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Kundenrezension

15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lösungen für Umwelt und Gesundheit durch Nahrung, 29. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Vegan in Topform - Das Kochbuch: 200 pflanzliche Rezepte für optimale Leistung und Gesundheit (Gebundene Ausgabe)
Eine rein pflanzliche Ernährung ist nicht nur sehr gesund, sondern zudem umwelt- und klimafreundlich: Pflanzliche Ernährung schont Böden, Grundwasser und Ressourcen.
In »Vegan in Topform - Das Kochbuch« untersucht Brendan Brazier die Nutzung natürlicher Rohstoffe für die Produktion verschiedener Nahrungsmittel. Denn für die Erzeugung pflanzlicher Nahrung ist der Rohstoffbedarf an landwirtschaftlichen Flächen, Wasser und Brennstoffen (zum größten Teil fossile Brennstoffe) um ein Vielfaches geringer als die Erzeugung tierischer Produkte.

Fleischproduktion: Eine vollkommen unwirtschaftliche Form der Landnutzung

70 Prozent der angebauten Nutzpflanzen dienen nicht als Nahrung für Menschen, sondern landen in den Futtertrögen der industriellen Massentierhaltung. Damit beansprucht die Viehzucht für den Fleischkonsum 30 Prozent der gesamten Landmasse der Erde.

Dabei ist die Viehzucht äußerst ineffizient in der Nutzung der Ressourcen: Für jedes Kilo Rindfleisch werden 16 Kilo Getreide (Mais, Soja, Weizen) verfüttert.
Wenn 16 Kilo Getreide benötigt werden, um 1 Kilo Rindfleisch herzustellen, stellt sich doch die Frage, wo die anderen 15 Kilo geblieben sind. Die Antwort: »Ein Teil davon benötigt das Rind zur Aufrechterhaltung seiner Lebensfunktionen, ein Teil verpufft in die Atmosphäre als abgestrahlte Wärme, aber der größte Teil endet als Dung«, erklärt Brendan Brazier. Damit wird also eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen - Getreide - in Mist und Gülle verwandelt: Über 85 Prozent des Viehfutters endet als Kuhdung.

»In der industriellen Viehzucht werden vorrangig die Kohlenhydratlieferanten Weizen, Mais und Soja verfüttert. Allein durch diese außerordentlich großen Futtermengen, die die Tiere fressen, nehmen sie sechsmal mehr Protein auf, als sie Fleisch hergeben. Außerdem wird zwanzigmal mehr Land benötigt, um Protein aus Tieren statt aus Pflanzen zu gewinnen«, so Brendan Brazier. Die Viehzucht ist damit eine vollkommen unwirtschaftliche Form der Landnutzung. »Wir müssen die Dinge ändern - uns selbst ändern -, um langfristig eine nachhaltige Lösung herbeizuführen«, appelliert der Autor.

Auslaugung der Böden durch industrielle Viehzucht

Durch die industrielle Viehzucht werden zudem dem Boden Mineralstoffe entzogen. Im letzten Jahrhundert betrug der Verlust an Mineralstoffen im Boden in Europa 72 Prozent, in den USA 85 Prozent.

Mineralhaltige Böden sind jedoch wichtig für die Produktion von Nahrungsmitteln mit hoher Nährstoffdichte. Ein guter Mutterboden enthält viele Mineralstoffe, die den Pflanzen die Bildung von Vitaminen, Enzymen, Antioxidantien, sekundären Pflanzenstoffen und Aminosäuren (Proteinen) ermöglicht. Auf gutem Boden
angebaute Pflanzen enthalten somit eine viel höhere Dichte an Nährstoffen als Pflanzen von ausgelaugten und mineralarmen Böden.

Übergewicht bei gleichzeitiger Mangelernährung

Die Folgen sind längst deutlich geworden: Eine nährstoffarme
Ernährung verursacht immer mehr Erkrankungen. Kalorien ohne Nährstoffe führen zudem zu vermehrtem Verzehr und damit zu Übergewicht. Obwohl in den Industrieländern immer mehr Menschen übergewichtig sind, sind sie gleichzeitig mangelernährt.

Brendan Brazier kommt zu dem Schluss: »Es kann daher nicht unser Ziel sein, immer mehr Nahrung zu produzieren, vielmehr müssen wir uns darauf konzentrieren, Nahrung mit der höchstmöglichen Nährstoffdichte zu produzieren - und das hängt zum größten Teil von der Bodenqualität ab.«

Würde also auf den landwirtschaftlichen Flächen keine Futtermittel wie Soja und Mais - zumeist auch noch genmanipuliert - für die industrielle Massentierhaltung angebaut, sondern nährstoffreiche Erzeugnisse im biologischen Landbau, könnten nicht nur mehr Menschen ernährt, sondern auch noch ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. »Bedeutend weniger Leute wären übergewichtig und gleichzeitig unterernährt, zudem würden Erkrankungen stark zurückgehen«, bringt es Brendan Brazier auf den Punkt.

