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Kundenrezension

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spätachtziger- "Hair Metal" für das neue Jahrtausend, 5. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No More Hell to Pay (Audio CD)
"No more Hell to pay" ist mittlerweile bereits das fünfte Studioalbum seit dem "Reborn"- Comeback. Mehr Studioplatten haben sie vor dem Split auch nicht aufgenommen. Dabei müssen sie sich natürlich immer am Megaseller "To Hell with the Devil" messen. Diesmal haben sie diese Herausforderung sehr bewusst und planmäßig angenommen, das beweisen bereits Titel und Cover der CD, die sich klar auf den alten Klassiker beziehen.

Die CD beginnt mit einem wohlig retrolastigen Twinguitar- Intro; der unauffällige Midtemposong "Revelation" wirkt jedoch irgendwie gebremst und gewollt konstruiert. Darauf folgt der Titelsong in ähnlichem musikalischen Gewässer. Hm, hatte die Band nicht rockige Härte versprochen? Ah, "Saved by Love" rockt endlich richtig vorwärts. Das Sixties- Cover "Jesus is just alright" zeigt die Band dann spiel- und interpretationsfreudig, bevor mit "The one" die obligatorische Ballade folgt - es bleibt erfreulicherweise die einzige. Dann zieht das an "Soldiers under Command" erinnernde "Legacy" das Tempo wieder an... und jetzt endlich hat es mich gepackt. Praktisch alle Songs stammen aus Michael Sweets Feder und enthalten neben gewohnt eingängigen Melodien und den großen Refrains auch griffige Riffs. Die Rhythmusgitarren klingen trocken und direkt; herausragend sind die exzellent durchkomponierten Gitarrensoli, Hut ab vor Oz Fox. Schön ist, dass Robert Sweet wieder auf dem Drumhocker sitzt; sein präziser, technischer Stil passt einfach besser als der von "Murder by Pride"- Ersatzmann Kenny Aronoff. Leider ist seine optische Selbstinszenierung mehr als peinlich, aber auch das kennt man ja. Dass Bassist Tim Gaines ebenfalls wieder an Bord ist, ist eine nette Dreingabe.

Altfans aus den Achtzigern werden sich freuen, denn die CD schließt noch enger an die Bandklassiker an als "Murder by Pride". Aber ich finde den Spannungsbogen des Albums nicht optimal: Die CD beginnt einfach mittelmäßig, bevor sie sich steigern und mich mitreißen kann. Vielleicht hätte man die zwei ersten Songs einfach weglassen sollen. Meine Anspieltipps sind "Saved by Love" und "Sticks & Stones". Insgesamt gibt's von mir vier Sterne.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 19.03.2015 20:32:26 GMT+01:00
Pirate Piet meint:
In seinem Buch "Honestly" beschreibt Michael Sweet, dass er es Schade findet, dass die Gitarrensolis immer Oz Fox zugeschrieben werden, obwohl sie in den meisten Fällen von ihm sind. Seine Reputation als Gitarrenspieler wird immer von seinem Gesang überschattet.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.04.2015 13:03:04 GMT+02:00
Ich hab Stryper auf der "To Hell with the Devil"- Tour im Frankfurter Volksbildungsheim live gesehen. Beide Gitarristen waren extrem schnell und präzise, gerade in zweistimmigen Passagen. Da muss sich keiner hinter dem anderen verstecken. Es hat aber auch schon Auftritte ohne Michael Sweet gegeben, wo Oz alle Gitarrenparts spielte und den Gesang mit übernahm.

Alex
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