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Kundenrezension

am 23. Juni 2014
Die Rezension behandelt den Film, nicht das vorbestellbare Produkt.
ACHTUNG SPOILER enthalten!

Der Film "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" oder im Original "The Fault in Our Stars" erzählt keine Krebsgeschichte, er erzählt die Geschichte vom Leben und der Liebe, in der der Krebs nur eine Nebenrolle bekommt.
Man kann die Realität schönreden, doch das wäre nicht die Wahrheit, die Wahrheit sieht anders aus.Und genau diese Wahrheit ist es, von der der Film, aus Sicht der Protagonistin Hazel, erzählt.
The Fault In Our Stars" ist die Geschichte von Hazel und Augustus und ihrer ersten großen Liebe, die aber zugleich auch ganz offensichtlich ihre letzte große Liebe sein wird.
Die beiden Hauptpersonen lernen sich in einer Selbsthilfegruppe für Krebskranke kennen und verlieben sich schließlich "unsterblich" ineinander.
Gemeinsam reisen sie nach Amsterdam um Hazels Lieblingsautor zu treffen, der "Ein herrschaftliches Leiden" geschrieben hat, ein Buch, von dem sich Hazel verstanden fühlt und das mitten im Satz endet, genauso wie das Leben selber eben.
Der Besuch bei dem Autor erweist sich zwar als Enttäuschung, aber die beiden Teenager erleben trotzdem die wohl schönste Zeit ihres begrenzten Lebens.
Die Liebe der beiden Protagonisten steht zwar im Vordergrund, aber dieser Film ist viel mehr als ein modernes Liebesdrama.Er wirkt zu keinem Zeitpunkt kitschig und man wünscht den Zweien einfach nur alles Glück der Welt und dass es ein Happy End gibt. Dass es das nicht geben wird, ist eigentlich schon von vorneherein klar, aber gäbe es eines, dann wäre es nicht die Wahrheit. Die Realität sieht anders aus, denn das Leben ist eben keine Wunscherfüllmaschine" und das Schicksal hat manchmal andere Pläne.
Dies zeigt der Film auf eindrucksvolle Weise und bewegt sich dabei zwischen Humor und der traurigen Wirklichkeit.
Hazel und Gus nehmen sich selber und ihre Krankheit nicht all zu ernst, machen stets Witze über den Krebs und seine Nebenwirkungen und feiern das Leben, während sie über das Leben und den Tod philosophieren, dabei verlieren sie aber nie den Ernst der Lage aus den Augen und nennen die schockierenden Tatsachen beim Namen.Dabei wollen sie niemals bemitleidet werden und wehren sich strikt dagegen, auf ihre Krankheit reduziert zu werden.
Ich habe selten einen Film gesehen, der ein so sensibles Thema hat, dieses aber gleichzeitig mit solch einer gekonnten Ironie behandelt, die dabei zu keinem Zeitpunkt ins Makabere abdriftet.
Während des kompletten Films befindet man sich in einem völligen Gefühlschaos, in dem einen Moment laufen einem die Tränen und im nächsten muss man lauthals lachen.
Ich habe die Buchvorlage gelesen und ich kann mich nicht entscheiden, was ich besser finde, was ich aber weiß ist, dass ich das ganz leicht abgewandelte Ende des Filmes schöner finde als das im Buch.
Wenn man mal darüber nachdenkt, so ist es mit Das Schicksal ist ein mieser Verräter" nichts anderes als mit Hazels Lieblingsbuch "Ein herrschaftliches Leiden". Irgendwie enden beide Geschichten mittendrin.
Hazel möchte nichts sehnlicher wissen, als das, was mit den Protagonisten ihres Lieblingsbuches, nach dessen plötzlichen Ende geschieht und genauso geht es uns doch auch mit diesem Film.Automatisch fragt man sich, wie viel Zeit Hazel wohl noch bleibt und ob ihre Eltern wirklich gemeinsam über ihren Tod wegkommen werden.Wie geht es mit Isaac und Gus' Eltern weiter?
Diese Fragen kommen unweigerlich auf, wenn man sich über die Geschichte Gedanken macht und die macht man sich definitiv, denn wenn der Film eines geschafft hat, dann ist es das, dass er im Gedächtnis bleibt und nachwirkt und genau das macht einen guten Film in meinen Augen aus.
Dieser Film ist ein Loblied auf das Leben und er zeigt uns wie eng Lachen und Weinen und Freude und Trauer manchmal beieinander liegen.
Er lehrt uns, dass man ein schönes Leben führen kann, egal wie begrenzt es ist und dass ein Leben nicht erst dann etwas wert ist, wenn es außergewöhnlich ist bzw. war.
Vielleicht sollte man sich diesen Film in Erinnerung rufen, wenn man sich mal wieder in Nichtigkeiten verstrickt.
Zitate wie: "Manche Unendlichkeiten sind größer als andere Unendlichkeiten" und "Man kann sich nicht aussuchen, ob man verletzt wird auf dieser Welt, aber man kann ein bisschen mitbestimmen, von wem" werden ihren Platz in der Filmgeschichte finden.
Getragen von tollen Schauspielern und einem grandiosen Soundtrack, bei dem wirklich alle Lieder gelungen sind, ist dieser Film definitiv einer der Filme des Jahres 2014.

"Das Leben ist schön, Hazel Grace, okay?" - "Okay!"
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