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Kundenrezension

20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schlechter Actionfilm in Buchform, 19. September 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: In die Dunkelheit: Odyssey 1 - Roman (Taschenbuch)
Wenn Freunde mir ein Buch empfehlen, frage ich normalerweise scherzhaft, ob Raumschiffe darin vorkommen, denn Raumschiffe machen ein Buch generell gut! Den Spruch werde ich in Zukunft leider nicht mehr bringen können.

Nach dem dritten Weltkrieg kriegt die Menschheit die Kurve und entwickelt einen Überlichtantrieb. Captain Eric Weston, ehemaliger Staffelführer der Elite-Kampfflieger "Archangels" erhält das Kommando über die "Odyssey" und bricht zur Erkundung des Alls auf. Mit an Bord sind neben Forschern auch Kampfpiloten, Soldaten, Marines, Dronen, Gewehre, Bomben, Rakten, Torpedos, Laserwaffen und allgemein alles, was man so braucht, wenn sich plötzlich die Chance auf Erforschung des Alls bietet.

Das Setting ist eigentlich gut, auch die erste Begegnung mit Außerirdischen erfolgt bereits nach 50 Seiten und birgt ein Rätsel, das gelöst werden möchte. So viel möchte ich hier verraten: 500 Seiten später ist noch immer nichts gelöst oder auch nur angedeutet. Was wir stattdessen haben sind Charaktere, die einem wirklich üblen Actionfilm entsprungen sind: Draufgängerische Piloten und heldenhafte Soldaten, die sich Sprüche an den Kopf werfen, die in dieser Form vermutlich nur bei "The Fast and the Furious" oder "Battleship" zu finden sind und ein Captain, der mal den Kumpel gibt, dann wieder den knallharten Vorgesetzten. Kurzum, jemand, dem man nicht die Kontrolle über ein Raumschiff geben würde. Wenn diese undisziplinierte Gurkentruppe den dritten Weltkrieg gewonnen hat, muss es sich bei der Gegenseite um trainierte Affen gehandelt haben.

Auf die Fähigkeiten der Technologie muss generell immer wieder hingewiesen werden - offenbar wusste der Autor schon vorher, dass man das Buch häufiger mal für längere Zeit zur Seite legen muss um sich zu fragen, ob man sich das wirklich weiter antun soll. So kann man immer wieder nachlesen, warum die Archangels, das MX112 oder die Panzerung der totale Hammer sind, ohne sich erst mühsam erinnern zu müssen.

Mich persönlich stören neben dem, was ich augenzwinkernd mal als "Charaktere und Dialoge" bezeichne, zwei Dinge besonders, mal offensichtlicher, mal subtiler:

1) Im Klappentext wird erwähnt, dass der Autor auch mal als IT-Berater gearbeitet hat. Vermutlich soll das den häufigen IT-Aspekten bezüglich Programmierung und Netzwerken Glaubwürdigkeit verleihen. Eingeweihte könnten hier aber Parallelen zu "Dilbert" erkennen: Der Nerd speist den Berater mit technischem Blödsinn ab, um ihn loszuwerden, während der Berater denkt, er hätte gerade etwas echt Tolles gelernt. Der Berater lässt sein Wissen daraufhin in einen SciFi-Roman einfließen.

2) Dem Autor fehlt scheinbar jegliches physikalisches Verständis, und damit meine ich nicht solche Dinge wie Überlichtgeschwindigkeit - ohne ÜLG ist SciFi im All halt irgendwie öde. Soweit ich weiß, ist der Fachbegriff "Rubber Science": Klingt nach Wissenschaft, ist aber keine. Das klappt z.B. super bei Doc Browns Fluxkompensator oder Geordi La Forges Warpkern. Aber wenn ich mich auf das Gebiet der harten Physik begebe, sollte ich verdammt nochmal meine Hausaufgaben gemacht haben. Da wird mit Prozentsätzen physikalischer Größen um sich geworfen und jedes Mal, wenn sowas wie ein "Fallschirmsprung aus einem niedrigen geosynchronen Orbit" auftaucht, sterbe ich innerlich ein wenig und Sir Isaac Newton beginnt unter Missachtung seiner eigenen Gesetze im Grab zu rotieren.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.10.2013, 23:46:07 GMT+2
Llewellyn709 meint:
Eine aufschlußreiche und amüsante Rezension, danke. Ich war schon fast in Versuchung, das eBook zu kaufen...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.01.2014, 17:37:33 GMT+1
P. Losa meint:
selbst schuld das Sie es nicht tun.

Veröffentlicht am 09.01.2014, 18:46:41 GMT+1
M. Fehrer meint:
Sie haben vergessen, dass das Schiff mit ordentlich Besatzung, voller Bewaffnung incl. Fliegerstaffel usw. eigentlich einen Testflug macht. Weiss nicht, aber so recht glaubhaft ist das nicht, dafür aber herrlich schräg. Der Autor hat einfach gar keine Ahnung von ingenieurwissenschaftlichen und schon gar nicht von naturwissenschaftlichen Dingen. Unterhaltsam ist´s auch, wenn er mit relativistischen Geschwindigkeiten rumspinnt und nicht einmal das, was er evtl. sogar mal in der Schule hatte, zu verstehen...
Eines muss man jedoch lobend erwähnen. Der Autor zeigt zumindest mal, dass der Weltraum ziemlich groß ist; das schafft die große Gruppe der B-Science-Fiction normalerweise nicht.
Danke für die Rezension; hätte ich sie früher gelesen, hätte ich auf das Buch verzichtet. Sie haben im großen und ganzen ziemlich genau meinen Eindruck bestätigt und mir erspart, eine eigene Rezension zu schreiben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.04.2014, 18:34:37 GMT+2
böser Onkel meint:
Da gebe ich mein Geld lieber für etwas Sinnvolles aus; aber wenn Sie es haben.
Sie scheinen ja nicht sehr verwöhnt zu sein und sehen über grobe handwerkliche Fehler wohl aufgrund
mangelnder Bildung unbewusst hinweg.
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