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Kundenrezension

am 11. November 2011
Dieses Buch ist ein Harris, es ist meisterhaft geschrieben, und es macht Spaß und ist spannend, es zu lesen.

Aber trotzdem haftet ihm leider ein bisschen der Makel an, dass man sich zeitweilig nicht ganz dem Gefühl entziehen kann, es mit Stangenware zu tun zu haben.

Die Grundidee ist, die Geschichte eines modernen Frankenstein zu erzählen, der ein Softwaresystem entwickelt hat, dass sich verselbstständigt und sich gegen seinen Schöpfer wendet (der Ort der Handlung, Genf, ist sicher auch eine kleine Hommage an "Frankenstein", außerdem findet sich unter den wie so oft auch hier wieder mal recht unmotiviert die Anfänge jedes Kapitels schmückenden Zitaten eines aus "Frankenstein").

Diese Grundidee ist nicht wirklich neu. Das hat man ggf. etwa in "Das System" von Karl Olsberg schon gelesen, und sie ist ja auch naheliegend. Leider fehlt ihr ein entscheidendes erzählerisches Drehmoment, das etwa "Frankenstein" erst eigentlich so interessant und reizvoll macht: Das Monster dort ist ein menschlich fühlendes Wesen, daraus bezieht die ganze ethische Tragik dort ihre Dynamik. Nicht so aber auch "VIXAL", der auf die optimale Steuerung der Handels-Aktionen eines Hedgefonds und dabei auf selbstlernende Selbstoptimierung hin entworfene Algorithmus hier. Das ist einerseits eben im Vergleich langweilig, andererseits lässt es die Aggressivität, mit der sich "VIXAL" doch konkret gegen seinen Schöpfer Alexander Hoffmann wendet, ziemlich unplausibel erscheinen.

Dass das Ganze dann eben durch den Finanzmarkt-Bezug noch mit Aktualitäts-Würze aus dieser Sphäre aufgepumpt ist, ändert daran leider wenig. Man erfährt darüber auch nichts Neues bei der Lektüre, außer meinetwegen, dass man wieder einmal daran erinnert wird, wie abgehoben und grotesk das alles inzwischen geworden ist. Wussten wir ja aber vorher auch schon.

Im Grunde ist es eben ein gut geschriebener, aber doch ziemlich gewöhnlicher Thriller mit den üblichen Zutaten: Action-Szenen, Beziehungs-Problemen zur Ehefrau etc. Und das ist, bei allem Lesevergnügen, ein bisschen enttäuschend.
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