) offenbar bereits derart stark ausgelastet, dass das System beim Versuch über die mitgeteilte FritzBox-Support-Seite die Diagnose-Daten zu erstellen schlichtweg abstürzt und rebootet. Reproduzierbar. Jedes Mal. Die Support-Daten wurden daraufhin wunschgemäß unmittelbar nach einem solchen Reboot erstellt. Nach einem kurzer Blick in die so erstellten Support-Daten war mir jedoch schnell klar, dass in der Datei keine problembezogenen Aufzeichnungen zu finden waren und daher auf diesem Weg eine Diagnose sicherlich nicht zu einem befriedigendem Ergebnis führen würde. Diese Bedenken übermittelte ich gemeinsam mit den Support-Daten an AVM und wartete nun auf eine Antwort.

Und ich wartete lange auf eine Antwort. Nach vier Wochen griff ich erneut zum Telefon und fragte nach, wie der Problemstatus sei, wurde jedoch vertröstet, dass man sich bei mir melden würde sobald es neue Informationen gäbe. Also wartete ich erneut auf Kontaktaufnahme seitens AVM.
Und erneut wartete ich lange auf eine Antwort. Weitere 4 Wochen später gab es immer noch keine neuen Informationen. Oder aber AVM war entweder nicht in der Lage oder nicht gewillt das vorliegende Problem zu lösen.
Inzwischen war ich die abgehackten Telefongespräche jedenfalls leid und reklamierte deshalb das Produkt beim Händler (Amazon).
Anstandslos wurde mir vom Amazon-Kundenservice noch während des Telefonats ein Rücksende-Etikett per Mail zugesandt und binnen 24 Stunden hatte ich eine neue FritzBox 7390 in den Händen. Ich wähnte mich die Probleme durch Austausch des vermeintlichen "Montags-Gerätes" gelöst zu haben. Leider war dies ein Trugschluß, denn auch bei dem Austauschgerät waren exakt die gleichen Symptome vorhanden: abgehackte (VoIP)-Telefonverbindung während parallelem WLAN-Datentransfer.
Ungläubig und frustriert verpackte ich die FritzBox wieder im Karton und klingelte bei den Nachbarn, denn ich wusste, dass auch dort eine FritzBox 7390 in Betrieb war. Nach einer anfänglichen Erläuterung des Sachverhalts prüften wir zunächst des Nachbars FritzBox - an seinem Anschluss und mit seinen Endgeräten. Und schon hatte ich "mein" Problem auch zu "seinem" Problem gemacht, denn auch bei ihm war genau das gleiche Phänomen festzustellen. Er wusste es bisher nur noch nicht.
Als ebenfalls Technik-begeisterter Zeitgenosse erklärte sich mein Nachbar bereit, mir bei der weiteren Problemeingrenzung noch intensiver weiter zu helfen. Er erstellte daher ein Backup seiner FritzBox-Einstellungen, setzte die FritzBox auf Werkseinstellungen zurück, baute die FritzBox bei sich ab und bei mir auf. Das Ergebnis war erwartungsgemäß negativ: abgehackte Telefonverbindung bei parallelem WLAN-Datentransfer.

Ich kontaktierte daher erneut den Amazon-Kundenservice und erwartungsgemäß war die Rückgabe von FritzBox samt FritzFon abermals völlig problemlos möglich. Die Schilderung des Problems wurde sogar sehr aufmerksam und dankbar aufgenommen, denn für Amazon hat dieses Problem viel größere dimensionierte Auswirkungen: Unabhängig davon ob das Problem durch ein Firmware-Update gelöst werden kann (QoS-Implementierung, WLAN-Treiber, VOIP-Implementierung) oder aber möglicherweise sogar ein nicht korrigierbarer Hardware-Fehler vorliegt (dadurch könnten auch die reproduzierbare Reboots erklärt werden), es handelt sich definitiv nicht um den Produktionsfehler einer einzelnen FritzBox sondern ganz offensichtlich um ein Problem der gesamte Produktserie! Ob es einen Verkaufs-Stopp geben würde, konnte man mir am Telefon nicht beantworten, aber ich gebe zu, dass ich das Amazon-Angebot in den nächsten Tagen und Wochen gespannt verfolgen werde.