Für die Fleischproduktion: Wasservergeudung und Wasserverschmutzung

Jeder weiß: Wasser ist Leben. Doch der weltweite Vorrat an Trinkwasser wird knapp. In vielen Ländern der Erde gibt es Probleme bei der Wasserversorgung. Schon jetzt haben mehr als eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Schon jetzt gibt es in vielen Ländern der Erde Probleme bei der Wasserversorgung. Für das Jahr 2025 rechnet die FAO damit, dass 64 Prozent der Weltbevölkerung unter Wassermangel bzw. verunreinigtem Wasser leiden werden.

Für den Anbau von Viehfutter werden unglaubliche Mengen an Wasser verbraucht: Für ein Kilo Fleisch werden mindestens 15.000 Liter Wasser benötigt. Mit dieser Menge könnte man über ein Jahr lang täglich duschen!

Zudem ist die industrielle Massentierhaltung der größte Verursacher von Wasserverschmutzung - dies stellte bereits die FAO-Studie »Livestock’s Long Shadow« (»Der lange Schatten der Tierhaltung«) 2006 fest. Unmengen von Mist und Gülle verseuchen Flüsse, Seen und Grundwasser, so dass am Ende noch weniger
frisches Wasser zur Verfügung steht. Hinzu kommen Antibiotika und Hormone, die über die Gülle in unseren Trinkwasserkreislauf Wasser gelangen sowie die Düngemittel und Pestizide zur Viehfutter­herstellung: 37 Prozent aller eingesetzten Pestizide und 50 Prozent aller Antibiotika gehen auf das Konto der Viehzucht.

Verbrauch fossiler Brennstoffe, Schädigung von Luft und Klima

Der Anbau von Nahrungspflanzen als Futtermittel für Tiere, die dann als Fleisch enden, erfordert bedeutend mehr landwirtschaftliche Fläche als der Anbau von Nahrungspflanzen, die für den menschlichen Verzehr bestimmt sind. Von der ursprünglich durch Futtermittel bereitgestellten Nahrungsenergie geht nur wenig Energie auf das Fleisch über. Für die Erzeugung tierischer Nahrungs­mittel geht somit viel Energie verloren.

Um 1 Kalorie Eiweiß aus Rindfleisch zu erzeugen, werden 54 Kalorien fossiler Energie verbraucht. Zum Vergleich: Bei 1 Kalorie aus pflanzlichem Protein beträgt die erforderliche Menge an fossiler Energie im Schnitt 2,2 Kalorien.

In der Studie »Livestock’s Long Shadow« der Vereinten Nationen von 2006 wird die Viehzucht aufgrund ihrer hohen Energiean­forderungen als eine der Hauptursachen des vom Menschen herbeigeführten Klimawandels gesehen: Durch die Viehzucht entstehen mehr klimabeeinflussende Treibhausgasemissionen als durch alle Transportmittel (Autos, LKWs, Busse, Flugzeuge, Schiffe) zusammen.

Unter den Treibhausgasen werden drei Arten unterschieden: CO2, Methan und Distickstoffmonoxid (N2O). Dabei ist das von Rindern ausgestoßene Methangas 23-mal klimaschädlicher als CO2. Distickstoffmonoxid ist sogar 296-mal klimaschädlicher als CO2. 65 Prozent des gesamten Distickstoffmonoxids der Welt entsteht durch Kuhdung.

»Das Effektivste, was wir als Einzelpersonen tun können, um den Ausstoß von Treibhausgasen einzudämmen, ist, weniger Nahrungsmittel zu essen, die während ihres Herstellungsprozesses Treibhausgase emittieren«, so Brendan Brazier. Keine Fleisch- und Milchprodukte zu essen ist ein viel effektiverer Klimaschutz als kein Auto zu fahren, nicht mehr zu duschen, nicht mehr zu heizen und Energiesparlampen zu verwenden.

Natürlich ist es aus Gründen des Klimaschutzes und zur Verringerung der Luftverschmutzung vernünftig, Obst und Gemüse aus der Region zu beziehen, ausschlaggegebnd ist jedoch letztlich, was wir essen. Dies belegt eine wissenschaftliche Studie der Carnegie Mellon University in Pittsburg, die im Fachjournal Environmental Science & Technology veröffentlich wurde: »Die Untersuchung hat ergeben, dass Transportkilometer nur etwa 11 Prozent des Treibhaus­gasanteils einer amerikanischen Durchschnittsfamilie ausmachen. Auf die Produktion entfallen dagegen 83 Prozent.« Es entsteht somit die 7,5-fache Menge an Treibhausgasen bei der Produktion von Nahrungsmitteln als durch deren Transport.

Unter Berücksichtigung sämtlicher Faktoren werden für die Produktion von 1 Kilo Rindfleisch 36 Kilo CO2 ausgestoßen. Dies entspricht etwa dem Ausstoß eines Mittelklassewagens (mit einem Verbrauch von 9 Litern auf 100 Kilometer) auf einer Strecke von 357 Kilometern.

