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Kundenrezension

TOP 500 REZENSENTam 30. August 2013
… hat das Warten ein Ende. Deswegen auch kein langes Intro, jeder NIN Fan hat in den letzten Monaten schon genug gelesen, jede Zeile eingesogen im Internet. Ich hatte das Vergnügen mich in Hockenheim Mitte August schon davon überzeugen zu können, dass NIN tatsächlich noch existieren und das mit voller Wucht und Intensität. Aber wie gesagt keine lange Vorrede, sondern direkt zum Fazit und dann, wer es überhaupt noch lesen möchte, zu den einzelnen Songs.

‚Hesitation Marks‘ ist so geworden, wie ich es mir gewünscht habe. Es ist verstörend und düster und trotzdem wunderschön geworden. Man muss natürlich noch etwas abwarten, aber ich denke das Album wird bei vielen Fans in der Top 3 landen. Das ganze Album transportiert das Gefühl, dass alles jederzeit schief gehen könnte, aus der Fassung geraten kann. Immer wieder greift Reznor dabei auf seine eigene musikalische Geschichte zurück, vor allen auf die Alben ‚The Downward Spiral‘ und ‚Pretty Hate Machine‘. Auch bei seinem Begleitmusikern wird das deutlich. Natürlich ohne sich dabei plump selbst zu kopieren. Dabei gibt es einige kleine musikalische Neuerungen, wie bspw. die leichten Wave Anleihen und sogar ein Saxophon (bitte bei diesem Wort nicht erschrecken :-), anderen Trends wie dem allgegenwärtigen dubstep verschließen sich NIN aber vehement. Lyrisch bleibt Reznor sein Themen treu, er kann es nicht anders. Vor allen die Abhängigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch das Album. Was man an vielen Stellen aber deutlich merkt, ist dass es ihm besser geht. Noch nicht ganz geheilt von den ganzen alten Dämonen, aber auf dem Weg dazu und vor allem auf dem Weg zu mehr Bewusstsein.

THE EATER OF DREAMS ist “nur” ein Intro, damit man sich kurz orientieren kann, auf welchem Album und bei welchem Künstler man sich eigentlich befindet. Verzerrter Gesang, musikalische Sprengsel ohne klare Linie bauen Spannung ab und auf.

COPY OF A gibt nach der kleinen Ouvertüre dann die Richtung des Albums vor. Der Song ist verstörend, Songstrukturen werden aufgebaut und wieder zerrissen, über allen thronen die mächtigen elektronischen Beats und Perkussions. Das klingt sehr nach den guten alten Anfangstagen, das klingt sehr nach ‚Pretty Hate Machine‘. Der Song hat eine geniale Dynamik, den er ja auch bereits live beweisen konnten. Er macht spürbar, dass etwas außer Kontrolle gerät. Faszinierend.

CAME BACK HAUNTED ist ja schon lange bekannt, auch wegen des besonderen Videos des geistigen Bruders David Lynch. Und bereits mit der Vorabsingle hatten NIN den Pflog reingerammt, musikalisch geht die Reise zurück. Hier wird dem Fan wahrscheinlich sofort auffallen, dass die Gitarrenriffs an ‚The Downward Spiral‘ angelehnt sind. Textlich geht COME BACK HAUNTED ins Eingemachte, und zwar in den oft nie enden wollende Konflikt zwischen Abhängigkeit und Abstinenz.

FIND MY WAY ist der erste Song, auf dem etwas durchgeatmet werden kann. Trent bittet um Hilfe, Unterstützung, das Klavier unterlegt seinen Not und seine Bitte. Aber ähnlich auch wie bei VARIOUS METHODS OF ESCAPE erzeugen die Percussion und Synthies im Hintergrund eine Bedrohlichkeit und Unruhe. Am Ende bekommt der Song dann noch eine unerwartete Wendung, wenn die Gitarren einsteigen. Aufregend.

ALL TIME LOW sticht durch die Kontraste hervor, zum einen eine sehr funkige Gitarre, zum anderen der hektische, fast schon schmutzige Industrial Sound im Chorus. Textlich dreht sich der Song um die nie enden wollende Spirale von Abhängigkeit und Liebe zu einem anderen Menschen, und wie das letztere durch das erstere zu leiden hat.