Leider schweigt sich AVM zu den Problemen bis heute aus. Ich erwarte gar nicht, dass AVM das Problem sofort löst, wohl aber innerhalb eines halben Jahres das Problem zugibt, bearbeitet und im Rahmen dieser Problembearbeitung auch mit dem Kunden Kontakt hält und ihn informiert! Im letzten Telefongespräch mit AVM wurde sogar behauptet, dass es sich höchstwahrscheinlich um Leitungsprobleme meines Anbieters handeln würde (obwohl ich dies nachweislich bereits widerlegt hatte). Ich will mir gar nicht vorstellen, wie viele unzufriedene Kunden die Telekom hat (oder andere Anbieter von IP-basierter Telefonie), weil diese Telefon-Verbindungsprobleme angeblich am IP-Anschluss liegen.

Bis das Problem zufriedenstellend gelöst ist, wird wohl vermutlich noch einige Zeit verstreichen. Vielleicht hofft AVM ja auch darauf das Problem aussitzen zu können, bis die neue FritzBox 7490 im Herbst auf den Markt kommt. Solange werde ich daher auf die Verwendung einer FritzBox verzichten und habe inzwischen übrigens tatsächlich das Miet-Router-Angebot der Telekom-Hotline in Anspruch genommen. Dem Speedport W724v fehlen zwar viele der FritzBox-Funktionen, besonders die integrierte VoiceBox mit Gesprächsaufnahme-Funktion oder die Mail-Benachrichtigung bei Reconnect, Anrufen oder anderen Ereignissen. Aber immerhin kann ich nun wieder Telefongespräche führen ohne vorher darauf achten zu müssen, dass kein WLAN-Gerät einen Datentransfer durchführt.

Die FritzBox 7390 hat unbestritten die vermutlich größte Funktionsvielfalt im Vergleich zu allen anderen SOHO-Routern. Angesichts dieses Funktionsumfangs ist es für AVM durchaus schwierig, ein durchweg hohes Maß an Fehlerfreiheit zu gewährleisten. Löblicherweise hat AVM deshalb bereits seit längerem die Nutzer durch die Labor-Firmware und Labor-App Versionen frühzeitig in den Entwicklungsprozess mit eingebunden. Doch wenn die primären Grundfunktionen eines explizit VOIP-fähigen WLAN-Routers nicht gewährleistet sind, und AVM als Hersteller diesem Problem mit offenkundigen Desinteresse begegnet, dann muss dieses Problem in meinen Augen auf öffentlicher Bühne diskutiert werden. Nur so kann auf AVM der nötige Druck aufgebaut werden, den ich als Einzelperson nicht zu erzeugen vermag. Daher habe ich bereits verschiedene Presse-Redaktionen verständigt.

Angesichts der beschriebenen Probleme (und unter Berücksichtigung der stets wachsenden Zahl an IP-basierten Telefon-Anschlüssen), spreche ich für die AVM FritzBox 7390 die klare Empfehlung aus, diese NICHT ZU KAUFEN!

Nachtrag vom 26.07.2013:
Durch regen Austausch in diversen Online-Portalen und -Foren scheint sich die Vermutung zu bestätigen, dass das zugrundeliegende Problem der viel zu schwach dimensionierte Chip/Prozessor der FritzBox ist. Möglicherweise ist auch die Hardwaresteuerung auf Treiber- oder Kernel-Ebene schlecht implementiert, was jedoch den identischen Effekt hat: Nicht nur bei WLAN-Transfer wird die CPU voll ausgelastet, sondern auch bei USB-Nutzung oder VPN-Verwendung. Das erklärt auch äußerst plausibel, warum die FritzBox bei paralleler Verwendung von WLAN, VOIP-Telefonie und der Support-Daten-Erstellung abstürzt: die FritzBox ist überlastet und schützt sich durch den Reboot selbst!

