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Kundenrezension

am 26. Januar 2008
Hallo Zusammen,

ich möchte Euch heute das Album Study In Brown aus dem Jahre 1955 des Trompeters Clifford Brown vorstellen und ihn und seine Musik etwas näher bringen.

Besetzung:
Clifford Brown, Trompete
Max Roach, Schlagzeug
Harold Land, Tenorsaxophon
George Morrow, Bass
Richie Powell, Oiano

Clifford Brown wurde am 30.10.1930 in Wilmington, Delaware geboren und verstarb auf tragische Weise mit 25 Jahren bei einem Autounfall am 26. Juni 1956 in Bedford, Pennsylvania.

Er wurde seinerzeit als das größte Talent angesehen. Clifford Browns Vorbild war der Trompeter Fats Navarro. Navarro erkannte sehr früh sein Talent und ermunterte ihn Berufsmusiker zu werden. Viele sagen, dass er – trotz seiner kurzen Laufbahn - den Hard Bop entscheidend mit geprägt hat. 1953 wurde er von Lionel Hampton engagiert und begleitete diesen auf seiner Europatournee im gleichen Jahr.

Nun zum Album. Hard Bop ist nun manchmal keine leichte Kost. Die Aufnahmen werden zum Teil sehr schnell gespielt und manchmal weiß man nach einem bestimmten Akkord nicht wie es weitergeht. Dies ist aber eigentlich das faszinierende an diesem Album. Mal davon absehen, das Max Roach spielt, als wenn der Teufel persönlich hinter ihm her wäre.
Trompete und Tenorsaxophon ergänzen sich sehr gut und sind klanglich auf einer Ebene mit der Rythmusgruppe aufgestellt.

Nomen est omen. Der Opener Cherokee vermittelt einem bei den ersten Takten den Eindruck als wenn Max Roach früher nichts anderes gemacht hätte als in einer Indianerband zu spielen. Aber dann geht’s ab. Das Schlagezeug legt los, das Piano folgt umgehend, bis zum Einsatz des Tenorsaxophons und der Trompete dauert es nur einige Sekunden bis das Stück seine Hochgeschwindigkeit erreicht. Tolle Rythmusgruppe welche das Stück immer wieder nach vorne treibt bis immer wieder abwechselnd Saxophonsolos bzw Trompetensolos folgen.
Langsam wird es einem schwindelig. Wie halten diese Teufelskerle dieses hohe Tempo nur so lange aus? Dann eine kurze Verschnaufpause. Nach knapp 4 Minuten ein kleines Schlagzeugsolo von Max Roach. Die Holzstöcke wirbeln nur so durch die Luft.
Das Stück geht dann im rasanten Tempo leider dem Ende entgegen.

Das zweite Stück Jacqui beginnt mit einem gemäßigten Pianoeinsatz gefolgt und dann weiter begleitet mit einem genau so gemäßigtem Schlagzeug Rhythmus. Das sehr hohe Tempo des Eingangsstückes ist raus und holt einen wieder runter.
Tenor und Trompete folgen unisono bzw. nacheinander auch alleine. Die Trompete bzw. das Tenor kommen klar rüber und es macht sehr viel Freude Clifford Browns bzw. Harrold Lands Themen zu folgen. Nach gut der Hälfte des Stücks meldet sich das Piano. Klasse. Richie Powell haut in die Tasten das es eine wahre Wonne ist. Dann ein kurzes Schlagzeugsolo bis alle das Thema wider aufnehmen. Die Rythmusgruppe swingt ungemein und der Beinwippfaktor steigt von Sekunde zu Sekunde.

Was dann folgt ist das dritte Stück Swingin’. Wer bisher gedacht hatte das der Opener bereits schnell war muss sich jetzt eines besseren belehren lassen. Angetrieben durch die Tromepte von Clifford Brown und des umgehend folgenden Einsatzes von Max Roach beschleunigt das Stück in null komma nix auf Höchtsgeschwindigkeit. Das Tempo kann auch das Piano mühelos mithalten und setzt seine eigenen Akzente. Dann folgenden wieder abwechselnd – von der Rythumsgruppe begleitet – diverse Solis von Trompete, Saxophon und Piano.

