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Kundenrezension

TOP 500 REZENSENTam 24. Juni 2005
"Slaughterhouse-Five or The Children's Crusade" ist nicht nur ein Buch über den allierten Bombenangriff auf Dresden am 13. Februar 1945, bei dem 130.000 Menschen ums Leben kamen, sondern auch eine Abhandlung über den Irrsinn des Krieges sowie über die Nicht-Beschreibbarkeit der menschlichen Existenz überhaupt.
Der Roman beginnt mit der Vorgeschichte des Romans. Der Erzähler, dessen biographische Daten exakt mit denen des Autors Kurt Vonnegut übereinstimmen, beschreibt seinen persönlichen Kampf mit dem Verfassen des Buches: das Aufsuchen alter Weggefährten, das Schreiben hunderter von Manuskriptseiten, die Wahl des Untertitels "The Children's Crusade" usw.
Erst nach dieser meta-narrativen Einführung beginnt die "eigentliche" Handlung des Romans. Den Plot kann eigentlich in einem Satz zusammengefasst werden: der amerikanische Soldat Billy Pilgrim gerät 1944 in deutsche Kriegsgefangenschaft und wird als Zwangsarbeiter nach Dresden geschickt, wo er den Bombenangriff der Allierten mit- und überlebt, da die Gefangenen in einem unterirdischen Schlachthof untergebracht sind.
Eigentlicher Hauptdarsteller des Romans ist jedoch die irre Erzählweise. Die Zeitebenen wechseln permanent und fließend zwischen den Jahren 1944 und 1972. So, zum Beispiel, wenn Billy in den fünfziger Jahren aufs Klo gehen will und sich plötzlich auf den Latrinen des Gefangenenlagers 1944 wiederfindet und sich kurz darauf, nach Erledigung seines Geschäfts, wieder zu seiner Frau ins gemeinsane Ehebett legt.
Der Irsinn der Erzählweise spiegelt den Irsinn des Erzählten wieder. Wie soll man den Schrecken des Krieges und das massenhafte Sterben von Soldaten und Zivilisten darstellen? Viele Autoren der Postmoderne haben diese Frage beantwortet, indem sie ihre Geschichten so erzählen, wie sie den Krieg betrachten: unlinear, verwirrend und nur mit pechschwarzem Humor zu ertragen (Joseph Hellers "Catch 22" und Jonathan Safran Foers "Everything is illuminated").
Was sämtliche Zeitebenen verbindet ist der leitmotivisch verwendete Ausspruch "So it goes" immer wenn es um Leid, Sterben und Tod geht. Ob es sich um den Tod eines Hundes, eines Soldaten, eines Zivilisten oder von 5 Millionen Zivilisten handelt, immer wieder taucht das lapidare "So it goes" auf. Dies zu interpretieren ist schwierig. Drückt sich hierin die Lebensverachtung, Todessehnsucht, Verzweiflung oder der Zynismus des Erzählers aus? Dies zu bewerten obliegt dem Leser selbst.
Fazit: beeindruckende Erzählung über Krieg und Tod, die, trotz der ständig wechselnden Zeitebenen, relativ einfach zu lesen ist.
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