Nachtrag vom 08.08.2013:
Nach fast zwei Monaten "Sendepause" hat mir der AVM-Support die Nachricht zukommen lassen, dass AVM das Problem inzwischen durch mehrere Kundenberichte bekannt ist. Es würde aber wohl auch mit dem jeweiligen Netzwerk-Client bzw. der heimischen Netzwerk-Infrastruktur zusammen hängen. Das klingt nicht nur nachvollziehbar sondern muss logischerweise zwingend richtig sein: Denn die Auslastung der FritzBox hängt natürlich direkt von dem jeweiligen Netzwerk-Client ab! Nur "neuere" WLAN-Karten können die sog. Stream-Bündelung, die mit maximal möglicher Geschwindigkeit die FritzBox an ihre Grenzen bringt. Siehe auch Wikipedia-Artikel zu "IEEE 802.11n" im Abschnitt Technik.)
In der aktuellen Labor-Firmware seien bereits einige kleine Änderungen eingearbeitet, die zu Verbesserung führen sollen. Mit der nächsten finalen Firmware-Version soll das Problem dann gänzlich gelöst sein.
Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, dass dieses Problem bei der 7490 definitiv nicht existent sein soll. Ich werde das Ganze daher nun in Ruhe abwarten, beobachten und mir dann überlegen, ob es eine neue FritzBox (7490) geben wird oder nicht.

Nachtrag vom 02.09.2013:
Durch das Einschalten der ct-Redaktion des Heise-Verlags hat AVM nunmehr das Vorhandensein dieses Fehlers zugegeben. Allerdings hat AVM dies erst durch das intensive und hartnäckige Nachbohren seitens der ct-Redaktion eingestanden, welche sogar eigene Tests im Redaktionslabor durchgeführt hat. Laut AVM soll eine Fehlerbehebung angeblich noch im September per Firmware-Update erfolgen. Mit der bereits bereitstehenden Labor-Firmware sei das Problem schon adressiert worden. Da die Labor-Firmware jedoch keinerlei Besserungen gebracht hat, halte ich meine These nach wie vor aufrecht, dass es sich um ein Problem aufgrund unterdimensionierter Hardware handeln könnte anstatt eines Software-Fehlers. Leider verstärkt sich dieser Eindruck, da auch die neue FritzBox 7490 am USB 3.0 Anschluss miserable Datenübertragungsraten liefert (siehe entsprechende Amazon-Rezension: unter 20MB/s, also gerade mal USB 2.0 Niveau), was bereits bei der 7390 von offizieller Seite eindeutig auf unterdimensionierte Chipsatz-Leistungsfähigkeit zurückgeführt wurde. Vermutlich hat daher auch die 7490 die gleichen Probleme, dies müsste jedoch von einem Besitzer der 7490 an einem VOIP-Anschluss und maximaler WLAN-Übertragung im 11ac-Frequenzband geprüft werden. Grundsätzlich ist in meinen Augen aber die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sich dieses Problem weder bei der 7390 noch bei der 7490 durch ein Firmware-Update lösen lässt.

Nachtrag vom 05.12.2013:
Aus unbekannten Gründen sind ALLE Amazon-Rezension zur FritzBox 7390 verschwunden. Daher stelle ich meine Rezension erneut online.

