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Kundenrezension

am 3. Februar 2014
Das erste Mal sah ich Steve Vai in der Rolle des Jack Butler, in dem wunderbaren Film "Crossroads". Dort spielte er, neben Ry Cooder, sämtliche Gitarrenparts (auch die des Hauptdarstellers) ein und lieferte sich am Ende ein wahnsinniges Duell mit Ralph Macchio. "Live at Astoria" war dann das erste Konzert, welches ich zu sehen bekam und ich war Baff. Vai vereint Virtuosität mit Zugänglichkeit auch wenn ich zugeben muß, das die Bandbreite seiner Musik nicht für alle Ohren ein reines Vergnügen sein dürfte. Man sollte allerdings eines bedenken: Erst aufgrund eben jener Bandbreite aus Fusion, Klassikmotiven und "gewöhnlichem" Rock, können all seine spielerischen Facetten integriert werden. Ich persönlich bin seit Urzeiten Fan von Eddie Van Halen, neben Vai wohl einer der Urväter der zweiten Generation von einflussreichen Gitarristen. Dieser hat ebenso großen Anteil am Erfolg des Tapping und zeigte mit seinen speziellen Gitarrenentwicklungen (Frankenstrat), das auch die technischen Möglichkeiten noch Luft nach oben hatten.

WHERE THE WILD THINGS ARE:

(Show)
Umrahmt von zwei unglaublichen Geigern (Alex DePue / Ann Marie Calhoun), einem unauffällig aber genial wirkendem Bassisten (Bryan Beller), gesellt sich ein wahnsinniger Drummer (Jeremy Colson) und der langjährige Tourgitarrist Dave Weiner. Steve Vai präsentiert sich im Gegensatz zur Astoria-Vorstellung, weit weniger narzistisch und zieht sich nur zweimal um ;-) Ich finde ihn sehr sympathisch, denn auch wenn er teilweise ein wenig selbstverliebt wirkt, so sind es gerade seine humoristischen Einlagen ("Oooo"), die für willkommene Abwechslung und heitere Stimmung sorgen. Des weiteren räumt er jedem Bandmitglied einen eigenen Soloteil ein, bei dem diese ihr Können auf beeindruckende Weise unter Beweis stellen. Während einem Song ("The Murder") gibt es ein paar Special Effects zu sehen, die jedoch wesentlich angenehmer wirken als die eher billigen Tricks beim Astoria-Gig. Lobend erwähnt sei an dieser Stelle auch die tolle Regiearbeit, welche sich durch ruhige Kamera und behutsamen Schnitt hervorhebt, während bei den meisten Konzertproduktionen heutiger Zeit ein Schnittgewitter erzeugt wird, bei dem einem Schlecht wird.

(Location)
Die Halle in Minneapolis ist eine sehr schöne Kulisse für das Konzert. Hier wirkt alles hell und freundlich, während der Astoria-Auftritt einen eher düsteren Anstrich hatte. Allerdings gibt es an dieser Stelle auch einen Rüffel: Das Publikum ist kaum bzw. nur als leises Tosen wahrzunehmen, wenn ein Stück beendet ist. Wirklich abgehen sieht man die Leute ebenfalls nicht, was der Liveatmosphäre ein wenig schadet.

(Musik)
Das musikalische Spektrum welches Vai hier abdeckt ist unglaublich. Er verbindet, wie Eingangs erwähnt, die verschiedensten Stilrichtungen und unterstützt sie mit seinem innovativen Spiel. Hier ist wohl so ziemlich jede Technik anzutreffen, die man selbst nach Jahrelangem üben nicht über Kreisklassenniveau hinaus spielen kann - im Gegensatz zu Vai. Manchmal denke ich, das seine Solis Hin- und wieder in Richtung Gedudel abdriften aber am Ende stelle ich dann doch anerkennend fest, das dieses, scheinbar zusammenhanglose Gegniedel einen Sinn ergibt. Dennoch sei erwähnt, das reine Hardrock/Metal-Fans von Bands wie AC/DC oder Metallica mit dieser Art von Musik wohl ihre Probleme haben werden.

BLURAY:

Das Bild mag vielleicht keine Referenz darstellen, doch man kann beileibe nicht sagen, das es enttäuscht. Sowohl Schärfe als auch Kontrast sind völlig in Ordnung. Der Ton ist sehr ausgewogen und gut abgemischt worden. Kein Soundbrei sondern eine harmonische Vereinigung aus allen Instrumenten. Das einzige, was mir auffiel war, das die Drums ein wenig zu zahm rüberkamen. Hier fehlt es an Schmackes, vor allem in den tiefen (Bassdrum)-Bereichen.

F A Z I T:

Die volle Punktzahl für dieses Konzert fällt mir schwer, denn trotz eines begeisternden Auftritts, der schönen Kulisse und einer großzügigen Spielzeit von 160 Minuten (+ 60 Minuten Bonusmaterial) versuche ich bei meinen Rezensionen auch immer, das große Ganze zu sehen. Aus diesem Grund erhält WHERE THE WILD THINGS ARE von mir nur vier Sterne. "Defizite" sind in meinen Augen: (1) das verhaltene Publikum (2) das nun mal nicht für Jedermann geeignete Spektrum an Musik (3) und das etwas zu zahm abgemischte Schlagzeug. Dennoch ziehe ich meinen Hut vor Mr. Vai: Was er hier abliefert ist ganz großes Kino und könnte auch den Leuten gefallen, die eher auf "konventionelle" Musik stehen. Zu Vais Bühnenshow ist noch anzumerken, das er bei weitem nicht der einzige Gitarrist ist, der "Theater" macht. Ein gewisser Jimi Hendrix spielte während seiner Auftritte mit Zähnen, Ellebogen, Rücklinks und gar mit dem Feuer (Monterey). Ich konnte mir diese kleine Anmerkung nicht verkneifen, da ein Rezensent dieses tolle Konzert anscheinend nur auf Vais Bühnengehabe reduziert, und mit einem Stern abstraft.
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