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Kundenrezension

am 13. Juni 2011
"Ist das Foreigner?", frage ich seinerzeit den Plattenverkäufer als in einem Musikgeschäft das Album - Head First - im Hintergrund lief. "Nein, das ist Uriah Heep's Neue", antwortete mir dieser mit einem Grinsen, und freute sich irgendwie sehr, dass ich mich als kleiner 12-jähriger Bub für diese Platte interessierte. Tatsächlich war - Head First - das Album, das mich auf die Gruppe - Uriah Heep - erstmals aufmerksam machte, ohne zu wissen, dass ich zumindest mit Lady in Black schon einen sehr großen Hit kannte. Ich stöberte also fast 40 Minuten durch den Plattenladen, hörte - Head First - zu Ende; hatte damals aber kein Geld mir dieses tolle Album als Kassette zu kaufen. Auch knapp 10 Jahre später, als die ersten alten Alben der Gruppe auf CD erschienen, kaufte ich mir die Scheibe nicht, weil die Klangqualität der Erstpressungen nicht besonders gut waren, um nicht zu sagen grottenschlecht. So hieß es für mich warten, und darauf hoffen, dass irgendwann einmal der Back-Katalog, genauso wie bei den anderen großen Gruppen, in neu-remasterter Qualität veröffentlicht wird.

2001 war es dann soweit. Die ersten Uriah Heep Alben wurden als Expanded De-Luxe Edition veröffentlicht, wobei - Head First - natürlich noch nicht dabei war. Diese wurde erst 2005 in dieser Version veröffentlicht. Na ja, dachte ich mir. Jetzt habe ich so lange gewartet, dann kommt es auf vier weitere Jahre auch nicht mehr an. Dachte ich zumindest. Da ich allerdings zwischenzeitlich, wie das eben im sozialen Bereich mittlerweile Gang und Gäbe ist, leider einige Zeit arbeitslos wurde, musst ich mich nicht nur vier, sondern gleich acht Jahre gedulden, bis ich mir dieses gute Stück dann endlich kaufen konnte.

Head First - hat in der Tat ein bisschen etwas von Foreigner, denn Songs wie - The other side of Midnight, Lonely Nights, Love is Blind und Red Lights - könnten problemlos auch aus der Feder von Lou Gramm und Mick Jones stammen. Zehn großartige Motivations-Songs, die wir auch in ähnlicher Form aus den tollen Kinofilmen der damaligen Zeit kennen, und die den Storys so einen emotional euphorischen Touch verliehen, bieten Uriah Heep auf - Head First - zum Besten. Dass sich mit der Goalby-Ära nicht mehr alle Heep-Fans anfreunden konnten, finde ich persönlich sehr schade, denn es war aus melodiöser Sicht gesehen eine sehr sehr schöne, wenn auch nicht mehr ganz so komplex, wie in der Zeit der Siebziger.

Auf der remasterten Version gibt es neben den beiden Bonustitel - Playing for Time und Searching - auch noch drei Life-Versionen, die allerdings vom Klang nur maximal mittlere Bootlegqualität erreichen, und damit verzichtbar gewesen wären.
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