Nachtrag vom 24.12.2013:
1. Das identische Fehlerbild wurde dank der ausführlichen Tests des Users "mgutt" nun auch für die FritzBox 7490 nachgewiesen.
2. Ein großes Dankeschön gilt den vielen fleißigen Usern für ihr Feedback zu meiner Rezension. Dadurch konnte inzwischen ausgeschlossen werden, dass die Verwendung des integrierten VDSL-Modems mit dem Fehler zusammenhängt. Viel mehr lässt sich das Problem auch dann reproduzieren, wenn die 7390 lediglich als Access Point und VoIP-Gateway fungiert und die Internet-Konnektivität ausgelagert wurde. Bereits mit internem Netzwerk-Traffic lässt sich die FritzBox derart auslasten, dass VOIP-Gespräche unmöglich sind.
3. Falls eine FritzBox unterm Weihnachtsbaum liegt, dann besteht hoffentlich noch ein Analog- oder ISDN-Anschluss. Ansonsten (also: im Fall eines VOIP-Telefonanschlusses) wünsche ich viel Spaß und gute Nerven! Nach meiner Erfahrung nimmt Amazon mit Verweis auf dieses Problem die FritzBox ohne Zögern anstandslos zurück. ;)
Aber vielleicht macht AVM seinen FritzBox-Kunden ja noch ein überraschendes Geschenk mit einem Problem-lösenden Update... ;)
(Das halte ich persönlich allerdings aus technischer Sicht für ausgeschlossen, denn die vielen Kommentare anderer User bestätigen leider meinen Verdacht, dass tatsächlich ein Hardware-Problem vorliegt, welches nicht durch ein Software-Update behoben, sondern höchstens durch Funktionseinschränkungen umgangen werden kann.)
4. Frohes Fest und guten Rutsch!

Nachtrag vom 08.04.2014:
Erst durch den jüngst vollzogenen Wohnort-Wechsel habe ich mich wieder intensiver mit der Suche nach Alternativen zur FritzBox beschäftigt und daher steht immernoch ein Telekom-Mietgerät (Speedport W724v) bei mir Zuhause. Diese ist zwar hinsichtlich der Funktionsvielfalt nicht so umfangreich wie eine FritzBox, läuft dafür jedoch bisher tadellos.

Vorweg noch folgende Hinweise:
Wer "normale" Ansprüche hat und eine "out-of-the-box" Lösung einer frei konfigurierbaren Lösung vorzieht, ist auch mit einem Speedport gut beraten. Für die "intensiveren" Ansprüchen gibt es je nach Anwendungsfall unterschiedliche Möglichkeiten zur Realisierung der drei zentralen Netzwerk-Funktionen (Modem, Router und Access Point). Die Telefonie-Funktion betrachte ich hier nicht weiter, da ich diese auf ein IP-Telefon auslagern werde. Dadurch kann man das IP-Telefon bei bestehender heimischer Netzwerk-Verbindung (z.B. durch Power-LAN) nämlich völlig unabhängig vom Router aufstellen.
Hinweis für Speedport-Nutzer: Die Telekom Speedports "blockieren" die für VoIP notwendigen SIP-Ports exklusiv für die eigene Nutzung. Selbst Portweiterleitungen (NAT) hilft nicht weiter, so dass hinter den Speedport geschaltete IP-Telefone keine Chance für einen Verbindungsaufbau haben. Wer also ein IP-Telefon hinter seinem Router nutzen möchte, muss auf die Verwendung eines Speedports verzichten.

Folgende Geräte habe ich für die Verwendung an einem Telekom-Entertain-Anschluss mit VDSL50 für Triple Play (VoIP, IP-TV, Internet) nach intensiver Suche identifiziert:

