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Kundenrezension

24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Simple These in lange Ausführungen verpackt, 23. April 2009
Rezension bezieht sich auf: The Long Tail: Nischenprodukte statt Massenmarkt Das Geschäft der Zukunft (Taschenbuch)
Inhaltlich baut dieses Buch auf einer enorm simplen These bzw. Feststellung auf die lautet dass Verbraucher eine große Auswahl schätzen und die Größe des Sortiments einer bestimmten Produktkategorie daher immer wichtiger werde. Wenn man also Eis essen geht, dann bevorzugen viele Kunden eine Eisdiele mit vielen verschiedenen Sorten Eis im Angebot und nicht etwa Läden die nur Schoko und Erdbeer im Sortiment haben. Das ist jetzt eine triviale Feststellung werden Sie denken, tja da gebe ich Ihnen auch Recht doch arg viel mehr steht hier konzeptionell gesehen auch nicht drin!

Um auf die Sache mit dem Begriff Long Tail (langer Schwanz) einzugehen: Wenn man die unterschiedlichen Artikel einer Produktgruppe zusammenfasst und grafisch darstellt (sagen wir mal die Bücher eines Online-Händlers oder die Musiktitel in einem MP3 Download Shop) und man nun die populärsten Produkte links in der Grafik ansiedelt und nach rechts dann die weniger beliebten Produkte kommen, dann wird man einen kleinen Kopf (die häufig verkauften Produkte links, von denen es nur wenige gibt die aber dafür häufig verkauft werden) und einen langen Schwanz (die weniger oft verkauften, aber dafür sehr zahlreichen Produkte rechts) erhalten. Die These des Buches besagt nun, dass der Schwanz, sprich die unzähligen kleinen Nischenprodukte immer wichtiger werden und die Fähigkeit diese im Programm zu haben einen Wettbewerbsvorteil darstellen, da es immer schwerer werde ganz große Hits zu landen. Beispiele für die Anwendung wären: Das große Buchsortiment von Online Buchhändlern gegenüber dem klassischen Buchhandel oder Mp3 Download Shops gegenüber dem guten alten CD-Laden usw.

Dies halte ich nicht nur für eine relativ simple sondern auch längst bekannte These. Die Geschäftsmodelle vieler Online Shops sind seit Jahren darauf aufgebaut. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob die These man müsse immer mehr im Angebot haben als der Wettbewerb so richtig ist. Wenn ich an Premium Produkte denke, so kann es sehr wohl Sinn machen nur einige wenige ausgewählte Marken anzubieten anstatt einen Laden zu haben, der von oben bis unten mit allen möglichen Marken vollgestopft ist (egal ob es sich um einen virtuellen oder einen echten Laden handelt). Die Aussagen des Buches sind daher für mich eher relativ zu sehen, sprich es gibt sicherlich Beispiele bei denen die Thesen stimmen, genauso leicht findet man in der Praxis aber auch das Gegenteil.

Also ich wundere mich immer wieder über diese selbsternannten Wirtschafts- und Managementgurus, welche insbesondere in den USA nur so aus dem Boden zu sprießen scheinen. Deren Vorgehen ist immer das gleiche: sie schnappen sich einen im Grunde recht simplen Zusammenhang, bringen ein paar mehr oder häufig eher weniger detaillierte Praxis-Beispiele dafür, umschmücken ihre Argumente mit unkritischen und einseitigen Aussagen (spätestens hier wird es für mich fragwürdig) und erklären ihre sog. Theorie (um dem Ganzen die Krone aufzusetzen) als allgemeingültig. Naja, urteilen Sie selbst...
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.09.2009 21:59:14 GMT+02:00
undso meint:
"Dies halte ich nicht nur für eine relativ simple sondern auch längst bekannte These."

2004 allerdings, als der Artikel in der Zeitschrift "Wired" veröffentlicht wurde, aus dem später dieses Buch entstanden ist, war das Phänomen noch lange nicht so bekannt wie jetzt. Viele Themen, die im Buch erwähnt werden, scheinen aus heutiger Sicht überholt oder nicht erwähnenswert - das zeigt doch gerade, wie weitsichtig Anderson damals schon war.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.09.2009 11:09:30 GMT+02:00
absurdus meint:
Naja, das größere Produktvielfalt ein Wettbewerbsvorteil von Online-Händlern gegenüber dem klassischen Einzelhandel ist, ist seit dem E-Commerce Boom Mitte bis Ende der 90. Jahre bekannt! Der Verdienst von Herrn Anderson liegt meiner Meinung nach allenfalls darin, dass er das jetzt Long Tail nennt und gut vermarktet. Übrigens, Firmen wie pets.com oder etoys.com scheiterten obwohl sie den Long Tail auf ihrer Seite hatten!

Aber gut, Anderson ist in bester Gesellschaft, der First Mover Advantage heisst ja jetzt auch Blue Ocean Strategy und die Leute scheinen geradezu verrückt nach diesem vermeintlichen Superkonzept.

Veröffentlicht am 21.01.2010 19:00:47 GMT+01:00
PAME meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.02.2010 14:12:14 GMT+01:00
absurdus meint:
Als Nachtrag zu meiner kritischen Rezi eine Literaturempfehlung: The Management Guru as Organizational Witchdoctor, Atikel von
Clark & Salaman Organization. 1996; 3: S. 85-107.
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