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Customer Review

on May 5, 2010
Was wäre wenn die junge Autorin, vielleicht augrund perfekter Beziehungen?, nicht so hoch in den Himmel gelobt worden wäre? Wäre das Buch, auch ohne die Weihe von Hellmuth Karasek und Marcel Reich-Ranicki ebenfalls wochenlang auf dem ersten Platz der Bestsellerlisten gestanden?

Zugegeben, Hermanns bilderhafter, sensibler Erzählstil und ihr Gespür für Menschen und Atmosphären sind wirklich gelungen. Doch das kann man von einer Autorin der gehobeneren Unterhaltungsliteratur auch erwarten. Der Inhalt des Buches ist äußerst fragwürdig. Das soll (nach Karasek) "Der Sound einer neuen Generation" sein? Ich bin froh, dass andere junge Autoren bewiesen haben, dass das nicht so ist!

Die Protogonisten der Kurzgeschichten haben allesamt keine individuellen Charakterzüge. Sie leben in einer ungeordneten, chaotischen (urbanen) Gesellschaft, konsumieren maßlos Alkohol und Drogen und entstammen entweder dem Künstlerkreis, sind obdachlos oder leben anderweitig ohne Sinn und ohne Aufgabe vor sich her.
Keiner von ihnen lebt im Einklang mit der Welt, allen ist ein vollkommenes Fehlen von Emotionen, ein teilnahmsloses "Absitzen der Lebenszeit" gemein.
Ausnahmslos alle Figuren wirken unwirklich, ihre unreflektierten Eindrücke werden beinahe wortlos widergegeben. Die Geschichten setzten mitten im Geschehen ein und enden wieder, ohne dass es innerhalb des Handlungsverlaufs zu einer Entwicklung gekommen wäre. Die Beobachtung der Figuren erzeugt Leerstellen, die vom Leser ausgefüllt werden müssen; nie werden die Empfindungen der Protagonisten dargestellt, nie erklären sich die Figuren selbst - sie handeln im Jetzt, doch alle in gleicher Weise.

In dem Buch, das neun bedrückende Kurzgeschichten enthält, die sich alle, obwohl sie an verschiedenen Orten spielen und verschiedene Figuren als Protagonisten agieren, ähneln, gibt es eine, die besonders durch ihre feinfühlige und sensible Erzählweise auffällt: "Sonja", doch leider auch eine, die so inhaltslos und fremd wirkt, wie ich noch keine zweite davor gelesen habe: "Hurrikan (Something farewell)".

Das gesamte Buch hinterlässt nur ein Gefühl: psychische Schwere.
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