1. DrayTek Vigor 130
Dies ist ein sog. "Modem-Router" und bewerkstelligt die VDSL-Einwahl sowie das notwendige WAN-seitige VLAN-Tagging (VLAN 7 für Internet und VoIP, VLAN 8 für IP-TV). Neben VDSL (Band-Plan: 997, 998) wird auch Vectoring für VDSL2 unterstützt (VDSL2-Profile: 8a, 8b, 8c, 8d, 12a, 12b, 17a, 30a). Das Gerät kann sowohl im "Modem-only" (PPPoE-Passthrough) als auch im "Bridge" Modus betrieben werden (der letztgenannte Modus wird im Volksmund zumeist als "Router" bezeichnet, technisch gesehen handelt es sich jedoch um eine "Bridge") und besitzt 1 Gigabit Port. Für meinen Anwendungsfall reicht das völlig aus, da ich sowieso einen IGMPv3-fähigen managed Switch (Netgear GS108E-100PES) für die weitere Verteilung verwende. Bei der Erweiterung des verkabelten Netzwerks ist man bei diesem Szenario in der Wahl der Access Points völlig frei, denn WLAN ist in dem Gerät nicht integriert. Wer sowieso ein WDS-WLAN aufbauen, einen Apple Airport oder andere Access Points verwenden möchte, liegt mit diesem Gerät sehr gut (Kostenpunkt: ca. 100€).
Von Draytek werden auch Geräte hergestellt (z.B. die Vigor 2760er, 2850er oder 2860er Serien), die es bzgl. Funktionsumfang mit den FritzBoxen ganz locker aufnehmen können (VoIP, WLAN, VPN, USB-Geräte etc.). Allerdings funktionieren die Draytek Geräte fehlerfrei und bei Auftreten von Problemen erhält man auch sehr zeitnahen Support (zumindest soweit ich das bisher durch Google- und Foren-Suchen herausfinden konnte). Darüber hinaus bieten die hochwertigeren Draytek Geräte-Serien sogar sehr interessante Profi-Funktionen, die auch im Heim-Bedarf spannende Szenarien ermöglichen. Zum Beispiel: Durch Nutzung der VPN-Funktionalitäten wird der Zugang zu einem VLAN im heimischen Netzwerk ermöglicht, so dass die Entertain-Funktionen (z.B. auch Sky) auch abseits des heimischen Netzes auf den eigenen mobilen Endgeräten genutzt werden kann. Gleiches gilt auch für die Nutzung von VOIP über VPN, so dass man auch auf dem Handy (mit enstprechender SIP-Software) immer über die eigene Festnetznummer erreichbar ist, aber auch (dank der Entertain Festnetz-Flatrate) kostenlos ins dt. Festnetz telefonieren kann.

2. Zyxel VMG1312-B30A
Auch dies ist ein "Modem-Router", der jedoch zusätzlich WLAN über die 11b/g/n-Standards bereitstellt. Dieses Gerät wird auch von der Telekom selbst angeboten, allerdings für den "Business" Bereich (Google-Suche mit "zyxel vmg1312-b30a telekom"). In einigen Foren, z.B. auch den Support-Foren von Zyxel oder der Telekom, wird über Probleme bei Entertain-Nutzung berichtet. Hierbei scheint es sich jedoch um ein Problem spezifisch bei ADSL-Anschlüssen zu handeln. Eine explizite Nachfrage beim Zyxel-Support, ob noch irgendwelche Probleme bei Verwendung an einem Entertain-VDSL50 Triple-Play Anschluss bestehen, wurde klar verneint. Es sind 4 LAN-Ports vorhanden, allerdings "nur" mit FastEthernet (100MBit), für das (maximal unterstützte) VDSL-Profil 17a ist das völlig ausreichend. Wer einen günstigen WLAN-Modem-Router für seinen VDSL-Entertain-Anschluss sucht, dürfte hiermit glücklich werden (Kostenpunkt: ca. 110€).

3. ALLNET ALL500VDSL2 Rev.B
Außer den externen (sowie drehbaren) Antennen konnte ich eigentlich keine entscheidenden Unterschiede zum Zyxel VMG1312-B30A finden. Im Vergleich zum Zyxel ist das angesichts des günstigeren Preises für Sparfüchse mit WLAN-Wunsch sicherlich eine sehr interessante Alternative (Kostenpunkt: 80-90€).