»Was wäre, wenn alls US-Amerikaner ein Jahr lang kein Rindfleisch essen würden?«, fragt Brendan Brazier. Die Antwort: Die Einsparung an CO2 entspräche einer Fahrt von 3,46 Billionen Kilometer eines Mittelklassewagens. »Da die mittlere Entfernung zum Mond nur etwa 384.000 Kilometer beträgt, entsprich dies also in etwa kaum vorstellbaren 9 Millionen Reisen zum Mond.« Wenn die Deutschen ein Jahr lang kein Rindfleisch essen würden, würden sie ebenso viel Treibhausgas einsparen, als wenn ca. 630.000 Reisen zum Mond mit dem PKW nicht gemacht würden.

Das Verhältnis zwischen Nährstoffen und Anbaufläche: Fleisch und pflanzliche Produkte im Vergleich

Es wird bedeutend mehr landwirtschaftliche Fläche benötigt, um die gleiche Menge an Mikronährstoffen aus Rindfleisch statt aus Weizen, Mais oder Soja zu erzielen. Würden damit Menschen ernährt, könnten wir die 23,4-fache Menge an Mikronährstoffen aus derselben Anbaufläche erhalten. Würde auf der Anbaufläche Grünkohl angebaut, würde sogar die 2.900-fache Menge an Nährstoffen erzielt.

Die niedrigen Kosten hochwertiger Nahrung

Doch was ist mit den höheren Preisen für gesündere, hochwertigere Nahrung? Wer heute auf hochwertige pflanzliche Produkte aus Bio-Anbau setzt, muss viel mehr Geld hinblättern als derjenige, der massenhaft Fleisch- und Milchprodukte im Discounter kauft. Brendan Brazier schreibt dazu: »Wir wissen, dass Nahrungsmittel, deren Herstellung den Einsatz von weniger Ressourcen erfordert, die Umwelt bedeutend weniger belasten. Wir wissen auch, dass dieselbe nährstoffreiche pflanzliche Vollwertkost das Risiko vieler Krankheiten verringert, sodass auch hier Kosteneinsparungen, die sowohl den Einzelnen als auch gesamtwirtschaftliche Ausgaben betreffen, gerechnet werden kann. Zusätzlich wissen wir, dass bei einer Ernährung mit dieser Kost pro Jahr weniger Krankheitstage anfallen.« Der wahre Maßstab für den Wert eines Nahrungsmittels sind die Mikronährstoffe - und die sind in pflanzlicher Vollwertkost deutlich höher als in der niedrigpreisigen Standardernährung.

Doch wie kann es sein, dass Fleisch und Milchprodukte so billig sind, obwohl sie Unmengen an Land, Wasser und fossiler Energie verbrauchen? Die Antwort lautet: Subventionen! Ohne Subventionen aus Steuermitteln lägen die Preise für Fleisch- und Milchprodukte um ein Vielfaches höher. Und würde man noch die Kosten einrechnen, die durch die Verschmutzung der Böden, des Trinkwassers und der Luft sowie die Auswirkungen auf das Klima entstehen, wären Fleisch und Milch wohl nicht mehr bezahlbar: »Bei dem riesigen Ressourcenverbrauch der Fleischindustrie wäre es doch nur eine folgerichtige Entscheidung, dass ein fairer Marktpreis den Konsum sinken lässt«, schreibt Brendan Brazier. »Der faire Marktpreis für den typischen Hamburger einer Fastfood-Kette wird ohne Subventionen bei 35 $ bis hin zu 200 $ (25 € bis 145€) angesetzt, wobei in dem Betrag von 35 $ nur der Verbrauch an fossilen Brennstoffen berücksichtigt ist, während bei 200 $ auch der Verbrauch von Land und Wasser sowie der Transport von Futtermitteln und die Reinigung des Klärwassers von Rinder-Dung enthalten sind.«

Brendan Brazier rechnet aus, dass es bezogen auf die Nährstoffdichte 5,3-mal teurer ist, wenn man sich mit Eiern statt mit schwarzen Bohnen ernährt, oder dass es 6-mal so viel kostet, dieselbe Menge an Nährstoffen aus Hühnerbrust zu erhalten statt aus Linsen. Und es kostet 41,6-mal so viel, Nährstoffe aus Lachs zu beziehen statt aus Leinsamen.

»Zahlen Sie heute für gesünderes Essen oder später für die Behandlung von Krankheiten«

Im Jahr 2006 war Brendan Brazier eingeladen worden, vor dem US-Kongress zu sprechen. »Ich wusste, dass bei diesen Zuhörern, die aus Volksvertretern bestanden, nur eines zählt, nämlich Geld.« Deshalb richtete er den Focus auf die präventive Medizin und erklärte, dass sich die Menschen ressourcenintensive Nahrungsmittel ohne deren Subventionierung nicht leisten könnten und dass die nährstoffreichsten Lebensmittel im Hinblick auf den Preis am günstigsten wären. Und vor allem würde das Gesundheitssystem aufgrund der besseren Ernährung entlastet: »Zahlen Sie heute für gesünderes Essen oder später für die Behandlung von Krankheiten, die durch schlechte Ernährung hervorgerufen werden.«

Lesen Sie auch: Das "Freiheit für Tiere"-Interview mit Brendan Brazier
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