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Kundenrezension

12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Pure Langeweile, 12. April 2013
Rezension bezieht sich auf: A Matter of Life and Death (Audio CD)
An A Matter of Life and Death scheiden sich offensichtlich die Geister!
In der ersten Dekade(1980-1992) mit den ersten 9 Studio-Alben haben Iron Maiden auf Ihren Alben einige unterschiedliche Facetten präsentiert - da waren auf den ersten beiden Alben recht ruppige, etwas punkig angehauchte Songs zu hören, neben echten Heavy Metal-Krachern und den schon damals phänomenalen epischen vielschichtigen und von Tempowechseln, Taktwechseln und Melodiewechseln dominierten Songs. Mit dem Wechsel zu Dickinson war das punkige Element dann auf einmal ganz weg und man präsentierte im Prinzip immer eine Mischung aus knackigen schnellen und variablen reinen straighten Heavy Metal-Songs mit überdurchschnittlicher Instrumentierung, darüber hinaus hatte jedes Album eigentlich mindestens einen radiotauglichen Mainstream-Songs zu bieten(siehe alle ersten Singles vom jeweiligen Album) und dann natürlich noch diese bereits erwähnten epischen Long-Tracks, von denen auf den ersten 4 Alben jeweils einer zu finden war, und die auf den restlichen Dickinson-Alben auf mindestens 2 pro Album anstiegen(No Prayer for the Dying ausgenommen). Schon ab der Blaze Bailey-Phase wurden dann die Songs sehr viel progressiver und insgesamt länger, nachdenklicher, düsterer, trauriger und gemässigter und viel weniger nach vorne abgehend - und von der einstmaligen Spritzigkeit und zügellosen Energie von Ihren früheren Songs war nur wenig übrig geblieben.

Seither hat sich vom Songmaterial leider nicht mehr all zu viel verändert - natürlich wer schon immer auf Songs wie "Phantom of the Opera", "Hallowed be thy Name", "To Tame a Land", "The Rime of the Ancient Mariner", "Caught somewhere in Time", "Alexander the Great" oder "Seventh Son of the Seventh Son" stand, dem wírd diese neue Marschrichtung vermutlich zusagen, leider wird das hohe Niveau vorgenannter Songs in den allermeisten Fällen nicht erreicht. Die Musik verliert an Facetten-Reichtum, weil man sich nur noch auf diese vermeintlich anspruchsvollen Stücke konzentriert und radiotaugliches oder einfach nur normale etwas härtere Heavy Metal-Songs, die auf guten Refrains basieren, so gut wie aussen vorlässt. Ich weiss, dass die Fans jetzt die Ausrede der Musikalischen Weiterentwicklung bringen und dass es ja klar ist, dass Iron Maiden nicht mehr die Musik der Achtziger machen und dass man als ewig Gestriger ja nicht dazu gezwungen wird, sich das Album zu kaufen. Aber wie in vielen anderen Dingen auch, stirbt die Hoffnung eben zuletzt.

