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Kundenrezension

am 9. Juli 2013
Die Fähigkeit, sich in andre „intuitiv und emotional“ hinein versetzen zu können, somit den anderen „ohne viele Worte zu „verstehen““, ist eine der Grundvoraussetzungen menschlichen Seines, menschlicher Gemeinschaft und damit menschlicher Gesellschaften. Ohne diese Fähigkeit wäre ein kooperatives Miteinander, das letztendlich die Existenz der Menschheit befördert und gesichert hat, gar nicht denkbar.

Wie aber und, durchaus auch, wo aber sitzt diese Fähigkeit im Gehirn? Welche komplexen Vorgänge vollzieht das Gehirn, um Empathie zu ermöglichen? Das sind die Kernfragen, dienen Christian Keysers nachgeht. Unter Nutzung der „Spiegelneuronen Methode“. „Beobachtbare Aktivitäten im Gehirn bei einer Betrachtung von Ereignissen, die gleiche Muster im Gehirn aufweisen, als würde das Ereignis aktiv erlebt“ (sinngemäß nach Wikipedia).

Dass solche Muster nun nicht nur auf sichtbare und ablaufende äußere Ereignisse nachweisbar sind, sondern auch im Rahmen von Emotionen beobachtbar sich darstellen und dies nun auch im Blick auf die Empathie von entscheidender Bedeutung für die Hirnforschung ist, das ist Christian Keysers Arbeitshypothese seit langem. Von hier aus erläutert er seine Erkenntnisse. Und das in erzählender, flüssiger und sehr verständlicher Sprache. Biologie muss der Leser nicht studiert haben, um Keysers Ausführungen zu verstehen.

Ausführungen, die in fundierter Form erläutern, warum wir Momente erleben, „Augenblicke, in denen wir nicht unsertwillen, sondern um anderer Willen gerührt sind“. Und damit bildet dieses Buch eine sehr interessante Lektüre für nähere Einblicke in „unsere soziale Natur“.
Bis dahin, dass mittels der Spiegelneuronen auch alte Entwicklungen wie die Entstehung der Sprache oder Kooperation ans ich entstanden sein können.

Und auch die „negative“ Seite führt Keysers logisch nachvollziehbar aus. Sind „Spiegelneuronen“ zuständig für die empathischen Verbindungen und Bindungen zwischen Menschen, dann ist es logisch, dass eine Störung der Aktivitäten dieser Nervenzellen zu „Gefühlstrennungen“ führen und zu Störungen im Miteinander, aber auch zu Verwerfungen in der Person selbst, da Empathie eine wesentliche Fähigkeit der Person für ein zurechtfinden als Mensch „in der Welt“ ist.

Am Beispiel des Autismus führt Keysers die Wichtigkeit der Spiegelneuronen und die Folgen einer Störung sehr plastisch aus und zeigt (nicht nur an diesem Beispiel), welche Folgerungen aus seinen Erkenntnisse für mögliche Therapien gezogen werden könnten.

Schritt für Schritt führt Keysers den Leser gründlich daher zunächst umfassend zu der Erkenntnis, dass der Mensch „zum sozialen Leben geboren ist“, in welchen Regionen des Gehirns diese soziale Gewiesenheit verortet ist und wie sich diese Mittels Spiegelneuronen in ihrer Aktivität nachweisen lässt. Bis dahin, dass er im Buch auch seine Folgerungen aus diesen Erkenntnissen überzeugend darlegt. Folgerungen, die zu einer „einheitlichen Theorie der sozialen Kognition“ führen und, daraus abzuleiten, vor allem, zu einer „Empathischen Ethik“ zu führen haben. Nicht im Sinne eines moralischen Postulats, sondern aus der Erkenntnis heraus, dass nur im Rahmen eines „empathischen Miteinanders“ Menschen nachhaltig ihre Persönlichkeit „störungsfrei“ entfalten können.

Alles in allem bietet Keysers einen sehr verständlichen und sehr gründlichen Einblick in seine Arbeit und bildet den Status Quo der „empathischen Hirnforschung“ gut lesbar ab. Aufgrund seiner vielfachen Darstellungen und der überzeugenden Argumente sind seine Folgerungen ebenfalls überzeugend und logisch.
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