DISAPPOINTED hat die Live Nagelprobe bereits überstanden und wird es bei vielen Fans in die Alltime Favorites schaffen. Der Rhythmus prägt den ganzen Song, der deutlich in zwei Hälften zerfällt und nur vom Beat zusammengehalten wird. Die den Song am Anfang prägenden Gitarren verschwinden abrupt, werden durch Streicher ersetzt, die sich dann zum finale zu einem Orchester aufblähen. Andere Künstler würden vor so einem halsbrecherischen Akt zurück schrecken, Reznor schüttelt diese Brüche immer noch aus dem Ärmel.

EVERYTHING hatte die Fanmeinungen durch die Vorveröffentlichung ja bereits massiv gespalten. Der Song ist musikalische sehr sehr eingängig, erinnert in den Gitarrenparts natürlich an die seeligen Gute-Laune Songs von The Cure, aber auch ein wenig an die Foo Fighters. Was Bestandteile sind, die bis jetzt noch selten im NIN Setzkasten vorkamen. Entsprechend war auch das feedback nach dem der Song als Teaser veröffentlicht wurde. Allen, die sich vielleicht etwas zu schnell haben abschrecken lassen, teilweise war vom „schlimmsten NIN Song aller Zeiten die Rede“ sollten aber vielleicht noch einmal in Ruhe hinein hören. Textlich geht der Song in düstere Tiefen, dem Tod des eigenen Egos. Ob es da nun um Wiedergeburt geht oder Drogenentzug, bleibt offen, aber auf jeden Fall sollte EVERYTHING nicht einfach überhört werden. Für mich ein Highlight des Albums.

Mit SATELLITE zeigt Reznor wahrhaft Orakelqualitäten. Oder ist er einfach nur so paranoid, dass eine von vielen Verfolgungsideen und Verschwörungstheorien einfach mal von der Wahrheit eingeholt wird? ;-) Der Song dreht sich um das Beobachtet-Sein, die Lyrics offenbaren die pure Klaustrophobie und Paranoia. Ganz im Gegensatz dazu steht die Musik, die ist eingängig und hat einen Refrain der sehr catchy ist. Der elektronische Bass gibt dem Song ein schöne Funk Note.

VARIOUS METHODS OF ESCAPE hat ebenfalls eine Referenz im eigenen Backkatalog. Mit seinen friedlichen Klavierklängen auf der einen Seite und den unruhigen Verzerrungen auf der anderen Seite, erinnert es sehr an ‚Fragile‘. "I've got to let go" singt Reznor, croont es schon fast. Sehr atmosphärisch und sehr gut.

RUNNING nähert sich den Aphex Twins an und erinnert ein wenig an „Great Destroyer“. Der Song ist für mich ein weiteres Highlight des Albums – mit seiner feinen Elektronik und dem eingängigen Refrain. Der Song endet in einem Mantra, in dem Reznor immer wieder atmlos „I am running out” singt, wie in einer Meditation, um dann im Falsett und mit letzter Kraft „I never get away“ zu hauchen. Gänsehaut!

I WOULD FOR YOU ist der Start der letzten vier Songs, die ineinander übergehen. Und dieser Start gelingt sehr gut. Der Verse ist sehr charming, der Chorus sehr hart und trashig. Wiedermal gelingt dieser Bruch. Der Mittelteil mit …

IN TWO ist dann der elektronischte Song des Albums. Elektronische Beats und ein Synth Bass treiben den Song erbarmungslos voran, bevor er im letzten Part in einem Gitarreninferno endet.

WHILE I’M STILL HERE ist das schaurig schöne Ende des Albums. Also nicht das Ende, aber der letzte Song. Der eher geflüsterte Gesang jagt mir Schauer über den Rücken und erzeugt mehr Emotionen als mancher Schrei. Textlich geht es um die Sterblichkeit, sehr romantisch. Am Ende erklingt ein trauerndes Saxophon. Nicht erschrecken bei dieser Zeile, es passt ins Konzept ;-). Das Album klingt dann instrumental aus und nach mit BLACK NOISE.
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