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Kundenrezension

am 9. September 2007
...als die Doors 1967 ihr Debütalbum veröffentlichten (wer es war, kann das sicherlich noch besser einschätzen), kann mir aber vorstellen, dass die ihre Musik damals zwischen all dem süßlichen Pseudo-Hippie-Gedudel (die Szene war entstanden, es gab einige gute Bands, die etwas bewegen wollten, aber als man merkte, dass man damit Geld verdienen konnte, sprangen etliche Weichspüler und Plattenfirmen auf den Zug auf, um das Ganze auszuschlachten - wie das eben immer so ist), unglaublich hart gewesen sein.
Vier junge, hungrige und visionäre Musiker - Jim Morrison, der Sänger und Poet, dessen Stimme keineswegs technisch anspruchvoll, dafür aber umso charismatischer war, und der zum unfreiwilligen Rockstar hochstilisiert wurde; John Densmore, der zurückhaltende Jazz-Schlagzeuger, der sich durch seinen intuitiven Stil auszeichnete; Ray Manzarek, der Organist, der von Klassik über Jazz, Rhythmn and Blues bis Rock alles draufhatte und Robby Krieger mit seinem völlig eigenständigen Gitarrenspiel -, die sich nicht um festgelegte Normen, Trends und kommerzielle Hintergründe kümmerten und mit einer Mischung aus Blues, Psychedelic und Rock and Roll an den Start gingen und sogar ein Stück aus Brechts und Weills "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" coverten. Außerdem provozierte man mit Texten wie dem von "The End", dem legendären Ödipus-Epos, bei dem Morrisons Hass auf seine Eltern verdeutlicht wird und das nur der Anfang einer Karriere voller Skandale war.
Die Arrangements sind auf diesem Album sicherlich noch nicht so ausgeklügelt wie später und die Instrumentierung eher einfach gehalten, aber die Energie, mit der diese Scheibe eingespielt wurde, ist einfach unerreicht und mit "Light My Fire" (auf der Bühne oftmals mit Endlos-Soli ausgestattet), "Break On Through", dem Mitgröler "Alabama Song" (aus erwähntem "Aufstieg und Fall..."), dem wundervollen "Crystal Ship", dem düsteren, atmosphärischen "End Of The Night", dem leichtfüßigen "Take It As It Comes", dem Dixon-Cover "Backdoor Man" (enthält ebenfalls einen eindeutig zweideutigen Text...) und dem schon genannten genialen Epos "The End", das sich immer weiter und weiter steigert, um schließlich in einem Gemetzel zu enden (wie gesagt: für damalige Verhältnisse sicherlich sensationell hart) wird trotzdem viel Abwechslung an den Tag gelegt und sind einige der bekanntesten und wichtigsten Doors-Songs enthalten.
Meine Lieblingsalben bleiben zwar "Strange Days" und "L. A. Woman", aber dieses erste Album der vier Kalifornier setzte ohne Wenn und Aber Maßstäbe.
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