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Kundenrezension

am 13. Februar 2013
Dieses Insektenhotel ist im Wesentlichen baugleich mit dem "Insektenhotel" von Neuddorff, netterweise wurden gleich alle Fehler mit übernommen. Diese Nisthilfe für solitäre Bienen und Wespen ist ein klassisches Negativbeispiel wie man es nicht machen sollte, hier wurden so ziemlich alle möglichen Fehler begangen.

Die Verarbeitung ist etwas besser als beim Produkt der Firma Neudorff, das ist aber auch das einzig positive. Das Fach mit den Zapfen dürfte wohl nur wenige Insekten in Ekstase versetzen, jeder einigermaßen vielfältig strukturierte Garten bietet sinnvollere natürliche Versteckmöglichkeiten. Das gleiche gilt für die Holzspäne im oberen Fach.

Die Bohrung in den Holzstämmen erfolgen parallel zur Holzfaser, also im Hirnholz, einer der klassischen Fehler beim Nisthilfenbau. Dadurch zieht das Holz permanent Feuchtigkeit, die über kurz oder lang zu einer ausgeprägten Rissbildung führt. Gespaltene Gänge werden von solitären Hautflüglern aber so gut wie nie besiedelt, hier besteht eine erhöhte Gefahr des Eindringens von Parasitoiden. Die Bohrungen sollen eigentlich verlassene Käferfraßgänge im Totholz immitieren, die gerne von Wildbienen und Wespen als Sekundärmieter besiedelt werden. Diese verlaufen aber ausschließlich quer zur Faser, nie längs. Die Hölzer ohne Bohrung sind komplett sinnfrei, es gibt zwar einige wenige Arten die ihre Gänge selbst ins Holz nagen (z.B. die Holzbiene), dabei handelt es sich aber immer um dickere Stämme, nicht derartig Ästchen.

Bei den markhaltigen Halmen gibt es kaum saubere zentrale Hohlräume, die die Insekten besiedeln könnten. Es gibt zwar Wildbienen, die selbst ihre Brutgänge ins Pflanzenmark nagen, dabei handelt es sich aber immer um aufrecht stehende Pflanzenstängel (z.B. Königskerze, Brombeere etc.), bei denen durch eine Bruchfläche Zugang zum Mark besteht. Quer liegende markhaltige Stängel werden daher nur in Ausnahmefällen besiedelt.

Fazit: Wer immer diese Nisthilfe konstruiert hat, hat wohl nicht allzu viel Zeit darauf verschwendet, sich mit der Lebensweise und den Bedürfnissen der potentiellen Bewohner auseinanderzusetzen. Wer sich ein Bild machen will, wie solide handwerkliche Qualität und eine sinnvolle Umsetzung des Themas aussehen sollte, möge nach Wildbienenschreiner googeln.

Die Tatsache, daß selbst solche Nisthilfen wenigstens teilweise besiedelt werden, spricht nicht für deren Qualität sondern lediglich für den hohen "Wohnungsdruck" der Insekten. Wertvolle Tipps für die Konstruktion biologisch sinnvoller Nisthilfen finden sich beispielsweise in dem Buch des Wildbienenbiologen Dr. Paul Westrich, Wildbienen - die anderen Bienen.
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