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Kundenrezension

am 15. August 2014
Produkte aus der Schweiz sind meist von bester Qualität. Auch in Sachen Musik scheint das zuzutreffen – zumindest was Eluveitie betrifft. Die achtköpfige (!) Formation bereichert schon seit über einem Jahrzehnt Freunde harter Musik mit dem wohl besten Folk Metal, den man derzeit finden kann. So weit, so gut. Auf ihrem neuesten Werk „Origins“ aber schafft das Oktett seinen bisherigen schöpferischen Höhepunkt – jegliche Schwächen und Längen, die es auf den früheren Werken vereinzelt nochmal gegeben hat, gehören nun der Vergangenheit an. Als wirklichen Schwachpunkt kann man auch „The Call Of The Mountains“ nicht werten, obwohl hier die Entfernung zur Popmusik schon sehr gering ist. Ansonsten: Auch wenn nach wie vor Eingängigkeit in den Refrains Trumpf ist, so gibt gerade die Death Metal- Fraktion auf „Origins“ mächtig Gas. Dazu setzt es verschiedenste alte Instrumente (Dudelsack, Flöten, Harfe, Drehleier, Geige, Mandoline) sowie den gewaltigen Gesang von Chrigel Glanzmann, teilweise im Duett mit der sanften Stimme von Anna Murphy – also all das, wofür man Eluveitie kennt und schätzt. Heraus kommen ebenso harte wie geniale Hymnen wie „The Nameless“, „From Darkness“, „Virunus“, „Vianna“, „King“ oder „Carry The Torch“, übertroffen nur noch vom fantastischen „Celtos“. Man kann nur so viele Hördurchgänge wie möglich empfehlen, wenn man all die musikalischen Feinheiten und vielschichtigen Melodien entdecken will, mit denen Eluveitie ihre Lieder fast schon überhäufen. Zweimal zeigen sich die Schweizer sogar brutal wie selten („Sucellos“, „Inception“).
Insgesamt aber ändern sich Eluveitie wenig, ziehen ihr Ding durch, bündeln aber dabei all ihre bisherigen Stärken, nicht nur musikalisch, auch textlich: Wieder einmal hat man tief in alten Schriften über Gallien herumgewühlt und erzählt daher von Königen, Stadtgründungen und immer wieder von einem Gott der Dunkelheit, den die Kelten als ihren Stammvater ansahen und zu dem sie nach dem Tod auch wieder zurückkehren wollten. Daher, so stellt man in „From Darkness“ völlig richtig fest, hat Dunkelheit nicht zwangsläufig mit etwas Negativem zu tun. Bester Beweis ist das Album mit seinem schlichten schwarzen Cover: Trotz der erfreulich hohen Spielzeit ist kein Lied langweilig, fast alles bleibt nachhaltig hängen und an der spielerischen Klasse der Musiker ist sowieso nicht zu zweifeln. Ein wissenschaftlich erklärendes Booklet sowie eine starke DVD komplettieren das Ganze.
Die acht modernsten Kelten aller Zeiten erklimmen den Berggipfel, dürfen vom Gipfelkreuz aus in die Alpenlandschaft herabblicken und erkennen: Sie haben sich mit „Origins“ nicht nur ihr eigenes Meisterwerk gesetzt, sondern mit einem Schlag auch das Album des Jahres 2014 rausgebracht. Respekt für dieses Stück uriger, authentischer und hochwertiger Musik!

Origins (Intro)
Düster beginnt das Album; man wird zu „The Nameless“ mit seiner wunderbaren Leitmelodie schon mal hingeführt. Der Dudelsack erzeugt neben aller Düsternis auch eine gewisse Aufbruchsstimmung.

The Nameless (4,5 / 5)
Gleich zu Beginn hämmernder Doppelbass, während sich im Kontrast dazu die flotte, fröhliche Melodie entfaltet. Zu „Hey“- Rufen für die Konzerte, Hintergrund- Chören und schüttelnden Riffs steigt dann auch Sänger Chrigel mit urigem Grimm ein. Das Vaterunser bezogen auf eine namenlose keltische Gottheit! Schon mal ein sehr guter Anfang!

From Darkness (4,5 / 5)
Steht dem Vorgänger in Sachen Qualität in nichts nach, beginnt aber – trotz des Titels – eher fröhlich und rein akustisch mit Geige und Flöte. Mit zunehmender Dauer steigt auch die Geschwindigkeit und es wird aggressiver, bevor der getragene Refrain einen Ruhepol darstellt. Echte Hymne!