Und mit A Matter of Life and Death setzt man dieser Weiterentwicklung hin zu epischen langen Songs jetzt die Krone auf, denn tatsächlich ist nur der etwas unscheinbare Eröffnungs-Track "Different World" ein kompakterer kürzerer Heavy Metal-Song, der auf den Punkt kommt. Der Rest sind meist epische progressive Langweiler, meist absolut gleich aufgebaut - erst kommt ein längeres balladeskes Intro, bevor der Song dann einigermassen durchstartet, dann wieder die bekannten Takt- und Melodiewechsel und dann wieder balladeske Momente -- zwingende mitsingbare Refrains bleiben dabei gänzlich auf der Strecke. Man verschachtelt und verliert sich meines erachtens in belanglosen Melodien, die weder heavy rüberkommen, noch richtig Fisch, noch Fleisch sind - es fehlt an Abwechslung und einfachen, simpel gestrickten Heavy Metal-Songs, das ist einfach alles viel zu kopflastig und gleichzeitig aber viel zu gleichförmig und Ideenlos. Bei den hier meist hochgelobten Songs "For the Greater Good of God" und "Brighter than a thousand Suns" geht das ganze für mich dann schon irgendwie in die Musical-Rock-Opern-Ecke - sowas könnte auch von Meatloaf oder Avantasia kommen, ein Haufen Keyboards, die sich nach Orchester anhören sollen - nicht schlecht, nur erwarte ich von Iron Maiden etwas anderes. Ich finde vieles auf dem Album langweilig und belanglos - die beiden Abschluss-Songs "Lord of Light" und "The Legacy" sind der Höhepunkt der Einfallslosigkeit. Ich habe bitter bereut, damals auf einem Konzert gewesen zu sein, auf dem Iron Maiden das gesamte Album gespielt haben - es war einfach totlangweilig. Bis dann zum Schluss endlich ein paar alte Gassenhauer kamen, hatte ich die Schnauze schon gestrichen voll - damals habe ich mir geschworen, dass das mein letztes Iron Maiden-Konzert war. Zu den hörbaren besseren Songs des Albums zählen die kraftvolle riffbetonte Single "The Reincarnation of Benjamin Bregg", das erdige "The Pilgrim", die Antikriegs-Halbballade "The Longest Day" und das verspielte "These Colours dont Run" - aber das Niveau oben aufgeführter älterer Iron Maiden-Epen wird niemals auch nur annährend erreicht. Iron Maiden wollten mit "A Matter of Life and Death" ein intellektuell hochwertiges Album abliefern, herausgekommen ist pure Langeweile.
Es ist aber letztlich alles Geschmackssache, das Album hat ja hier offensichtlich genug Freunde gefunden, die das ganz anders sehen als ich - vielleicht habe ich auch nur den Ansatz des Albums nicht richtig verstanden. Für mich das klar schlechteste Iron Maiden-Album überhaupt, noch hinter den Blaze Bailey-Alben angesiedelt.
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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 16.04.2013 20:03:23 GMT+02:00
Roland meint:
Sehr gute Bewertung und zu 100% meine Zustimmung.

Veröffentlicht am 18.03.2015 16:25:31 GMT+01:00
Trifft den Nagel auf dem Kopf! Ging mir auch so!

Veröffentlicht am 01.08.2015 18:13:02 GMT+02:00
Heisenberg meint:
Eine ausführliche, sehr informative Rezension, gerade für jemanden wie mich, der sich mit dem Werk von Iron Maiden nicht auskennt. Vielen Dank.

Veröffentlicht am 12.10.2015 18:21:56 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 12.10.2015 18:22:53 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 28.10.2015 14:22:57 GMT+01:00
Norbert meint:
100%ig. Genau so isses. Jeder der mindesten Jahrgang 1970 oder 1965 ist, Maiden seit mindestens etwa 30 Jahren hört und alle Neuerscheinungen seit Piece of Mind/Powerslave oder spätestens 7.Son miterlebt hat, denkt genau das Gleiche.
Mittlerweile sind wir sogar noch zwei Maiden-Alben weiter, und die Rezension trifft weiterhin zu. Wenngleich sich Maiden auf den letzten beiden Alben geringfügig gebessert hat.
Vor allen Dingen: Die damaligen lang-gestreckten, teilweise progressiven und episch wirkenden Songs wie "Phantom of the Opera", "Transylvania+Strange World", "Rime of the Ancient Mariner", "Alexander the great" usw.... werden von den Long-Tracks der letzten 20 Jahre nicht ansatzweise erreicht. Aber auch kein Stück. Leider. Man könnte meinen die haben ihre Songwriter-Qualitäten komplett verloren.
Man denke nur an das Stück: "22 Acacia Avenue". Das mit seiner Länge von 6:40 und seinen Tempo- und Rhytmuswechseln auch sehr gut in die obige Aufzählung gepasst hätte.

Veröffentlicht am 16.12.2015 19:44:53 GMT+01:00
Bluesbreaker meint:
Genau auf den Punkt gebracht. Besser kann man das nicht rezensieren. Wäre das Album nicht von Iron Maiden, würde es wohl kaum jemanden interessieren. Da gefallen die Solo-Projekte von B. Dickinson schon viel besser.
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