Das vierte Stück Lands End beginnt mit dem Piano von Richie Powell und leichten Beckenschlägen von Max Roach wieder in einem gemäßigten Tempo. Trompete und Saxophon nehmen dann ebenfalls im gemäßigten Tempo unisono ihr Thema auf.
Man wie das swingt!
Rythmisch springt die Beckenarbeit von Max Roach besonders ins „Auge“. Immer wieder unterstreicht er dadurch sehr schön den Rhythmus der dann durch die Trompete von Clifford Brown aufgenommen wird. Was für ein Trompeter! Anschließend folgt das Piano ebenfalls solo der Rythmusgruppe. Richie Powell am Piano braucht sich nun wahrlich nicht vor einem Bill Evans verstecken.

Es folgt das fünfte Stück George’s Dilemma. Es fängt im gemäßigtem Tempo mit genau akzentuierten Beckenschlägen von Max Roach an und nach wenigen Sekunden steigt George Morrow mit seinem Bass ein. Piano, Saxophon und Trompete folgen umgehend unisono. Schöner, rhythmischer Anfang. Das Stück lebt auch hier wieder von der Beckenarbeit von Max Roach und der Trompete von Clifford Brown. Die Rythmusgruppe groovt auch hier sehr schön. Das macht echt Spaß zuzuhören. Das Ende des Stückes ist durch das Zusammenspiel von Max Roach und dem Piano von Richie Powell geprägt.

Stück Nummer sechs, Sandu fängt in einem etwas schnelleren Tempo mit dem unisonen Einsatz der Tromepete und des Saxophon an. Klingt für ein Hard Bop Stück aber sehr melodiös. Anschließend folgen – mit der Rythmusgruppe unterlegt – diverse, sequenzielle Solis von Trompete, Saxophon und Piano. Auch hier groovt die Rythmusgruppe wie jeck. Spätestens hier weiß man jetzt, warum Max Roach zu einer der besten Schlagzeuger seiner Zunft gehörte. Er unterstreicht dies sofort in einem Schlagzeugsolo welches dann direkt von einem Basssolo ergänzt wird. Trompete und Saxophon folgen wieder mal unisono auf dem Fuß bis das Stück mit einem kleinen Trommelwirbel beendet wird.

Gerkin for Perkin fängt ebenfalls wieder unisono mit der Trompete und dem Saxophon an. Max Roach schließt sich direkt an und es geht in einem mittelmäßigem Tempo los. Auch hier wieder die tolle Beckenarbeit von Max Roach. Nach einigen weiteren Sekunden übernimmt Harold Land mit dem Saxophon die Führung.und treibt das Stück erst richtig an. Klasse gemacht! Anschließend übernimmt Clifford Brown wieder das Thema und zeigt mit einem überragenden Drive wer der Herr im Hause ist. Unglaublich was der Kerl aus der Trompete rausholt. Dann meldet sich nahtlos Richie Powell mit dem Piano zu „Wort“. Mit einer unglaublichen Leichtigkeit hat er überhaupt kein Problem das Thema auf dem Piano weiterzuführen bis Max Roach wieder in einem Trommelwirbel übernimmt.
Gerkin for Perkin ist für mich auf jeden Fall der Anspieltipp.

Das achte Stück „If i love again“ beginnt wieder rasanter mit einem unisonen Trompeten und Saxophoneinsatz bis Clifford Brown – mit guter Unterstüzung der Rythmusgruppe – mal wieder das Stück alleine vorantreibt. Max Roachs Schlagzeugarbeit ist einfach beeindruckend. Hier steht das HiHat klar im Vordergrund. Nach einem kleinen Schlagezugsolo folgt unisono wieder der Einsatz der Trompete sowie des Saxophons bis das Stück zu Ende geht. Hard Bop vom feinsten!

Das neunte und letzte Stück „Take the A Train“ beginnt durch den Beckeneinsatz von Max Roach, dem Basseinsatz von George Morrow und dem wechselnden Pianoanschlag von Richie Powell. Das Thema einer anfahrenden Lokomotive und der Übergang in die normale Fahrt dieser imaginären Lokomotive gelingt wirklich toll. Das Stück wird dann richtig schnell und ist durch das Trompetenspiel von Clifford Brown geprägt. Tolle Interpretation dieses Klassikers. Neben gerkin for perkin ein weiterer, klarer Favorit für meine Anspielliste dieser Scheibe.

Fazit: Ein tolles Hard Bop Album der Extraklasse eines Ausnahmetrompeters kombiniert mit einem Ausnahmeschlagzeuger. Dieses Album sollte in keiner Sammlung fehlen zumal es seit kurzem auch als Speakers Corner Reissue erhältlich ist. Ich mag mir gar nicht vostellen, was passiert wäre, wenn der Mann nicht so früh bei einem Autounfall verstorben wäre......
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