Ich persönlich habe mich für den DrayTek Vigor 2760 entschieden, da dieses Gerät auch für die Zukunft bestens gewappnet ist (Vectoring und Profil 30a) und sich der Hersteller bzw. Support darauf konzentriert, die angespriesenen Funktionen auch fehlerfrei zu bewerkstelligen. Mit der aktuellen Firmware hält auch DrayOS auf dem Vigor 2760 Einzug. DrayOS ist das Betriebssystem für Profi-Router von DrayTek und bietet grandiose Konfigurationsmöglichkeiten (eine Live-Demo des DrayOS kann man sich auf Webseite zum Draytek 2860 ansehen). Das Einbinden von zusätzlichen separaten WLAN Access Points (z.B. mit OpenWRT auf günstigen Routern) kann man sich sein eigenes "Roaming Cell"-WLAN (mit Ethernet-Backbone) basteln, so dass dann überall Zuhause durchgängig bester WLAN-Empfang ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
  [Abbrechen]

Kommentare

Kommentare per E-Mail verfolgen
Von 24 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-10 von 324 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.07.2013 15:06:08 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.07.2013 15:06:23 GMT+02:00
Wow, nach schreiben dieses Romans gabs wahrscheinlich wunde Finger. ;) Aber schon bedauerlich das das bis zum Herbst noch Flagschiff von AVM so nen eklatanten Fehler aufweist. Muss ich direkt mal an meiner 3390 testen ob die womöglich selbiges Problem zeigt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.07.2013 16:02:20 GMT+02:00
S. Seibert meint:
Nach Kontakt mit den Leserservice-Redaktionen diverser IT-Magazine wurde ich gebeten, das Problem doch etwas ausführlicher zu schildern. Das habe ich getan. ;)
Und im übrigen glaube ich tatsächlich feststellen zu können, dass die Keyboard-Tasten seit Verfassen des Textes tatsächlich etwas dünner geworden sind... :D
In leicht veränderter Form habe ich diesen umfassenden Text dann auch als Inhalt der Rezension verwendet. ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.07.2013 16:14:07 GMT+02:00
Dann bin ich mal gespannt ob man demnächst in IT-Magazinen dazu was liest.Auf jeden Fall viel Glück dafür das die ganze Schreiberei nich umsonst war.

Veröffentlicht am 01.08.2013 13:43:07 GMT+02:00
Steffen meint:
Das allergleiche Problem habe ich mit meiner 7390 (1&1 Branding) auch! Bin schon seit Wochen auf der Suche nach einer Lösung, habe es schon mit Kühlen der Box versucht, aber leider alles erfolglos. Der AVM-Support spielt auch nur auf Hinhalte-Taktik. Das 5 GHz-WLAN in Verbindung mit dem original AVM WLAN Stick N v2 ist auch eine Katastrophe, hab schon mehrere Kanäle ausprobiert, laufend Ping-Aussetzer!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.08.2013 13:49:41 GMT+02:00
S. Seibert meint:
Leider ist AVM hier wirklich nicht sehr kommunikativ.
Meine FritzBox ist zwar von Amazon anstandslos zurückgenommen worden, das ändert aber nichts daran, dass schon seit Monaten das Support-Ticket seitens AVM offen ist!
In folgendem Thread wird das Problem schon seit Mitte letzten Jahres diskutiert und aufgrund der Informationen gehe ich inzwischen davon aus, dass es sich um ein Hardware-Problem handelt, welches nicht durch ein Firmware-Update behoben werden kann!
http://www.ip-phone-forum.de/showthread.php?t=250562

Veröffentlicht am 04.08.2013 11:11:29 GMT+02:00
manekineko meint:
Das erinnert mich an meine Erfahrungen, sowohl was meine 7390 angeht als auch den Support.
Ich nutze AVM Produkte seit 1997 und habe von deren Support noch niemals eine brauchbare Antwort bekommen, wenn die Frage nicht über der Online-Hilfe von Windows oder das Handbuch des Produkts beantwortet werden kann.
Echte Problemlösungen kennt der Support nach meiner Erfahrung nicht. Da wartet man vergebens, wenn was nicht funktioniert.

