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Kundenrezension

37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wirtschaftspolitische Betrachtung der letzten hundert Jahre!, 30. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Mit der Ölwaffe zur Weltmacht. Der Weg zur neuen Weltordnung (Gebundene Ausgabe)
Man hat schon so einiges von Engdahls Buch gehört, immer wieder jedoch, dass es einem mehr Verständnis für unsere derzeitige politische Weltordnung und Machtpolitik ermöglicht. Diese Einschätzung kann ich voll und ganz bestätigen.
Engdahl beginnt sein Buch mit dem britischen Empire im 19. Jahrhundert und der Abschaffung der Korngesetze, geht weiter über den ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik, um dann die Entwicklung der letzten ca. 50 Jahre ausführlich zu beschreiben, speziell natürlich die Politik der USA und der globalen Finanz- und Ölinteressen (wobei im Einzelnen sehr genau drauf eingegangen wird, wer zu welchem Zeitpunkt für was einstand) und deren Auswirkungen auf die Welt und die (teils selbst geschaffenen) Krisen. Zwar heißt das Buch "Mit der Ölwaffe ...", allerdings scheint das Öl dabei manchmal in den Hintergrund zu geraten. Stattdessen liefert Engdahl dann eine Darstellung der finanziellen Machenschaften verschiedener Gruppen/Staaten und zeigt deren Folgen. Ich persönlich habe diese wirtschaftspolitische Betrachtung begrüßt, denn auch -' oder gerade -' sie führt zu so vielen Aha-Effekten. Am interessantesten waren dabei die Ausführungen zum Internationalen Währungsfonds und die Ausbeutung der Entwicklungsländer über Umschuldungskredite und dergleichen, sowie die Ausführungen zum Ende der Sowjetunion und der letzten zehn Jahre amerikanischer Machtpolitik. Engdahl stopft dass Buch teilweise mit Fakten, dennoch behält man immer den Überblick und kann den Darstellungen stets folgen.
Bei all den positiven Sachen gibt es dennoch einige Negativpunkte. Zum einen fiel mir bei diesem Buch in erhöhtem Maße auf, dass es so einige Rechtschreibfehler gibt und zudem Worte vergessen wurden. Das ist aber verschmerzbar und zudem inhaltlich bedeutungslos. Schlimmer hingegen ist, dass der Autor bei seiner umfassenden Darstellung der letzten hundert Jahre die 12 Jahre der Hitlerdikatur ausspart. Er schreibt zwar so einiges über die Finanziers, die Hitlers Aufstieg ermöglichten, beginnt im darauf folgenden Kapitel aber schon mit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Natürlich weiß ich, dass Neues (sprich anderes als die standardgeschichtliche Darstellung) über die Hitlerzeit nicht einfach mal so erscheinen kann. Dennoch: gerade mit dem was Engdahl in den übrigen Kapiteln über die Machenschaften verschiedener Gruppen schreibt wäre es sehr interessant gewesen, ähnliche Ausführungen über die Zeit des Nationalsozialismus und den dahinter stehenden höheren Interessen zu lesen. Ein dritter Kritikpunkt ist, dass mir die Quellenbasis des Autors manchmal arg dünn erscheint. Einige Dinge hätte man doch gerne erläutert oder zumindest eine präzise Quellenangabe gehabt. Dass mag nun einem wissenschaftlichen Anspruch nicht reichen, aber wer deshalb (negative) Rückschlüsse auf den Inhalt zieht, fehlt doch weit daneben. Sicher mögen einige Details verkehrt bzw. einseitig dargestellt sein, wer jedoch das große Gesamtbild, das Engdahl malt, einfach als Verschwörungstheorie abstempelt, der hat meiner Ansicht nach nicht verstanden oder will nicht einsehen, dass die Welt von Finanzinteressen geleitet ist, von dem Streben nach immer mehr und höherem Profit auf Kosten der großen Masse.
Lange Rezension, kurzer Sinn: Wer Engdahls Buch nicht liest, verpasst einen immensen Erkenntnisgewinn.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 06.04.2012 11:42:54 GMT+02:00
Vielen Dank für die ausgezeichnete Rezension. Noch eine kurze Anmerkung meinerseits:

Leider leben wir in einer Zeit begrifflicher Wertverschiebung, welche von Propaganda-Instituten (wie z.B. Tavistock) gezielt inszeniert werden. Leider so ausgeklügelt und "professionell", dass Max Mustermann davon nichts bemerkt, geschweige denn in Frage stellt. Das wird am Begriff "Verschwörungstheorie" sehr deutlich. Ein an sich neutraler Begriff (Dass Verschwörungen - wie die Geschichte klar belegt - keine Hirngespinste, sondern Tatsachen sind, dürfte jedem einigermaßen informierten Menschen klar sein und Theorien sind wissenschaftliche, falsifizierbare Erkenntnisinstumente, die sich am Grad der Plausibilität sowie entsprechender Quellenverweise messen) wurde zu einer Verbalkeule (= Totschlagargument) umfunktioniert. Investigative Journalisten bzw. wissenschaftliche Publizisten, welche konforme Bahnen des so genannten Mainstreams verlassen, werden praktisch zum rechtlichen "Freiwild" erklärt, stigmatisiert und an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Niemand möchte deshalb als Verschwörungstheoretiker gelten. "Die Macht des Wortes" zeigt hier sein hässliches Gesicht. Und nur deshalb, weil wir es zulassen.
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