Celtos (5 / 5)
Absolut genial: Startet in keltischer Tradition mit Zupfern und Flöten sowie dem überragenden Gesang von Anna Murphy. Kurz nach dem Einstieg des männlichen Gesangs wird das Ganze auf Grundlage harter Riffs fortgeführt, bleibt aber fröhlich. Der Text prägt sich, obwohl in alter Sprache, schnell ein. Bester Titel des Albums – jeder Kelte würde sich verbeugen!

Virunus (5 / 5)
Der nächste Hammer: Wechselt zwischen sanften Harfenklängen und einer enormen Härte ab, was die Sache spannend macht. Die Strophen entwickeln sich zunehmend aggressiv, während der einprägsame Refrain („One man…!“) für eine gewisse Epik sorgt. Stark: Trommeln und „Vir!“- Rufe.

Nothing (Intermezzo)
Klingt etwas seltsam; andächtige Athmosphäre, während eine Frauenstimme spricht.

The Call Of The Mountains (3 / 5)
Ein leichteres Lied von enormer Eingängigkeit, die Strophen sanft und besinnlich. Recht guter Gesang, im Refrain allerdings („Uuuuuh…“) wirkt alles etwas zu poppig. Ist das jetzt also Radio- Musik? Nein, natürlich nicht, immerhin herrschen traditionelle Instrumente und eine gewisse Grundhärte vor. Der Kinderchor am Schluss ist aber dann doch irgendwie überflüssig.

Sucellos (4 / 5)
Volle Breitseite! Beginnt ruhig und düster, entwickelt sich nach kurzer Zeit zu einem höchst aggressiven Titel mit schüttelnden Riffs und schnellem Schlagzeug. Völlig abgefahrene Töne der Blasinstrumente gehen sofort ins Ohr, der Refrain allerdings weniger. Überraschend eine weibliche Vokal- Sprech- Einlage zum Schluss.

Inception (4 / 5)
Erneut ein Maximum an Härte: Auf die Worte „There was nothing“ folgt ein ebenso vernichtendes Brett an Gitarren und Schlagzeug, von besessenem Kreischgesang begleitet. Trotzdem erweist sich der Refrain als melodisch und eingängig. Zwischendrin wird’s mit einer Sprechpassage ruhiger.

Vianna (4,5 / 5)
Einer der eingängigsten Titel, der beschwinglich startet, dann aber auch zu harten Riffs übergeht. Trotzdem eins der weniger harten Lieder. Das dritte Lied mit weiblichem Gesang, in den im Ohrwurm- Refrain Chrigel kompromisslos hineinbrüllt. Trommeleinlage mittendrin – starkes Ding!

The Silver Sister (3,5 / 5)
Beginnt synthetisch, was wohl irgendwie für die Athmosphäre des Mondes stehen soll. Der Rest aber mag so gar nicht zu dem passen, was man sich landläufig unter Mond vorstellt. Treibender Rhythmus, der in einen melancholisch- melodischen Refrain übergeht. Verblasst trotzdem etwas.

King (5 / 5)
Schon vorab veröffentlicht, steigert sich aber mit jedem Hören. Fröhliche Melodie paart sich mit schüttelnden Gitarrenriffs. Eine starke Gesangsleistung von Chrigel macht nicht nur den Refrain, sondern sogar die Strophen höchst eingängig. Aufgemerkt: Mittendrin ein total abgefahrenes Duett, in dem Geige und Schlagzeug um die Wette rasen.

The Day Of Strife (4 / 5)
Beachtliche Qualität, sticht aber nicht so heraus und geht deshalb im Vergleich zum anderen Material ein wenig unter. Das mindert jedoch nicht die Einzelleistung: keltische Männer- Rufe und eine fröhliche Leitmelodie zeichnen dieses schnelle, teils auch aggressive Stück aus.

Ogmios (Intermezzo)
Sehr kurze Einlage, in der ein Kind zu Wort kommt.

Carry The Torch (4,5 / 5)
Nach einem flotten Einstieg erklingt plötzlich düsterer keltischer Sprechgesang. Das Tempo zieht wieder an; das Lied klingt durch das herrrrlich gerollte R recht brutal, obwohl es mehr auf Melodien als auf Härte setzt. Hymnischer Refrain und am Schluss sogar ein Gitarrensolo. Stark!

Eternity (Outro)
Der passende Ausklang besticht wieder durch eine herrliche Melodie des Dudelsacks. Der Titel ist gut gewählt: „Origins“ ist wirklich ein Album für die Ewigkeit!
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