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Kundenrezension

TOP 1000 REZENSENTam 19. März 2013
Vegan ist in, Veganer sind die neuen Vegetarier ... Immerhin, der erfahrene Koch und Kochbuchautor Surdham Göb reitet nicht einfach nur auf einer Modewelle, sondern er lebt und kocht aus Überzeugung vegan und hat das nach eigener Aussage auch von Anfang an so gehalten.

Der erste Eindruck ist durchaus positiv: Ein liebevoll gestaltetes, mit gekonnten Fotos illustriertes Kochbuch, das eine Vielzahl interessant klingender, zumeist unkomplizierter Rezepte bietet. Dazu eine kurze, informative Einführung, die über die Beweggründe des Autors, vegan und möglichst mit Bio-Zutaten zu kochen, Auskunft gibt sowie einige grundsätzliche Hinweise zum Umgang mit dem Kochbuch enthält. Die farbliche Gestaltung überrascht, überwiegen doch kalte, stumpfe Farben, die zumindest bei mir nicht so recht Appetit aufkommen lassen, obwohl die Speisen allesamt sehr nett angerichtet sind.

Bei näherem Hinsehen gibt es dann aber doch Einiges, das den positiven ersten Eindruck relativiert und stört, angefangen bei der durchgängig farbigen, häufig obendrein marmorierten Unterlegung der Texte, die dadurch auf manchen Seiten nur schwer lesbar sind.

Keine Frage: Surdham Göbs vegane Küche ist kreativ und verwendet erstaunlicherweise vor allem vegane Ausweichprodukte der traditionell milchfreien asiatischen Küche wie Tofu und Sojamilch sowie die daraus abgeleiteten Produkte Sojajoghurt und -sahne, aber dankenswerterweise keinen Fleischersatz à la Sojafleisch, -wurst, -schnitzel & Co. Selbst Seitan wird nur für ein einziges Rezept gebraucht. Von daher: Alle Achtung, hier wird zum Selbstkochen mit weitestgehend naturbelassenen Zutaten animiert, nicht zum Griff ins Lebensmittelchemielabor.

Das Buch enthält zudem eine Menge brauchbarer Anregungen, wenn man bereit ist zu experimentieren und alles, was einen stört, durch Sinnvolleres zu ersetzen. Alltagstauglich ist diese Küche aber eher nicht, es sei denn, man greift nur auf einzelne Bestandteile der Hauptrezepte zurück, was durchaus möglich ist, weil sie eigentlich immer ganze Menüs darstellen. Vegan-anfängertauglich ist sie erst recht nicht. Dafür sind zwar nicht die Einzelrezepte, aber die Rezeptzusammenstellungen teils zu kompliziert. Vor allem aber enthalten sie zu viele Zutaten, für die man kreuz und quer durch die Stadt gondeln müsste, während einfache und sinnvolle Dinge wie z.B. das Würzen mit frischen heimischen und mediterranen Kräutern manchmal ein wenig zu kurz kommen. Exotische Gewürze, vor allem aus der arabischen und fernöstlichen Küche, werden viel verwendet, aber was nicht exotisch gewürzt wird, darf auch schon mal nur mit Salz und Hefeflocken auskommen.

Und dann sind da noch ein paar Punkte, die den im Vorwort ausdrücklich betonten Anspruch auf bio und vollwertig untergraben und mich persönlich stören: Hefeflocken als Standard-Käseersatzgewürz. Fast überall soll Natron dran - vermutlich meistens nur, um Grünes schön grün zu erhalten, also wegen der Optik. Selbst so altbekannte und bewährte traditionell vegane Speisen wie Falafel werden mit Backpulver hergestellt. Nein, danke, da bin ich Purist. In Falafeln hat Backpulver nichts zu suchen. Wer Falafel auf Kichererbsenbasis zu schwer und trocken findet, sollte es mal mit Saubohnen versuchen - saulecker.

Die Krönung aber: Xylit statt Zucker. Hallo? Ausgerechnet dieses teure Abfallprodukt der Maisüberproduktion?! Zwar ist die ausufernde Verwendung von Xylit bei Desserts und Kuchen wohl einem überholten Kenntnisstand bzw. einer Fehlinformation geschuldet ("... wird aus Birken hergestellt und daher auch Birkenzucker genannt ..."), aber das macht es nicht besser. Außerdem bin ich der Meinung, dass wenn schon solch ein Produkt empfohlen wird, der zugehörige Warnhinweis nicht unterschlagen werden sollte: Giftig für Haustiere, besonders Hunde.

Alles in allem zweieinhalb Sterne wert. Ich runde auf drei auf, da dieses Kochbuch mich zwar nicht zum Nachkochen Schritt für Schritt animieren kann, für Anregungen und neue Ideen in der (nicht nur) veganen Küche aber durchaus eine Fundgrube ist.
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