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Kundenrezension

am 27. Januar 2013
Ein kubanischer Polizist, ein schwarzer Polizeichef, ein haitianisches Mädchen, ein russischer Oligarch und ein paar weiße Amerikaner: Schon an der Figurenwahl für Tom Wolfes „Back to Blood“ lässt sich das Hauptthema des Romans erkennen: der Clash of Culture, das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen in einem Schmelztiegel wie Miami in den USA.

Tom Wolfe, geboren 1931, bedient sich dabei derselben Technik wie in seinem bisher erfolgreichsten Roman, „Fegefeuer der Eitelkeiten“ (1987): Er erzählt seine Geschichte aus wechselnden Perspektiven, schlüpft mal in den Kopf der einen, mal in den der anderen Figur. Erstaunlich ist dabei, wie glaubhaft und genau er sich in die einzelnen Milieus einfühlen kann – ganz egal, ob er eine Familienfeier im hauptsächlich von Kubanern bewohnten Hialeah, eine elitäre Kunstmesse oder ein Essen unter Russen beschreibt. Dasselbe gilt für die Gedankenwelten seiner so unterschiedlichen Figuren.

Die Geschichte beginnt mit dem kubanischen Polizisten Nestor Camacho, der einen Landsmann festnimmt und sich damit den Hass der anderen Kubaner in Miami zuzieht, die ihn als Verräter am eigenen Volk sehen. Doch schnell wird klar, dass das nicht das Hauptthema dieses 760-Seiten Wälzers ist. Es geht vielmehr um den Verdacht des ehrgeizigen Journalisten John Smith, die Gemälde, die der russische Oligarch Sergej Koroljow einem Museum vermacht hat, seien allesamt Fälschungen.

Vieles an diesem Buch ist witzig, aber nicht nur das. Es hat natürlich auch eine gesellschaftskritische und -satirische Aussage, wenn ein Psychologe seinen Patienten, der an sexueller Besessenheit leidet, immer wieder mit Pornographie konfrontiert, um ihn noch möglichst lange „behandeln“ zu können. Oder wenn sich die Millionäre auf der Kunstmesse den letzten Schrott als Kunst verkaufen lassen und dafür Unsummen bezahlen.

„Back to Blood“ ist ein vielschichtiges, wahres, verstörendes – schlicht ein sehr gutes Buch, das sicher das Zeug dazu hat, genauso erfolgreich zu werden wie „Fegefeuer der Eitelkeiten“. Und es ist durchaus einer Erwähnung wert, dass ein Mann in Wolfes Alter Derartiges zuwege bringt.
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