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Kundenrezension

am 28. Oktober 2010
Wohltuend ist der Seitenhieb gegen Peter Sloterdijk: kann einer, der unreflektiert Wohlhabende mit Leistungsträgern gleichsetzt, die nominale Steuerbelastung mit der tatsächlichen gleichsetzt und die Sozialabgaben komplett unter den Tisch fallen läßt, überhaupt den Begriff Leistungsträger für sich in Anspruch nehmen?
Viele Dinge, die Herrmann anspricht, sind nicht neu. Trotzdem ist es wichtig, dass man mal wieder mit der Nase drauf gestoßen wird: etwa, dass die europäischen Staaten sich seit vielen Jahren einen Steuersenkungswettbewerb liefern, ein Ende des Gejammers über zu hohe Steuern aber nicht in Sicht ist. Dass Bundes- und Landesregierungen viel Geld in die Bekämpfung der Schwarzarbeit stecken, bei Steuerhinterziehung aber gern demonstrativ wegschauen und auch schon mal aufmüpfige Beamte für verrückt erklären lassen. (So offenbar in Hessen geschehen).
Zentrales Anliegen des Buches ist aber nicht das Verhalten der Politik, sonderen jenes der Mittelschicht, die sich offenbar immer stärker an den Mythos vom individuellen Aufstieg durch Bildung klammert. Eltern verschulden sich, um ihren Kindern eine (vermeintlich) bessere Bildung zu verschaffen. Tatsächlich erreichen sie, dass die Elite auf noch teurere, noch "bessere" Institutionen ausweicht, um weiterhin unter sich bleiben zu können: auch in Deutschland ist die Standesgesellschaft nie wirklich abgeschafft worden. Im Moment läuft alles darauf hinaus, dass sie unter der Prämissen von Modernisierung und Liberalisierung restauriert wird.
Ulrike Herrmann setzt große Hoffnungen in die Politik, die scheinbar nur aufwachen muss, um diese Mißstände endlich angehen zu können. Wenn man beobachtet, wie einflußreiche Lobbys geradezu täglich die Regierung vorführen, kann man allerdings annehmen, dass es dafür schon zu spät ist.
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