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Kundenrezension

TOP 1000 REZENSENTam 14. Dezember 2013
Mit "Lady Daphnes Verehrer" ist nun der letzte Teil von Madeline Hunters "Rarest Blooms" - Tetralogie erschienen. Ich lese Hunters Romane schon seit Jahren sehr gerne, da die Autorin nicht nur schöne Liebesgeschichten erzählt, sondern als studierte Kunsthistorikerin großen Wert auf die richtige Darstellung von historischen Zusammenhängen legt. Dies spiegelt sich auch im Verhalten ihrer Protagonistinnen wieder, die zwar selbstbewusst und modern wirken, aber dennoch den gesellschaftspolitischen Regeln ihrer Zeit verpflichtet sind.

In dem hier vorliegenden vierten Teil rund um die Frauen der Gärtnerei "The Rarest Blooms", übernimmt Daphne Joyes die Hauptrolle. Leser der Reihe kennen Daphne aus den anderen Romanen als selbstständige und mutige Frau, die mehreren Freundinnen einen sicheren Hafen (eine Art Frauenhaus des 19. Jahrhunderts) bietet, wo sie fernab von gesellschaftlichen Zwängen und familiären Verbindlichkeiten leben und sich in ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können. Fragen über Herkunft und Vergangenheit ihrer Mitbewohnerinnen stellt Daphne nicht, denn auch sie selbst hütet Geheimnisse, die sie um jeden Preis bewahren möchte.

Das Anwesen hat sie vom alten Herzog von Becksbridge gepachtet. Als dieser stirbt, muss sie feststellen, dass ihr das Grundstück nicht wie erhofft überschrieben wurde. Statt ihrer erbt ein entfernter Verwandter des Dukes das Land, der berühmt-berüchtigte Herzog von Castleford. Mit diesem muss sie sich nun auseinandersetzen, um Zuhause und Einkommensquelle nicht zu verlieren.

Tristan Herzog von Castleford ist berühmt für sein ausschweifendes Leben. Seinen politischen, gesellschaftlichen und geschäftlichen Verpflichtungen kommt er ausschließlich dienstags nach, ansonsten scheint sein Leben aus Feiern, Sex und Suff zu bestehen. Als er Daphne kennenlernt und sich in den Kopf setzt, die schöne, aber unnahbare Frau zu erobern, nutzt er die Macht aus, die er aufgrund seines ererbten Besitzes über sie hat. Er lädt sie zu sich ein, um mit ihr Geschäftliches zu klären, eine "Einladung", die vielmehr einem Befehl gleichkommt, dem sie Folge leisten muss.

Für Daphne ist dies eine unerträgliche Situation, doch ist sie bereit, zu tun, was nötig ist, um ihr bisheriges Leben aufrechterhalten und ihr Anwesen behalten zu können. Tristan ist gleichermaßen beeindruckt wie verwirrt von Daphnes Verhalten, erst recht, als er Gefühle für sie entwickelt. Dass Daphne ihn ablehnt, kann der manchmal überheblich wirkende Aristokrat nicht verstehen und versucht ihre Geheimnisse zu ergründen.

"Lady Daphnes Verehrer" konnte mich mit hervorragend ausgearbeiteten Figuren, gelungenen Dialogen und einer sich aus Lust und Leidenschaft entwickelnden Liebesgeschichte überzeugen. Der Roman ist historisch fundiert geschrieben und von Antje Görnig glaubhaft ins Deutsche übersetzt worden. Im Gegensatz zu vielen anderen Autorinnen von Liebesromanen baut Hunter gekonnt historische Begebenheiten ein, etwa die Arbeiteraufstände in Nordengland. Dass eine Frau einen potentiellen Liebhaber nach möglichen Geschlechtskrankheiten aufgrund seines ausschweifenden Lebenswandels fragt, habe ich in einem Regency-Roman so auch noch nie gelesen. Gut, dass Madeleine Hunter davor nicht zurückscheut.

Während mir Daphnes Selbstbewusstsein imponiert, ist mir Tristan schon in den anderen Büchern der Reihe durch seine Lebenslust und seinen selbstironischen Humor ans Herz gewachsen. Obwohl manchmal arrogant und unvernünftig wirkend, hat er das Herz am rechten Fleck und überzeugt durch sein ehrenvolles Handeln. Durch seine Taten unterscheidet sich sein Charakter grundlegend von der Figur des "Bösen", dem verachtenswerten Sohn des verstorbenen Duke of Becksbridge, der nach außen Moral und Sittenstrenge heuchelt, aber das Gegenteil davon lebt.

Fazit: Schöne Liebesgeschichte mit ernsthaften Untertönen

Die vier Teile in der richtigen Reihenfolge:
1. Ein skandalöses Rendezvous (Audrianna Kelmsleigh & Lord Sebastian Summerhays)
2. Die widerspenstige Braut (Verity Thompson & Grayson, Earl of Hawkeswell)
3. Eine Lady von zweifelhaftem Ruf (Celia Pennifold & Jonathan Albrighton)
4. Lady Daphnes Verehrer (Daphne Joyes & Tristan, Duke of Castleford)
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