Ach meine 7390 hat extreme Probleme mit der Telfonie, und ich nutze kein VoIP sondern ISDN.
Ständiges Knacken in der Leitung, sekundenlange Stummphasen, Verbindungsabrisse und alle nur denkbaren möglichen Störgeräusche. Manchmal kann man gar nicht telefonieren.
Die Box muss zweimal täglich durch Abschalten des Stroms "resettet" werden, dann geht es einigermaßen.
Das finde ich absolut indiskutabel.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.08.2013 17:55:25 GMT+02:00
S. Seibert meint:
Nach fast zwei Monaten "Sendepause" habe ich heute von AVM eine Antwort erhalten:
Das Problem ist AVM inzwischen durch mehrere Kundenberichte bekannt, hängt aber wohl mit dem jeweiligen Netzwerk-Client bzw. der heimischen Netzwerk-Infrastruktur zusammen. (Das ist nicht nur nachvollziehbar sondern logischerweise zwingend richtig: denn die Auslastung der FritzBox hängt natürlich direkt von dem jeweiligen Netzwerk-Client ab. Nur "neuere" WLAN-Karten können die sog. Stream-Bündelung, die mit maximal möglicher Geschwindigkeit die FritzBox an ihre Grenzen bringt. siehe auch: http://www.ip-phone-forum.de/showthread.php?t=250562&p=1932758&viewfull=1#post1932758 )
In der aktuellen Labor-Firmware seien bereits einige kleine Änderungen eingearbeitet, die zu Verbesserung führen sollen. Mit der nächsten finalen Firmware-Version soll das Problem dann gänzlich gelöst sein.
Ich werde das nun in Ruhe abwarten, beobachten und mir dann überlegen, ob es eine neue FritzBox (7490) geben wird oder nicht. ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.08.2013 11:10:49 GMT+02:00
Meier Herbert meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.08.2013 16:44:15 GMT+02:00
Steffen meint:
Mir hat der AVM-Support nun mitgeteilt, dass bedauert werde, dass für mein Problem keine Lösung existiert. Schade.

Hat bereits jemand die Laborfirmware hinsichtlich des Problems ausprobiert? Möchte selbst noch etwas warten, da ich ein paar VPNs über die Box laufen habe...

Außerdem verstehe ich die Problemursache nicht, da das ganze lediglich Switching und kein NATing ist. Und wenn die Box mit 300 MBit/s angegeben ist, sollte das auch funktionieren.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.08.2013 09:51:00 GMT+02:00
S. Seibert meint:
Auch die Labor-Firmware löst das Problem nicht!
Das Problem liegt eher in der internen Verarbeitung der Daten (wo dort exakt zu suchen ist, wüsste vermutlich auch AVM sehr gerne... *g*) und nicht beim Netz-Zugang zum Provider. Daher haben wahrscheinlich weder Switching noch NATing mit dem Problem etwas zu tun (um ganz genau zu sein handelt es sich um "Bridging", denn heutige DSL-Router machen gar kein "echtes" Routing), sondern ich gehe davon aus, dass entweder der IP-Stack oder aber der Hardware-Treiber für das WLAN-Modul schlecht implementiert ist und dadurch die Prozessor-Last bei hohen Geschwindigkeiten und dadurch großen Datenmengen so nach oben schießt und zu Überlastung führt.
Wie dem auch sei: AVM hat hier nachzubessern! Da das nicht in absehbarer Zeit geschieht, kann ich jedem nur empfehlen die FritzBox 7390 loszuwerden (am besten wg. Produktmangel an Amazon zurückgeben, damit AVM richtig Druck des größten deutschen Online-Händlers bekommt).
‹ Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ... 33 Weiter ›